Netzwerk EUROCITIES

München fordert schärfere EU-Klimaziele und direkte Geld-Mittel für Städte

Die Morgensonne scheint am 27.11.2014 hinter qualmenden Schornsteinen eines Blockheizkraftwerkes in Frankfurt (Oder)
+
Die Landeshauptstadt München fordert mehr Klimaschutz.

München hat sich der Forderung europäischen Städten im Netzwerk EUROCITIES angeschlossen und spricht sich für eine ehrgeizige Erneuerung der Energie- und Klimaziele in der EU aus.

  • Die Landeshauptstadt München ist Mitglied des Netzwerks EUROCITIES.
  • Die Städte fordern Geld-Mittel für eine Umsetzung des „Green Deals“.
  • Oberbürgermeister Dieter Reiter hat einen offenen Brief an das EU-Parlament unterzeichnet.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat Anfang Oktober gemeinsam mit Amtskolleginnen und -kollegen aus ganz Europa einen offenen Brief unterzeichnet. Die Forderungen der Städte knüpfen an die aktuellen Verschärfungen der Klimaziele in der EU an. Zuletzt hatte das EU-Parlament die Absenkung der Emissionen um 60 Prozent bis 2030 beschlossen.

Um bis zu 65 Prozent im Vergleich zum Niveau von 1990 solle der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 sinken, unterstützt durch direkte Fördermittel der EU für europäische Städte und gezielte Investitionen.

Die Städte spielen eine entscheidende Rolle beim europäischen „Green Deal“, können aber alleine nichts bewegen – das betont der offene Brief der EUROCITIES-Mitglieder an die europäischen Staats- und Regierungschefs.

Mit der Unterzeichnung des offenen Briefs verpflichtet sich die Landeshauptstadt München erneut, Vorreiter auf dem Weg zur Klimaneutralität zu sein. Bereits Ende 2019 hatte der Münchner Stadtrat beschlossen, die Münchner Stadtverwaltung bis 2030 und die gesamte Landeshauptstadt bis 2035 klimaneutral zu machen.

Umsetzung des „Green Deal“ - EUROCITIES-Städte fordern EU-Mittel für Klimaziele

Die europäischen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister halten das noch ehrgeizigere Ziel von 65 Prozent für möglich, wenn sie die richtige Hilfestellung erhalten. Sie fordern die EU auf, die milliardenschweren COVID-Wiederaufbau-Mittel gezielt für Europas Städte einzusetzen, um eine nachhaltige und gerechte Zukunft zu schaffen. Das bedeute vor allem erhebliche Investitionen in den öffentlichen Verkehr, eine grüne Infrastruktur und Gebäudesanierungen.

Zudem sollten Städte direkt Zugang zu EU-Mitteln bekommen, um einen Wandel im Sinne des „Green Deals“ zu ermöglichen. Eine weitere Forderung lautet, die Wiederaufbau-Hilfe für Industrien mit hohem fossilen Brennstoffverbrauch an ein klares Bekenntnis zur Dekarbonisierung zu knüpfen.

Europäische Städten im Netzwerk EUROCITIES

Im Netzwerk EUROCITIES bündeln europäische Städte ihre Stimmen. München engagiert sich seit 1992 als Mitglied bei EUROCITIES. Informationen zur EUROCITIES-Initiative sowie der offene Brief im Wortlaut sind abrufbar unter www.muenchen.de/europa.

Landeshauptstadt München

Auch interessant:

Meistgelesen

Söder verteidigt die neuen Corona-Regeln in Bayern ‒ Freistaat fordert Steuerentlastung für Unternehmen
Söder verteidigt die neuen Corona-Regeln in Bayern ‒ Freistaat fordert Steuerentlastung für Unternehmen
Corona-Test in München und Landkreis – Wo man sich in der Stadt testen lassen kann
Corona-Test in München und Landkreis – Wo man sich in der Stadt testen lassen kann
München: Sexuelle Belästigung am Sendlinger Tor - 23-Jähriger belästigt mehrere Frauen
München: Sexuelle Belästigung am Sendlinger Tor - 23-Jähriger belästigt mehrere Frauen
München: 18-Jähriger verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug - Rettungseinsatz mit einer Schwerverletzten
München: 18-Jähriger verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug - Rettungseinsatz mit einer Schwerverletzten

Kommentare