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Corona-Impfung in München: Stadt erhält zusätzlichen Impfstoff ‒ Sonderaktion „Impfen 60+“ wird verlängert

Corona-Impfung mit Astrazeneca.
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Die Sonderaktion der Stadt München „Impfen 60+“ wird um einen Tag verlängert.
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  • Marie-Julie Hlawica
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Die Stadt München bekommt zusätzlichen Astrazeneca-Impfstoff und verlängert die Sonderaktion „Impfen 60+“. Münchner über 60 Jahren können sich für eine Corona-Impfung anmelden.

  • Bayern hat neue Strategie zur Impfung.
  • Corona-Impfungen in ASZ mit mobilen Impfteams in München.
  • So immunisieren Stadt und Landkreis gegen Corona.

Update: 29. April 2021

Corona-Impfung in München - Stadt bekommt zusätzlichen Astrazeneca-Impfstoff für 1000 Münchner*innen

Die Sonderaktion „Impfen 60+“ mit dem Impfstoff Astrazeneca für Münchner*innen über 60 Jahre im ISAR Klinikum kann um einen zusätzlichen Tag verlängert werden.

Denn die Stadt München hat 1.000 AstraZeneca-Dosen aus den Münchner Krankenhäusern zurückerhalten, die dort nicht verimpft wurden. Somit können sich nun 1.000 Münchner*innen über 60 Jahre zusätzlich für Sonntag, 2. Mai, einen Termin zur Erstimpfung reservieren. Der Termin zur Zweitimpfung erfolgt dann zwölf Wochen später.

Es ist eine glückliche Fügung, dass wir den Impfstoff-Rücklauf aus den Kliniken nun während unserer erfolgreichen Sonderaktion verimpfen können. Die Impfbereitschaft in München ist hoch. Und wir setzen alles daran, dass angesichts des begrenzten Angebots an Impfstoffen jede Möglichkeit genutzt wird, um den Münchner*innen Vakzine zur Verfügung zu stellen.

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek

Sonderaktion „Impfen 60+“ wird um einen Tag verlängert

Die Anmeldung zur Impfung ist ab sofort nach voriger Registrierung in BayIMCO im Internet unter https://www.wir-impfen-muenchen.de möglich.

Impfwillige erhalten nach ihrer Registrierung einen Anamnese- und einen Aufklärungsbogen per E-Mail zugesandt, beide Formulare sind zwingend vorher auszufüllen und bereits vollständig ausgefüllt zusammen mit den anderen notwendigen Unterlagen zur Impfung mitzubringen.

Sonderaktion „Impfen 60+“

Die Sonderaktion „Impfen 60+“ war angelaufen, weil 6.000 AstraZeneca-Dosen im Impfzentrum Riem nicht mehr verimpft werden konnten, da die Erstimpfungen mit dem Vakzin in den Impfzentren zum 19. April auf Wunsch des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege beendet wurde. Die ersten sechs Tage der Aktion waren bereits wenige Stunden nach Anmeldestart ausgebucht; die restlichen Termine waren tags darauf vergeben.

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Update: 28. April 2021

Corona-Impfung im Impfzentrum Riem mit Astrazeneca

Im Impfzentrum Messe Riem stehen Ende der Woche die ersten Zweitimpfungen für Münchner*innen an, die ihre Erstimpfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca erhalten hatten.

Die schon bei der Erstimpfung vereinbarten Termine für die Zweitimpfung bleiben bestehen. Es gibt keine Terminverschiebung, unabhängig davon, mit welchem Impfstoff die Zweitimpfung stattfindet.

Personen, die 60 Jahre und älter sind und bei denen die Erstimpfung mit Astrazeneca durchgeführt wurde, erhalten auch die zweite Impfung mit Astrazeneca.

Für Personen unter 60 Jahre, die ihre erste Impfung mit Astrazeneca erhalten haben, wird die Zweitimpfung gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) mit Biontech oder Moderna durchgeführt.

Es besteht aber auch die Möglichkeit für Personen unter 60 Jahren, die Zweitimpfung im Impfzentrum auf ausdrücklichen persönlichen Wunsch und nach ausführlicher Aufklärung mit Astrazeneca zu erhalten. Welcher Impfstoff gewünscht wird, kann beim Check-In angeben werden.

Corona-Impfung im ASZ Isarvorstadt - Impf-Tag am 06. Mai

Für Senior*innen findet am Donnerstag, den 06. Mai, ein Corona Impf-Tag im Alten- und Service-Zentrum (ASZ) Isarvorstadt statt.

Alle Münchner*innen im Alter von 70 Jahren oder älter, mit Wohnsitz im 2. Stadtbezirk können sich telefonisch an das ASZ Isarvorstadt in der Hans-Sachs-Straße 14 wenden und erhalten einen Termin zur Impfung durch ein mobiles Impfteam.

