„Ultraschnelltest“ in 15 Minuten

Corona-Schnelltests verzögern sich wegen Lieferengpässen – Sie sollten eigentlich Anfang Mai bereitstehen

Die für März angekündigten Corona-Schnelltest werden einige Wochen später kommen.
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Die für März angekündigten Corona-Schnelltest werden einige Wochen später kommen.

Corona Test in nur 15 Minuten dank Technologie aus Martinsried. Doch die von Wirtschaftsminister Aiwanger für Anfang Mai  angekündigten Tests verzögern sich noch um Wochen.

  • Corona-Schnelltests verzögern sich wegen Lieferengpässen.
  • Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger hatte die Tests für Anfang Mai angekündigt.
  • Der "Ultraschnelltest" basiert auf Technologie einer Firma aus Martinsried.

Die von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) für Anfang Mai angekündigten Corona-Schnelltests verzögern sich noch um einige Wochen. „Aufgrund von internationalen Lieferengpässen bei bestimmten Reagenzien und Vorprodukten müssen aktuell noch alternative Lieferanten qualifiziert werden. 

Dies stellt für derartig regulierte diagnostische Produkte einen sehr aufwendigen Prozess dar, so dass voraussichtlich in einigen Wochen mit der Fertigstellung gerechnet werden kann“, sagte ein Sprecher seines Hauses auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München.

Corona Schnelltest verzögert sich wegen Lieferengpässen

Der „Ultraschnelltest“, der auf einer in Martinsried bei München von der Firma „GNA Biosolutions“ entwickelten Technologie basiere, befinde sich aber derzeit schon im Endstadium der Entwicklung. Die Produktion der Geräte und der Probenträger solle, wie in den Planungen vorgesehen, noch im Mai anlaufen.

Ende März hatte Aiwanger neue Schnelltests für das Coronavirus angekündigt. Er habe entsprechende Rückmeldungen erhalten, dass bis Anfang Mai Schnelltest in „großer Zahl“ und „in wenigen Minuten“ Verfügbar seien. Bisher dauern die Tests mehrere Stunden.

Hinsichtlich der Testgeschwindigkeit soll Aiwangers Versprechen weiter zu halten sein

 „Die reine Geräte-Laufzeit, in der acht Patientenproben gleichzeitig untersucht werden, beträgt nur circa 15 Minuten, wobei positive Proben oft schon nach wenigen Minuten ein Signal erzeugen“, sagte der Sprecher. Inklusive Vor- und Nachbereitung müsse mit rund 30 Minuten für einen Test von jeweils acht Patientenproben gerechnet werden.

Das Wirtschaftsministerium geht davon aus, dass eine Produktion der Testsysteme in hohen Stückzahlen möglich sei. „Gleichzeitig stellt die Verfügbarkeit von notwendigen Reagenzien und Vorprodukten einen möglichen Engpass dar, da weltweit an neuen Tests für Corona-Infektionen gearbeitet wird“, hieß es jedoch. 

Man sei aber „zuversichtlich“, dass die Probleme bald gelöst würden und - ergänzt durch weitere Testverfahren - künftig ausreichend Test-Kapazitäten für die Bevölkerung zur Verfügung stünden.

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Auch im Landkreis München werden Coronatests entwickelt. Die Firma Mikorgen aus Neuried bietet einen Corona-Antikörper-Test im Sortiment an.

dpa/lby/kf/jh

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