1. hallo-muenchen-de
  2. München

Energie-Kosten steigen durch Russlands Ukraine-Krieg ‒ Die Maßnahmen in München gegen explodierende Preise

Erstellt:

Von: Jonas Hönle

Kommentare

Das Maximilianeum - der Sitz des Bayerischen Landtags - in München.
Die Maßnahmen in München gegen die explodierten Energie-Preise. (Symbolbild) © Michael Kappeler/dpa

Durch Russlands Ukraine-Krieg explodieren die Energie-Kosten in Bayern. Diese Maßnahmen in München sollen den steigenden Preisen entgegenwirken - auch im Winter.

Die Energie-Kosten sind durch Russlands Krieg in der Ukraine massiv gestiegen. Viele Städte und Gemeinden in Bayern, aber auch Landtag und Regierung, planen daher Maßnahmen, um den steigenden Preisen und einem befürchteten Gas-Mangel im kommenden Winter entgegenzuwirken.

Hallo München
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Energie-Kosten steigen - Maßnahmen in München gegen hohe Preise

In München weist das Umweltreferat darauf hin, dass bereits in der Vergangenheit der Wärme-Verbrauch in städtischen Häusern durch bauliche, technische und betriebliche Maßnahmen um 29 Prozent reduziert worden sei.

Auch die Straßen-Beleuchtung werde seit Jahrzehnten optimiert. Im vergangenen Jahr sei mit der Umstellung der Lampen auf energiesparende LED-Technik begonnen worden.

Die aktuelle Krise hat dazu geführt, dass in den Münchner Freibädern und bei den Außenbecken der Hallenbäder die Mindest-Temperatur abgesenkt wurde, um Energie einzusparen.

Außerdem wird die Umstellung des Heizkraftwerks Nord auf Gas-Betrieb verschoben. Der dortige Kohleblock soll zunächst weiterlaufen und eventuell sogar die Produktion ausweiten. Bei anderen Kraftwerken würden die Stadtwerke nun zwei eigentlich schon stillgelegte Ölbrenner reaktivieren. „Die Ölreserven hierfür werden gerade aufgebaut“, sagte eine Sprecherin.

Zudem erhöht die SWM die Erdgas-Preise in München. Zur Bewältigung der Energie-Kosten sollen aber einkommensschwache Haushalte unterstützt und die Energie-Sparberatung verstärkt werden.

Energie-Krise wegen Russlands-Ukraine-Krieg - Landtag und Staatskanzlei senken Temperatur im Winter

Mit Blick auf die angespannte Energie-Versorgungslage planen der Landtag in Bayern und die Staatskanzlei für den Winter eine Absenkung ihrer Gebäude-Temperatur. Die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage solle Schritt für Schritt auf 20 Grad abgesenkt werden, teilte der Landtag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Auch die Staatskanzlei antwortete auf Anfrage entsprechend - nannte aber keine Temperatur. „Angesichts der aktuellen Energiesituation wurde bereits die Kühltemperatur in den Sommermonaten reduziert und die Verschattung der Südfassade durch Aufbringen von Folien optimiert“, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei.

Im Landtag wurde die Kühlleistung in kühlbaren Technik-, Veranstaltungs- und Sitzungsräumen laut Verwaltung auf 26 Grad angepasst.

Weitere Optimierungsmöglichkeiten prüfe man in beiden Häusern.

Landtag und Staatskanzlei verweisen zudem auf ohnehin laufende Energie-Sparmaßnahmen und Sanierungen. Als Beispiel nannte der Landtagssprecher den Einsatz von LED-Beleuchtung, Bewegungsmeldern, Wärmerückgewinnungs- und Solaranlagen.

In den wenigen Büros mit Wasseranschluss werde seit Jahren auf Warmwasser verzichtet, in Sanitäranlagen soll es künftig ebenfalls nur noch kaltes Wasser geben - sofern das hygienetechnisch kein Problem ist.

Das 148 Jahre alte Maximilianeum, in dem der Landtag hauptsächlich arbeitet, wird derzeit zudem mit Blick auf Energie-Einsparung saniert.

Auch am Eingang der Staatskanzlei läuft aktuell eine entsprechende Sanierung, zudem produziert eine Photovoltaik-Anlage Strom. „Ferner wird eine neue Telefonanlage unter besonderer Berücksichtigung der Energieeffizienz ausgeschrieben“, sagte der Sprecher.

Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert.

Auch interessant

Kommentare