Um an diesem Termin teilnehmen zu können ist eine telefonische Anmeldung unter 089/ 23 23 98 840 unumgänglich.

Ein Aufklärungsmerkblatt und einen Anamnesebogen können nach der Terminvereinbarung im ASZ Isarvorstadt abgeholt oder im Internet heruntergeladen werden. Der Anamnesebogen muss ausgefüllt zu dem Termin mitgebracht werden.

Corona-Impfung im Hasenbergl am 10. Mai

Senior*innen ab 70 Jahre aus dem Stadtbezirk 24 können sich am 10. Mai in der Diakonie Hasenbergl gegen Covid-19 impfen lassen.

Wir freuen uns, dass wir nun auch wie die anderen Alten- und Seniorenzentren in München unseren älteren Menschen ein solches Angebot zeitnah machen können

 Carla Singer, Leiterin des Bereich Seniorenarbeit und Sozialpsychiatrie in der Diakonie Hasenbergl

Insgesamt 50 Personen können sich am Pfarrer-Steiner-Platz 1 gegen Corona impfen lassen. Anmeldung und Terminvereinbarung bis 6. Mai 2021 unter 089 370 664-34.

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Update: 20. April 2021

Corona-Impfung in München: Sonderaktion „Impfen 60+“ mit Astrazeneca im ISAR Klinikum

Die Landeshauptstadt München wird von Samstag, 24. April, bis einschließlich Samstag, 1. Mai, 6.000 Müncher*innen im Rahmen der Sonderaktion „Impfen 60+“ eine Corona-Impfung mit Astrazeneca im ISAR Klinikum anbieten.

Voraussetzungen sind, dass man 60 Jahre oder älter ist, im bayerischen Registrierungsportal BayIMCO registriert ist und sich ab Freitag, 23. April, zusätzlich in einem Buchungsportal anmeldet.

Der aktuelle Stand der Corona-Impfungen in München im Überblick.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit dieser Sonderaktion ein zusätzliches Impfangebot machen können. Mittlerweile werden in der Landeshauptstadt pro Tag in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit des Impfstoffs bis zu 12.000 Menschen geimpft: im Impfzentrum Riem, in den Hausarztpraxen und in den Alten- und Servicezentren. Die Impfkampagne erhält durch diese Sonderaktionen einen weiteren Schub.

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek

Die Anmeldung zur Impfung ist nach voriger Registrierung in BayIMCO ausschließlich ab Freitag, 23. April, im Internet unter http://www.wir-impfen-muenchen.de möglich. Von einem vorherigen Anmeldungsversuch ist bitte Abstand zu nehmen.

Impfwillige erhalten nach ihrer Registrierung einen Anamnese- und einen Aufklärungsbogen per E-Mail zugesandt, beide Formulare sind zwingend vorher auszufüllen und bereits vollständig ausgefüllt zusammen mit den anderen notwendigen Unterlagen zur Impfung mitzubringen. Personen ohne Termin und ohne die ausgefüllten Unterlagen können leider nicht zur Impfung zugelassen werden.

Die 6.000 Astrazeneca-Dosen konnten im Impfzentrum Riem nicht mehr verimpft werden, nachdem die Erstimpfungen mit dem Vakzin in den Impfzentren ab Montag, 19. April, auf Wunsch des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege beendet wurden.

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Update: 16. April 2021

Stadt München ruft Priorisierungsgruppe 1 und 2 zu Corona-Impfung auf

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie bietet eine Impfung Schutz vor dem Virus. Jedoch scheinen viele Münchner*innen aus den Risikogruppen noch keinen Impf-Termin vereinbart zu haben.

Eine Auswertung der Impfsoftware (BayIMCO) des Freistaats Bayern hat jetzt ergeben, dass 12.500 Münchner*innen aus der 1. Priorisierungsgruppe bereits eine Einladung zur Impfung erhalten, aber noch keinen Termin vereinbart haben. In der Priorisierungsgruppe 2 sind das sogar rund 56.000 Personen.

Das Impfzentrum Riem wird die registrierten Personen jetzt nochmals per E-Mail und SMS erinnern und dazu auffordern, einen Termin zu vereinbaren. Wer seine Registrierung per Impf-Telefon gemacht hat, wird gebeten, dort anzurufen und einen Termin zu vereinbaren.

Bitte vereinbaren Sie einen Impftermin für sich, sobald Sie eine Einladung vom Registrierungsportal BayIMCO per SMS und Mail oder per Brief erhalten. Die Impfung steht Ihnen zu und bietet Ihnen Schutz vor einem möglicherweise tödlichen Virus

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek

Menschen die keinen Termin mehr benötigen, weil sie beispielsweise schon bei Ihrem Hausarzt geimpft wurden, sollen ihren Account bei BayIMCO löschen, fordert Zurek.

