Erst drei Jahre später fertig

Sanierung des Deutschen Museums dauert länger als geplant – dafür nimmt neue Ausstellung Gestalt an

Die komplette Fertigstellung des Deutsches Museum wird sich um weitere drei Jahre verschieben. 
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Die komplette Fertigstellung des Deutsches Museum wird sich um weitere drei Jahre verschieben. 

Das Deutsche Museum kann nicht bis zum eigentlich geplanten Termin fertiggestellt werden.  Auf die genauen Gründe ging Generaldirektor Wolfgang Heckl ein...

  • Die Sanierung des Deutschen Museums dauert länger als geplant.
  • Die Fertigstellung wird sich um weitere drei Jahre verschieben.
  • Generaldirektor Wolfgang Heckl erläutert die Gründe dafür.

München – Es hätte so perfekt sein können. 2025 sollte die Generalsanierung des Deutschen Museums abgeschlossen sein – genau im Jahr des hundertjährigen Bestehens. Dass sich die Kosten dafür von 445 Millionen Euro auf 745 Millionen Euro erhöhen werden, stand bereits länger fest. 

Jetzt wurde bekannt: Auch der Termin kann nicht gehalten werden, die komplette Fertigstellung wird sich um weitere drei Jahre verschieben. 

Auf Gründe für die Verzögerung ging Generaldirektor Wolfgang Heckl bei einem Pressetermin nicht genauer ein – nannte lediglich leichte Verzögerungen durch die Covid-19-Pandemie. Doch bereits in der Vergangenheit war immer wieder auf die Schwierigkeiten einer Sanierung im denkmalgeschützten Bestand hingewiesen worden. 

Schon Ende 2021 sollen die Besucher durch einen ersten Teil des renovierten Deutschen Museums schlendern können. Zu sehen sind dann unter anderem eine Bauernhütte (Museumsdirektor Wolfgang Heckl).

Aber es gibt auch etwas Positives

Die gute Nachricht: Auf Neuheiten im Deutschen Museum müssen Besucher nicht mehr so lange warten. Schon Ende 2021 ist der erste Modernisierungsabschnitt fertig. Dann werden 21 Dauerausstellungen und über 8000 neue Exponate der Öffentlichkeit präsentiert. 

Themen wie „Landwirtschaft & Ernährung“ gehören dann zum Programm. Dazu zählt die AusstellungIdylle und Wirklichkeit“, die eine Gegenüberstellung von romantischen Scheinbildern und dem realen, beschwerlichen Alltag im Agrarwesen beinhaltet. 

So wurde bereits eine komplette Almhütte aus dem Jahr 1830 aufgebaut. Auch ein imposanter Elektroschrott-Tornado befindet sich gerade im Bau.

Sanierung des Deutschen Museums – Hallo war auf Fototour – So schaut es drinnen aus

Bauarbeiter stehen vor dem Deutschen Museum, das gerade saniert wird.
Bauarbeiter stehen vor dem Deutschen Museum, das gerade saniert wird. © S. Zwick
Hier wird einen neue Ausstellung „Idylle und Wirklichkeit“ aufgebaut.
Hier wird einen neue Ausstellung „Idylle und Wirklichkeit“ aufgebaut. © S. Zwick
Die Almhütte steht schon.
Die Almhütte steht schon. © S. Zwick
Generaldirektor Heckl vor der Almhütte.
Generaldirektor Heckl vor der Almhütte. © S. Zwick
Für eine andere Ausstellung wird ein Mülltornado aufgebaut.
Für eine andere Ausstellung wird ein Mülltornado aufgebaut. © S. Zwick
Noch herrscht Chaos bei den Vorbereitungen der Austellung.
Noch herrscht Chaos bei den Vorbereitungen der Austellung. © S. Zwick
Der Mülltornado besteht auch aus Elektroschrott.
Der Mülltornado besteht auch aus Elektroschrott. © S. Zwick
In einer Ausstellung werden alte Brauanlagen gezeigt-
In einer Ausstellung werden alte Brauanlagen gezeigt- © S. Zwick
Hallo München Praktikant Sebastian Zwick vor der Almhütte
Hallo München Praktikant Sebastian Zwick vor der Almhütte © S. Zwick

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Dieser soll unter Verwendung von alten Fernsehern, Staubsaugern bis hin zu Zahnbürsten auf die Problematik der globalen Müllproduktion hinweisen. Interessierte können sich zudem auf Bild-Schrift-Code-Verschlüsselungen, historische Luftfahrtzeuge und ein neues Kinderreich freuen.

Auswirkungen der Corona-Krise

Die Sanierung und Modernisierung des Museums findet bei laufendem Betrieb anderer Teilbereiche statt. Aufgrund der Corona-Krise gilt aktuell eine Obergrenze von 2000 Personen, die sich gleichzeitig im Museum aufhalten dürfen. 

Aber: Diese Obergrenze wurde bisher noch nie erreicht – das Maximum waren bisher 1500 Personen. Man rechnet heuer mit nur 400 000 Besuchern – also rund 60 Prozent weniger als im Vorjahr. Schon zum jetzigen Zeitpunkt habe man dadurch Minder­einnahmen von 1,9 Millionen Euro, so Direktor Wolfgang Heckl.

S. Zwick

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