Ausweitung böllerfreie Zone auf Tierpark nicht möglich

München: Silvester-Feuerwerk soll in der Innenstadt auch 2020 verboten sein

München: Feuerwerksraketen explodieren in der Silvesternacht über der Frauenkirche und der Innenstadt (Archivbild 2018).
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München: Feuerwerksraketen explodieren in der Silvesternacht über der Frauenkirche und der Innenstadt (Archivbild 2018).

An Silvester soll in München innerhalb des Mittleren Rings wieder ein Feuerwerksverbot gelten. Warum eine Ausweitung laut Verwaltung auf den Tierpark aber nicht möglich ist

  • Raketen und Böller sollen auch an Silvester 2020 in der Münchner Innenstadt verboten sein
  • Eine Ausweitung des Verbotes auf Bereiche außerhalb des Mittleren Ringes ist laut Verwaltung aber nicht möglich
  • Fraktionen im Münchner Stadtrat sind unzufrieden

Versmogter Himmel, tonnenweise Müll und verschreckte Tiere: Damit war bereits zum Jahreswechsel 2019/2020 in der Münchner Innenstadt Schluss. Dann gab es erstmals ein Verbot für Feuerwerk und Böller in der Altstadt und innerhalb des Mittleren Rings. Das habe sich aus Sicht von Polizei und Stadtverwaltung bewährt, so eine Pressemitteilung der Stadtratsfraktion SPD/Volt. Die Regeln sollen deshalb nun auch für den diesjährigen Jahreswechsel gelten. Doch wirkliche Zufriedenheit kam unter den Politikern dennoch nicht auf.

München: Verbot von Feuerwerk an Silvester kann nicht über Innenstadt hinaus ausgeweitet werden

Die SPD-Fraktion hatte gefordert, auch im Bereich des Tierparkes eine Sperrzone einzurichten. Dem hat die Verwaltung nun eine Absage erteilt. Aus rechtlichen Gründen könne die Verfügung nicht auf weitere Teile der Stadt ausgeweitet werden.

„Wir bedauern es sehr, dass keine Feuerwerks-Sperrzone um den Tierpark möglich ist. Denn gerade die Tiere leiden unter der Böllerei in der Silvesternacht besonders“, sagt Christian Vorländer (SPD). Man wolle sich weiterhin dafür einsetzen, „dass Kommunen mehr Handlungsoptionen bei Verboten von Feuerwerk und Böllern bekommen.“

Feuerwerk an Silvester in München: Auch CSU-Fraktion mit rechtlicher Situation unzufrieden

Auch die CSU-Fraktion zeigte sich unzufrieden. Man bedauere, dass die Stadt keine rechtliche Möglichkeit habe, so ein Beitrag in den sozialen Medien. „Für die Zukunft brauchen die Kommunen die Möglichkeit, im Umfeld von Tierparks und Naturschutzgebieten das Feuerwerk einzuschränken“, teilt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Evelyne Menges darin mit.

ÖDP/FW: Kritik an Münchner Rathausregierung und Verwaltung

Die ÖDP/FW übt allerdings nicht nur Kritik an der rechtlichen Situation, sondern auch an Rathausregierung und Stadtverwaltung. Diese würden sich eine Ausweitung schlicht nicht zutrauen, heißt es in einer Mitteilung an die Presse.

„Wir sind davon überzeugt, dass auch außerhalb des Mittleren Ringes München so dicht besiedelt ist, dass ein Verbot von Böllern rechtlich möglich ist. Und zumindest in Grünanlagen, Landschaftsschutzgebieten und in Bereichen von Lebensmittelmärkten könnte die Stadt sowieso schon heute Gebrauch von ihrem Hausrecht machen und Satzungen zur erlassen“, so Fraktionsvorsitzender Tobias Ruff.

Gemeinde Krailling: Lokalpolitiker diskutieren Böllerverbot

Aber nicht nur in der Stadt München könnte für Silvester ein Böllerverbot auf der Agenda stehen. Auch die Lokalpolitiker der Gemeinde Krailling werden in der kommenden Sitzung des Gemeinderates ein entsprechendes Verbot diskutieren.

soph

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