Corona-Impfung in München

Wer sich noch nicht im bayerischen Registrierungsportal BayIMCO für einen Impftermin registriert hat, kann dies hier nachholen.

Für Personen ohne eigenen Internet-Zugang ist das Impf-Telefon der Stadt München unter der Telefonnummer 089/90429-2222 täglich von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

Für Senior*innen in München besteht auch die Möglichkeit, sich für eine wohnortnahe Impfung bei einem von 30 Alten- und Service-Zentren (ASZ) anzumelden oder einen Termin bei ihrem Hausarzt zu vereinbaren.

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Update: 1. April 2021

Corona-Impfungen mit Astrazeneca in München wieder aufgenommen

Aufgrund der neuen Empfehlung der Ständigen Impfkommission, den Corona-Impfstoff von Astrazeneca ab sofort nur noch an Personen über 60 Jahre zu verimpfen, musste die Terminvergabe im bayerischen Impfportal entsprechend umprogrammiert werden.

Diese Umprogrammierung ist abgeschlossen, sodass jetzt auch Astrazeneca wieder im Impfzentrum in der Messe Riem verimpft werden kann. Über die Osterfeiertage sind dort insgesamt täglich bis zu 4.600 Impfungen geplant.

Die aufgrund des vorübergehenden Astrazeneca-Stopps derzeit noch unterbrochene Impfkampagne für Kita- und Grundschulpersonal im ISAR Klinikum kann voraussichtlich ab 8. April mit dem Impfstoff von Biontech wieder aufgenommen werden – sofern die für kommende Woche angekündigten Lieferungen auch zuverlässig kommen.

Aufgrund der gegenwärtig nur begrenzten Verfügbarkeit des Impfstoffs von Biontech ist derzeit das Registrierungsportal des ISAR Klinikums geschlossen, bis die bereits dort registrierten Impfberechtigten ihre neuen Termine bekommen haben.

In den Alten- und Service-Zentren (ASZ) werden die Impfungen durch mobile Impfteams ab nächster Woche mit Astrazeneca fortgesetzt.

Rettungsdienst-Chef Aicher rät zu Corona-Impfungen auf der Theresienwiese

Der Chef der Aicher Ambulanz Union, Peter Aicher, rät zu Corona-Impfungen auf der Theresienwiese. „Mein Vorschlag wäre, auf der Theresienwiese zu impfen“, sagte Aicher der „Abendzeitung“ am Donnerstag.

Nicht nur die Aicher Ambulanz Union, sondern auch andere Hilfsorganisationen könnten dort impfen. „Jede hätte ein Zelt, in dem sie impfen könnte. Wie auf dem Oktoberfest. Die Theresienwiese ist ja auf große Massen von Leuten ausgelegt und gut zu erreichen.“

Aichers Rettungsdienst hatte 2018 den Wiesn-Sanitätsdienst übernommen. Er betreibt derzeit eine Corona-Teststation auf der Theresienwiese und organisiert zudem mehrere Impfzentren, unter anderem in der Messe München.

Der Druck sei seit Monaten enorm, sagte Aicher. Anfangs habe es nur wenig Impfstoff gegeben. „Dazu kommt, dass es sehr schwer ist, Impfungen zu planen. Wenn zum Beispiel die Impfung mit Astrazeneca gestoppt oder verändert wird, müssen wir alle bereits vereinbarten Termine sehr kurzfristig umplanen.“

Zudem müssten die verschiedenen Impfstoffe unterschiedlich gelagert und transportiert werden.

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Update: 31. März 2021

Nach vorübergehenden Stopp für Astrazeneca - München stellt Corona-Impfungen um

Nachdem die Gesundheitsministerkonferenz bundesweit die Corona-Impfungen mit Astrazeneca vorerst für Menschen unter 60 Jahren ausgesetzt hat, stellt die Stadt München ihr Impfmanagement um.

Astrazeneca wird ab kommender Woche in den 30 Alten- und Service-Zentren (ASZ) geimpft, denn hier werden vornehmlich Personen über 60 Jahre geimpft, für die dieser Impfstoff unbedenklich ist. Termine, die diese Woche in den ASZ noch anstehen, werden - wie bisher geplant - noch mit Biontech durchgeführt.

Damit Astrazeneca auch im Impfzentrum Riem weiter verimpft werden kann, muss zunächst das bayerischen Registrierungsportal BayIMCO angepasst werden.

Bisher ist in BayIMCO eine Differenzierung nach Alter nicht möglich. Zur Umsetzung der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu Astrazeneca muss die Impfplattform BayIMCO jedoch sicherstellen, dass Terminslots für Astrazeneca nur altersgerecht freigegeben werden. Diese Funktionalität fehlt jedoch bislang.

