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Corona-Zahlen für den Landkreis München viel höher als gemeldet - Landratsamt nennt Gründe

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Von: Theresa Reich

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Auch am Montag macht die Inzidenz einen gewaltigen Sprung nach oben.
Seit Tagen scheint die Inzidenz im Landkreis München zu sinken. Jetzt nennt das Landratsamt die Gründe dafür. (Symbolbild) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

In München steigen die Corona-Zahlen. Im Landkreis hingegen scheinen die Werte seit Tagen zu sinken. Warum das Landratsamt nicht mehr mit der Fallmeldung nachkommt...

München - In der Landeshauptstadt steigen die Corona-Zahlen immer weiter an. Die Inzidenz in der Landeshauptstadt liegt am heutigen Freitag, 25. März, bei 1865,6. Das ist eine deutliche Zunahme zum Vortag, an dem das Robert-Koch-Institut einen Wert von 1818,4 gemeldet hat.

Die aktuelle München-Inzidenz für Sonntag, 27. März, finden Sie in einem Extra-Artikel.

Gegensätzlich entwickeln sich die Zahlen offensichtlich im Landkreis München. Hier soll die Inzidenz seit Tagen sinken - so auch heute von 1244,3 auf 1141,3. Allerdings sind die Werte nicht korrekt, wie jetzt das Landratsamt bekannt gibt. Sprecherin Christine Spiegel teilt mit, „dass die durch das RKI ausgewiesene Inzidenz für den Landkreis München derzeit zu niedrig ist“.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Falsche Corona-Inzidenz für den Landkreis: Unterstützung durch Bundeswehr nicht mehr gewährleistet

Es gebe derzeit längere Bearbeitungszeiten bei der Fallmeldung. Der Grund für die Diskrepanz sei der Abzug von Unterstützungskräften, insbesondere der Bundeswehr, die bei der Auswertung geholfen hatte. Gleichzeitig sei auch der sehr hohen Anstieg an Infektionen mit dem Corona-Virus dafür verantwortlich, dass die Behörde nicht mehr nachkomme.

Die täglichen Rückstände würden sich auf circa 2000 bis 3500 Meldungen belaufen. Um den Verzug aufzuholen, hole das Landratsamt wieder Mitarbeiter aus allen Bereichen des Hauses, um das Personal im Gesundheitsamt zu unterstützen.

Gleichzeitig sei auch das Landratsamt selbst von Ausfällen durch Infektionen mit dem Coronavirus betroffen. Die Sprecherin versichert: „Sofern die Krankheitsverläufe milde sind und die Mitarbeitenden Tätigkeiten ausüben, die auch im Homeoffice möglich sind, nützen sie die sehr gute technische Infrastruktur und arbeiten von zu Hause aus weiter.“

Flüchtlingsstrom in München: Personalmangel auch im Asylbereich

Allerdings werden auch in anderen Bereichen Mitarbeiter dringend benötigt, in denen Homeoffice nicht möglich ist. So erhöhe die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine den Personalbedarf im Asylwesen. „Daher müssen in vielen Bereichen die Aufgaben anders priorisiert werden“, erklärt Spiegel.

rki, lra

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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