1. hallo-muenchen-de
  2. München

Corona-Folgen in München: Mehr Hunde und Wohnwagen denn je gemeldet

Erstellt:

Von: Marie-Julie Hlawica, Marco Litzlbauer

Kommentare

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in München mehr Hunde und Wohnmobile denn je gemeldet.
Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in München mehr Hunde und Wohnmobile denn je gemeldet. © dpa/Matthias Balk

Die Corona-Pandemie hat München verändert: Besonders bei Vierbeinern und Wohnmobilen sind die Zahlen in den vergangenen beiden Jahren explodiert.

München - Tierischer Rekord bei den Zamperln: Waren 2011 noch knapp 31 000 und Ende 2020 schon 40 500 Hunde in der Stadt gemeldet, sind es nun fast 44 000 – so viele wie nie zuvor, meldet die Stadtkämmerei. Die Dunkelziffer weiterer, nicht angemeldeter Hunde liege unter zehn Prozent, was bei mehrmals im Jahr durchgeführten Großkontrollen des Ordnungsdienstes ermittelt werde.

Hallo München
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Mehr Vierbeiner und Camping-Boom: Die Corona-Pandemie hat München verändert

Ebenso rekordverdächtig: die 18 Millionen Hundekottüten, die jährlich aus 850 Spendestationen in München entnommen werden – bei 62 000 Euro Beschaffungskosten, meldet das Baureferat. Auch wenn viele es ob der neuen Hunde-Dichte fordern, gilt in der Landeshauptstadt übrigens keine generelle Leinen- oder Maulkorb­pflicht. Um dem Bewegungsbedürfnis der Tiere Rechnung zu tragen, ist ein flächendeckender Leinenzwang rechtlich nicht zulässig.

Hundeboom-bedingt meldet auch das Münchner Tierheim einen traurigen Rekord. Sprecherin Kristina Berchtold: „Das Hundehaus ist voll belegt. Weil sich zusätzlich viele Besitzer von ihren Tieren trennen wollen oder müssen, ist unsere Warteliste zur Aufnahme mit weiteren 70 Hunden so lang wie nie.“ Sie appelliert: „Überlegen Sie es sich gut, ob Sie ein Haustier über Jahre finanziell, räumlich und gesundheitlich halten können!“

Folge der Corona-Pandemie: Fast doppelt so viele Wohnmobile und Wohnwägen in München

Auch ein weiterer „Verdacht“ der Corona-Zeit lässt sich mittlerweile mit Zahlen belegen: die Invasion der Camper. Lange Wartezeiten bei bestellten Neuwagen belegen die große Nachfrage schon länger. Klar wird auch: Unter den Käufern sind viele Münchner. Waren am 31. Dezember 2019 – also kurz vor Beginn der Pandemie – in der Stadt noch 9415 Wohnmobile und Wohnanhänger zugelassen, waren es am 31. März 2022 schon 17 859. Ein Anstieg um fast 90 Prozent! Das geht aus Zahlen des Kreisverwaltungsreferats vor.

Im Landkreis München fällt der Anstieg nicht ganz so drastisch aus: Zum Stichtag 31. Dezember 2019 waren dort insgesamt 5427 Camper zugelassen. Ende März 2022 waren es insgesamt 6606 Fahrzeuge. Ein Anstieg von knapp 22 Prozent. Dennoch sei es vor allem vor Pfingsten aufgrund vieler Neu- und saisonbedingter Wiederanmeldungen zu langen Wartezeiten bei der Zulassungsstelle gekommen, so Sprecherin Franziska Herr vom Landratsamt. Aktuell habe sich die Situation „ein wenig“ entspannt.

Ganz anders bei den Anwohnern der Straßen, in denen die Wohnmobile zwischen den Urlaubsfahrten abgestellt werden. Zum Beispiel an der Silberdistelstraße in Pasing. Auch jüngst gab es auf der Bürgerversammlung wieder den Antrag, dort das Abstellen von Wohnwagen und Co. zu verbieten. Dieser wurde angenommen. Eine Entscheidung darüber steht zwar noch aus. Doch selbst eine Regelung im Sinne des Antragsstellers dürfte das Thema angesichts der steigenden Zahlen höchstens in andere Straßen verlagern.

Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert

Auch interessant

Kommentare