Leider ist es aktuell auch nicht möglich, im Impfzentrum eine Impfslotfreigabe manuell auf die Gruppe der Ü60 zu beschränken. Bis diese Umprogrammierung von BayIMCO erfolgt ist, können daher keine neuen Termine für AstraZeneca im System freigegeben und somit im Impfzentrum auch keine AstraZeneca-Impftermine vergeben werden. Das Bayerische Gesundheitsministerium hat auf Nachfrage aber bereits in Aussicht gestellt, dass die Umprogrammierung bis zum 2. April durchgeführt wird.

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek

Die gestern ausgesetzten Impfungen des Schul- und Kita-Personals im ISAR Klinikum werden ab kommender Woche mit dem Impfstoff Biontech wieder aufgenommen, sofern die Impfstoff-Lieferungen wie angekündigt eintreffen. Bisher wurden rund 2.000 der 30.000 Berechtigten im ISAR Klinikum geimpft.

In München erhielten bisher rund 23.400 Menschen die 1. Impfung mit Astrazeneca, 12.400 Impfdosen wurden an die Münchner Kliniken abgegeben. Gravierende Nebenwirkungen sind hier nicht bekannt. Zweitimpfungen stehen in München erst ab Mitte Mai an. Die STIKO will bis Ende April entscheiden, wie hier mit Zweitimpfungen bei Unter-60-Jährigen verfahren werden soll. 

Bis einschließlich vergangenen Montag, 29. März, wurden in München insgesamt rund 230.000 Impfungen durchgeführt (151.100 Erst- und 78.900 Zweitimpfungen).

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Letztes Update: 30. März 2021, 16.29 Uhr

Stopp für Astrazeneca - Corona-Impfungen nur noch für Personen über 60 Jahre

Für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca deutet sich eine geänderte Altersempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) an. Das Präparat soll voraussichtlich nur noch für Menschen über 60 Jahre empfohlen werden. Das geht aus einem Beschlussentwurf der Stiko hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auch die „Augsburger Allgemeine“ berichtete darüber.

In dem Entwurf heißt es, basierend auf der momentanen Datenlage empfehle die Stiko „im Regelfall“ die Impfung mit Astrazeneca „nur Menschen im Alter >60 Jahre“. Der Einsatz unterhalb dieser Altersgrenze „bleibt indes nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoakzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung möglich“, heißt es in dem Beschlussentwurf weiter.

Hintergrund der Diskussionen sind Hirnvenenthrombosen, die zuletzt im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen aufgetreten waren, vorwiegend bei Frauen unter 55. Dazu heißt es in dem Beschlussentwurf: „Obwohl deutlich mehr Frauen betroffen waren, schränkt die Stiko vorsorglich ihre Empfehlung für beide Geschlechter ein.“

Gesundheitsminister beraten über weiteren Astrazeneca-Einsatz

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen am Dienstagabend in einer Sondersitzung über den weiteren Umgang mit dem Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca beraten. Bundesminister Jens Spahn (CDU) will seinen Länderkollegen dabei einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen machen, wie sein Ressort in Berlin mitteilte. Die Beratungen sollen um 18.00 Uhr beginnen.

München setzt Impfungen mit Astrazeneca-Impfstoff vorsorglich aus

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) reagiert niedergeschmettert auf die neuen Probleme mit Astrazeneca. Er fordert alle Vertreter von Politik und Wissenschaft auf, endlich für Klarheit bei dem Impfstoff zu sorgen.

Für München bedeute der neue Astrazeneca-Stopp den faktischen Stillstand der Corona-Impfungen, zum Beispiel für Lehrkräfte und Kita-Personal.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung hat die Stadt München entschieden, wie Berlin die Impfungen mit Astrazeneca für Personen unter 60 Jahren vorsorglich auszusetzen, bis die Frage möglicher Impfkomplikationen für diese Personengruppe geklärt ist.

Das betrifft vor allem die geplanten Impfungen im Impfzentrum und im ISAR Klinikum. Die Impfungen in den Alten- und Service-Zentren können fortgesetzt werden.

Landkreis München sagt Impfungen von Personen unter 60 Jahren mit Astrazeneca ab

Auch im Landkreis München wird vorsorglich auf weitere Corona-Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff bei Personen unter 60 Jahren verzichtet. Bereits ausgemachte Termine werden dementsprechend abgesagt.

Impfungen von Personen über 60 Jahren werden jedoch weiterhin durchgeführt.

Der Landkreis will nun die Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern abwarten.

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Update: 25. März 2021

München appelliert an Über-80-Jährige: Lassen Sie sich registrieren und gegen Corona impfen

Mehr als 16.000 Über-80-Jährige in München haben sich laut einer Auswertung der Impfsoftware (BayIMCO) noch nicht für eine Corona-Impfung registriert.

