Theater in der Corona-Krise

Münchner Bühnen: Vorhang auf - aber wie?

Perspektivenwechsel: Im Gärtnerplatztheater nehmen ab dem 15. Juni die Zuschauer auf der Bühne Platz.
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Perspektivenwechsel: Im Gärtnerplatztheater nehmen ab dem 15. Juni die Zuschauer auf der Bühne Platz.

Freie Plätze, Mundschutzpflicht & Co.: So starten die Theater der Stadt den Spielbetrieb wieder neu

  • Die Münchner Theater dürfen ab dem 15. Juni wieder öffnen - mit maximal 50 Besuchern.
  • DasDeutsche Theater öffnet vorerst nicht - Proben für "Der Schuh des Manitu" starten bald.
  • Maskenpflicht und Abstandsregeln sind gesetzt - geöffnete Garderoben je Theater

München - Neue Situation, neue Perspektiven: Ab Montag dürfen Theater wieder öffnen – zum Teil mit neuen Formaten. Im Gärtnerplatztheater nehmen die 50 zugelassenen Besucher auf der Bühne Platz, die Musiker spielen und singen hingegen im Zuschauerraum. „So kreieren wir auch mit wenigen eine Atmosphäre“, erklärt Sprecher Roman Staudt. Noch exklusiver ist es bei „Einmal König sein“. Maximal 16 Personen erleben ein kurzes Programm von den fünf Logen aus. Für den Juli steht das Programm noch nicht fest. 

Das Residenztheater öffnete bereits am 6. Juni seine Pforten für das neue Angebot des Theaterparcours. Wie bei einem Museumsrundgang kann das Theater erkundet werden. Die Touren sowie die Soloabende des Ensembles werden auch nach dem 15. Juni fortgesetzt. 

Theater in der Corona-Krise: Deutsches Theater bleibt zu

Das Volkstheater befindet sich noch bis 24. Juli in der vorgezogenen Sommerpause. Ab 15. Juni wird der Probenbetrieb wieder aufgenommen. Dann sollen fünf Premieren parallel vorbereitet werden. Geplant sind Vorstellungen im Innenhof und im großen Saal. 

Das Deutsche Theater bleibt geschlossen: „Eine Öffnung unter diesen Bedingungen ist wirtschaftlich nicht umsetzbar“, erklärt Sprecher Georg Kleesattel. Bei weiteren Lockerungen gäbe es bereits ein Konzept, wie ab September der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Für viele Stücke konnten Ersatztermine gefunden werden, die Vorbereitungen für die im Oktober geplante Uraufführung des Musicals „Der Schuh des Manitu“ laufen derzeit am Salzburger Landestheater. „In Kürze werden Band und Cast nach den in Österreich geltenden Vorschriften die Proben starten können“, so Kleesattel. 

Kammerspiele mit Uraufführungen in der Corona-Krise

Die Staatsoper spielt ab dem 15. Juni ihre bisher nur im Stream übertragenen Montagskonzerte auch live – für 20 bis 50 Besucher. Gerade wird an einem Herbstspielplan ab dem 1. September gearbeitet. Dann sollen auch ausgefallene Premieren nachgeholt werden. 

Die Kammerspiele starten mit zwei Uraufführungen: „Oracle“ in der Kammer 2 und „WUNDE R“ in der Kammer 3, auch in Doppelvorstellungen.

Tickets, Garderobe, Maske: Das gilt beim Besuch

Gärtnerplatztheater: Tickets können telefonisch montags bis samstags von 10 bis 19 Uhr unter 21 85 19 60, online (www.staatstheater-tickets.bayern.de) oder an der Tageskasse gekauft werden. Es gilt Maskenpflicht. Die Garderoben sind nicht geöffnet, es gibt keine Gastro. 

Kammerspiele: Karten können ausschließlich telefonisch montags bis freitags von 11 bis 19 Uhr unter 233 966 0 bestellt werden. Es können jeweils personalisierte Karten unter Angabe der Kontaktdaten erworben werden. Es gilt Mundschutzpflicht und Abstandsregelung. Garderobenservice gibt es nicht. 

Staatsoper: Karten gibt es nur online (www.staatsoper.de), der Vorverkauf startet in der Regel drei Tage vor der Veranstaltung. Es gelten Abstandsregeln sowie Mundschutzpflicht. Garderobe gibt es zu jeder Veranstaltung. Die Gastro bleibt im Juni geschlossen. Beim Einlass muss der Personalausweis vorgezeigt werden.

Sabina Kläsener

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