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek appelliert deshalb dringend an alle Münchner*innen über 80 Jahre: „Bitte lassen Sie sich schnellstmöglich für einen Impftermin registrieren. Sobald Sie in BayIMCO angemeldet sind, werden Sie in Kürze einen Impftermin erhalten. Und diejenigen, die bereits eine Einladung erhalten haben, bitte ich: nehmen Sie Ihren Termin wahr. Er steht Ihnen zu und Sie sollten diese Möglichkeit, sich vor einem gerade für Ihre Altersgruppe möglicherweise tödlichen Virus zu schützen, nicht verschenken. Rufen Sie unser Impftelefon an, oder wenden Sie sich an ein Alten- und Service-Zentrum in Ihrer Nähe.“

Das Impf-Telefon der Stadt München zur Registrierung im bayerischen Impfportal BayIMCO ist unter der Telefonnummer 089/90429-2222 täglich von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

Für Senior*innen in München besteht auch die Möglichkeit, sich für eine wohnortnahe Impfung bei einem von 30 Alten- und Service-Zentren (ASZ) anzumelden. Schwerpunkt für die ersten Termine sind die über 80-Jährigen, die bisher noch nicht im Impfzentrum Riem waren.

Für immobile Personen koordinieren die ASZ übergangsweise die Terminierungen für Hausbesuche über die mobilen Impfteams, bis es die Möglichkeit gibt, Impfungen über die behandelnden Hausärzt*innen zu erhalten.

Impf-Telefon ab sofort auch für Über-70-jährige Münchner*innen

Das Impf-Telefon der Stadt München zur Registrierung im bayerischen Impfportal BayIMCO steht ab sofort allen Über-70-Jährigen Münchner*innen ohne eigenen Online-Zugang zur Verfügung. Sie können sich unter der Telefonnummer 089/90429-2222 täglich von 8 bis 18 Uhr im Impfportal registrieren lassen.

Sobald der Algorithmus des Registrierungsportals sie als impfberechtigt auswählt, erhalten sie per Brief eine Termineinladung und können dann über das Impf-Telefon ihren Termin vereinbaren, jedoch erst nach dieser schriftlichen Aufforderung.
Bislang war das Impf-Telefon für Münchner*innen über 80 Jahre reserviert.

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Update: 24. März 2021

Im ASZ Obermenzing findet am 30. März 2021 der erste Corona-Impftag für Senioren über 80 Jahre statt. Alle Bewohner aus Obermenzing mit dem entsprechendem Alter können sich telefonisch unter 089 / 8916817-0 an das ASZ wenden und erhalten dann je nach Kapazität einen Impftermin.

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Update: 23. März 2021

Wohnortnahe Corona-Impfungen in München - Nicht alle ASZ sind dabei

Nach dem Testlauf im Alten- und Servicezentrum (ASZ) Untergiesing mit 130 Corona-Impfungen ist das wohnortnahe Impfangebot für Über-80-Jährige nun in ganz München gestartet.

Insgesamt beteiligen sich 30 der 32 ASZ der Stadt und veranstalten Impftage. Mobile Teams der Aicher Ambulanz sollen pro Einsatz rund 50 Personen immunisieren. Doch wie bei so vielen Aspekten im Zusammenhang mit der Corona-Krise knirscht es auch hier hinter den Kulissen.

So vermeldete die Stadt zunächst, dass im ASZ Neuhausen wegen Renovierungsarbeiten keine Impfungen stattfinden könnten. Ein Missverständnis, wie eine Hallo-Rückfrage ergab. Die Arbeiten sind beendet. Man hofft vor Ort auf einen baldigen Impftag. Keine Angebote wird es dagegen in den ASZs Riem (Nähe zum Impfzentrum) und Schwabing-Ost (Platznot) geben.

Im ASZ Pasing waren innerhalb weniger Tage die 50 Termine am Montag, 29. März, belegt. „Wir sind schon jetzt, eine Woche vorher, ausgebucht. Wir bräuchten dringend noch ein oder zwei weitere Impftage“, sagt Leiterin Claudia Hohendorf am Montag auf Hallo-Anfrage.

Das Angebot spreche viele Menschen an, die sich ansonsten nicht impfen lassen würden. Allerdings wisse sie nicht, ob ein weiterer Tag überhaupt möglich sei. „Wir müssen jetzt einen Stopp machen und werden Wartelisten anlegen, um der Stadt zu zeigen, wie gut es angenommen wird“, sagt Hohendorf. Im ASZ Obermenzing gibt es noch nicht einmal einen ersten Termin. Der Leiter Tobias Deger bedauert: „Wir können nichts Anderes tun, als zu warten.“ Und so geht es aktuell vielen seiner Kollegen.

Das Gesundheitsreferat teilt mit: „Es wird jedes ASZ in den nächsten vier Wochen mindestens einen Impftag anbieten können.“ Bei hoher Nachfrage seien auch mehrere Impftage in einer Einrichtung möglich. Dies sei in Untergiesing, Laim und Aubing (29. März und 1. April) bereits geschehen, beziehungsweise so geplant.

Corona-Impfzentrum in der Messe Riem - So werden die Kapazitäten ausgeweitet

Im Münchner Impfzentrum in Riem werden „rund 4000 Impfungen insgesamt pro Tag durchgeführt, davon waren es vergangenen Sonntag rund 200 Zweitimpfungen“, sagt eine Sprecherin des Gesundheitsreferates auf Hallo-Anfrage.

Aktuell arbeiten dort 495 Personen – im täglichen Einsatz, inklusive 55 KVB-Ärzte. Zusätzlich sind 185 Personen, plus 50 Mitarbeiter am Checkin und 35 Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, vor Ort, die von der Messe München gestellt werden.

Derzeit werden im Impfzentrum die Vakzine Biontech, Moderna und Astrazeneca verimpft. Der kurzfristige Impfstopp von Astrazeneca hieß für München: „Wir mussten insgesamt 1500 bereits vereinbarte Impftermine absagen. Zuvor wurden im Schnitt täglich rund 1000 Personen mit Astrazeneca geimpft.“ Jetzt, nach der Wiederaufnahme von Astrazeneca wird auch das Impfzentrum ausgebaut: „Bis April auf 6000 Personen am Tag“, laut Referat.

Ab April sollen laut Gesundheitsministerium bayernweit niedergelassene Ärzte Corona-Schutzimpfungen verabreichen. Eine Umfrage ergab, dass sich nun 90 Prozent der Münchner Hausärzte bereit erklärt haben, ab April Corona-Schutzimpfungen zu verabreichen. Zwei Hausarztpraxen in der Landeshauptstadt haben bereits mit Impfungen begonnen.

Ebenfalls ausgeweitet wird das kostenlose PoC-Testangebot: Mindestens einmal pro Woche können Bürger ohne Krankheitssymptome einen Gratis-Schnelltest, den sogenannten Bürgertest, in Anspruch nehmen. Diese PoC-Tests werden in Apotheken und privaten Testzentren angeboten.

Dieser Antigentest liefert in 20 Minuten den Corona-Nachweis. Telefonisch oder Online-registriert wird vor Ort der Personalausweis und/oder die Krankenversicherungskarte plus Fragebogen und Einverständniserklärung verlangt. Immer gratis wird der Labor-PCR-Test in Testzentren durchgeführt. Eine Liste mit Apotheken, die einen kostenlosen PoC-Corona-Schnelltest anbieten werden, wird momentan vom Staatsministerium erstellt, meldet das Staatsministerium für Gesundheit.

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Update: 22. März 2021

Wohnortnahe Corona-Impfungen in insgesamt 29 Alten- und Service-Zentren in München

Nach dem Testlauf im ASZ Untergiesing mit 130 Corona-Impfungen startet das wohnortsnahe Impfangebot für über 80-Jährige in ganz München. Am Montag beginnt das ASZ Altstadt, insgesamt beteiligen sich 29 Alten- und Service-Zentren (ASZ)

Oberbürgermeister Dieter Reiter zeigt sich erfreut über die wohnortnahen Impfungen. Dies sei vor allem notwendig, da für viele Ältere der Weg zum Impfzentrum in der Messe Riem zu beschwerlich sei.

Ich danke den Alten- und Service-Zentren für ihre Mithilfe und Unterstützung in dieser gerade für die hochvulnerable Gruppe lebenswichtigen Frage. Bis die Impfungen in den Hausarztpraxen in großem Umfang anlaufen, können Über-80-Jährige jetzt schon in ihrem Wohnumfeld die notwendige Impfung gegen das Corona-Virus erhalten.

Dieter Reiter

Die Impfungen werden nach der vorgegebenen Priorisierung geplant und umgesetzt. Schwerpunkt für die ersten Termine sind die über 80-Jährigen, die bisher noch nicht im Impfzentrum Riem waren.

Auch immobile Personen können sich bei ihrem ASZ im Stadtviertel melden. Für diesen Personenkreis koordinieren die Alten- und Service-Zentren übergangsweise die Termine für Hausbesuche über die mobilen Impfteams, bis es die Möglichkeit gibt, Impfungen über die behandelnden Hausärzt*innen zu erhalten.

An einem Impftag können in einem ASZ mit einem mobilen Impfteam rund 50 Personen geimpft werden. Ziel ist es, regelmäßige Impfangebote zu schaffen.

Drei ASZ können sich nicht beteiligen: Riem aufgrund der Nähe zum Impfzentrum, Schwabing-Ost aufgrund räumlicher Beengtheit und Neuhausen, da dort Renovierungsarbeiten stattfinden.

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Update: 18. März 2021

Mobiles Impfteam in Pasing

65 Bewohner des Quartiers an der Mitterfeldstraße in Pasing wurden vor Ort von einem mobilen Impfteam gegen Corona geimpft. „Es lief alles nach Plan. Die Leute, die teilweise nicht selbst zum Impfzentrum in Riem kommen konnten, waren sehr froh, dass ein Impfteam vorbeigekommen ist“, sagt Nihada Omanovic von der Stiftung Katholisches Familien- und Altenpflegewerk.

Die Stiftung hat den Termin organisiert. Sie betreut das Quartier im Pasinger Osten, in dem fast die Hälfte der Bewohner älter als 65 Jahre ist. Sie bietet im Rahmen des Projektes „Wohnen im Viertel“ einen Pflegedienst, einen Mittagstisch und eine Nachbarschaftshilfe an.

Die Seniorenbeauftragte Franziska Miroschnikoff fordert schon länger, dass vor Ort geimpft werden soll. Sie freut sich, dass es nun an der Mitterfeldstraße geklappt hat und hofft, dass bald auch Impfungen in den beiden Alten- und Servicezentren (ASZ) in Pasing-Obermenzing stattfinden werden. Das sei „die einzig rücksichtsvolle und auch die praktischste Lösung für die Senioren mit Mobilitätseinschränkungen“.

Impftage in den Alten- und Servicezentren (ASZ) im Münchner Westen

Die Alten- und Servicezentren (ASZ) in Pasing und Aubing bieten Impftage für Über-80-Jährige an. Sie finden jeweils am Montag, 29. März, statt.

Wer älter als 80 Jahre ist und im 22. Stadtbezirk wohnt, kann unter Telefon 089/864 66 81 0 einen Termin im ASZ Aubing, Am Aubinger Wasserturm 30, vereinbaren.

Über-80-Jährige, die in Pasing-Obermenzing leben, können sich unter Telefon 089/ 82 99 770 im ASZ Pasing, Bäckerstraße 14, anmelden.

In beiden Einrichtungen ist eine telefonische Anmeldung unumgänglich. Nach der Terminvereinbarung können die Teilnehmer ein Aufklärungsmerkblatt und einen Anamesebogen entweder im ASZ abholen oder auf der Homepage des RKI herunterladen. Den Anamesebogen müssen sie ausgefüllt zum Impftermin mitbringen.

Update, 15. März 2021

Impftage in den Alten- und Servicezentren (ASZ) gefordert

Die Seniorenbeauftragte für Pasing-Obermenzing, Franziska Miroschnikoff, fordert in einem Eilantrag Impftage in den beiden Alten- und Servicezentren (ASZ) des Stadtbezirks und dem Quartier an der Mitterfeldstraße. Ähnlich wie in den Altenheimen sollen mobile Impfteams dort gegen Corona impfen.

Das Ziel sei ein „rascher und einfacher Impfschutz“ für mobilitätseingeschränkte Senioren, für die die Fahrt zum Impfzentrum Riem nicht zumutbar sei, so Miroschnikoff. „In vielen anderen Kommunen sind derartige mobile Impfteams im Gegensatz zur Münchner Organisation längst erfolgreich unterwegs.“

CSU will weiterhin drei neue Impfzentren in München

Die CSU im Münchner Stadtrat fordert weiterhin drei zusätzliche Impfzentren in München. Die Stadt hatte den Ausbau stoppen müssen , weil Bund und Freistaat Bayern die Impfdosen künftig über die Hausärzte verabreichen wollen.

München benötige aber weiterhin auch die Impfzentren - „insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Menge an Impfstoff in den nächsten Monaten weiter erhöht werden soll“, so die CSU. Der gesundheitspolitischer Sprecher Hans Theiss sagt: „Wir dürfen uns nicht nur auf einen einzelnen Trumpf verlassen. Natürlich wäre es am effektivsten, wenn über die Hausärzte geimpft werden könnte, da diese über die ganze Stadt verteilt sind. Aber es ist vollkommen unklar, wann und wie viel die Hausärzte impfen können.“

Update: 10. März 2021

Keine weiteren Corona-Impfzentren in München - Bayern ändert Impfstrategie

Der Bund und der Freistaat Bayern haben überraschend angekündigt, die Corona-Impfstrategie zu ändern und die ab nächstem Monat avisierten zusätzlichen Impfdosen nun über die Hausärzte und nicht, wie bislang geplant, über die städtischen Impfzentren zu verimpfen.

Die Stadt München kann deshalb den vom Stadtrat beschlossenen und bereits vorbereiteten Aufbau von drei weiteren Impfzentren jetzt nicht umsetzen.

Das Impfzentrum in der Messe Riem wird ab April bis zu 6.000 Impfungen am Tag durchführen können und verfügt damit über ausreichend Kapazität, um die jetzt vom Gesundheitsministerium in Aussicht gestellten Impfstoffmengen zügig verimpfen zu können.

Münchens Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek kritisiert die plötzliche Strategieänderung der bayerischen Staatsregierung. Seit der letzten Ankündigung des Gesundheitsministerium habe die Stadt größte Kraftanstrengungen unternommen, um die Impfkapazität in der Messe Riem zu erweitern. Außerdem seien weitere Impfzentren in München geplant worden, da dies ein maßgeblicher Bestandteil der bayerischen Impfstrategie sei.

Heute dann der für uns alle sehr überraschende Sinneswandel, dass die Kapazitäten in den Impfzentren nicht ausgebaut und stattdessen die Impfungen wesentlich durch Hausärzte erfolgen sollen. Es ist für uns als Gesundheitsamt ausgesprochen schwierig, Planungen umzusetzen, wenn sich die Impfstrategie von Bund und Land in dieser für uns alle lebenswichtigen Frage so schnell und unberechenbar ändert

Beatrix Zurek

Hinsichtlich der Impfungen für bevorrechtigte Lehr- und Erziehungskräfte sowie weiteres Personal an Schulen, Kitas und in der Kindertagespflege könne zeitnah mit der Durchführung begonnen werden.

Die Terminvergabe dafür soll ab Mitte nächster Woche starten. Die Einrichtungen werden bis zum Ende der Woche weitere Informationen zum genauen Ablauf erhalten.

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Update: 3. März 2021

Bezirksausschuss fordert Corona-Impfungen durch Hausärzte und mobile Teams

Der Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing begrüßt zwar, dass es weitere Impfzentren in München geben soll. Die Viertelpolitiker halten es allerdings für wichtiger, mobile Impfteams einzusetzen und die Hausärzte mit einzubeziehen. „Das sind die Lösungen, mit denen man die meisten Leute erreicht“, sagte Lucas Brunkhorst (Grüne).

„Wir müssen unbedingt die Hausärzte ins Boot holen. Sie impfen seit Jahren und haben die nötige Infrastruktur. Die Leute wissen, wie sie dort hinkommen und die Impfstoffe - auch der von Biontech - können bis zu vier Tage im Kühlschrank gelagert werden“, sagte auch Constanze Söllner-Schaar (SPD) bei der jüngsten Sitzung.

Update: 2. März 2021

Für mehr Corona-Impfungen in München - Gesundheitsreferat beantragt zusätzliche Impfzentren

München soll mehr Corona-Impfstoff bekommen. Das Gesundheitsministerium hat angekündigt, dass der Stadt ab April rund 13.000 Impfdosen täglich bereitgestellt werden können. Um dann diese Menge auch zügig verimpfen zu können, müssen die bestehenden Kapazitäten weiter ausgebaut werden.

Das Gesundheitsreferat wird deshalb morgen im Stadtrat beantragen, weitere Impfzentren im Stadtgebiet mit einer Gesamtkapazität von 6.000 Impfungen am Tag einzurichten. Zusätzlich sollen die Kapazitäten im Impfzentrum in der Messe Riem auf täglich 7.000 Impfungen erhöht werden.

Neben der Kapazitätsausweitung sollen mit den weiteren Impfzentren zusätzliche, wohnortnahe Angebote geschaffen werden. Außerdem können sie als dezentrale Ausgangsbasis für mobile Impfteams fungieren, die dann vor allem auch mobilitätseingeschränkte Personen etwa in Alten- und Servicezentren versorgen können.

Welche Standorte für die zusätzlichen Impfzentren am besten geeignet sind, wird derzeit abschließend geklärt. Auch das Vergabeverfahren für den Betreiber der weiteren Impfzentren ist bereits vorbereitet.

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Update: 19. Februar 2021

Dass sich Münchens einziges Impfzentrum in Riem befindet, sorgt weiterhin für große Unzufriedenheit im Münchner Westen. Die Pasinger Ortsgruppe des Vdk, die Seniorenbeauftragte von Pasing-Obermenzing und die örtlichen Bezirksausschüsse fordern von der Stadt und Oberbürgermeister Dieter Reiter dringend Verbesserungen.

Seniorenbeirätin Franziska Miroschnikoff erhält viele „besorgte, ja angstvolle Anfragen“ wegen der Impfungen. „Es ist für ganz viele der jetzt priorisierten Senioren unvorstellbar schwer, nach Riem zu fahren“, schreibt sie an Reiter. Sie fordert daher dezentrale und ortsnahe Impfmöglichkeiten oder zumindest Shuttle-Busse, die die Senioren aus den Stadtvierteln zum Impfzentrum bringen.

VdK hält die derzeitige Regelung für zu große Belastung für Senioren aus dem Münchner Westen

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dauere die Fahrt nach Riem insgesamt mindestens eine Stunde, mit dem Auto seien es 42 Kilometer. Zuletzt habe die Stadtverwaltung zudem Taxi-Gutscheine für Senioren abgelehnt.

„Die Impfakzeptanz – auch der älteren Bevölkerung – ist bis jetzt noch nicht überragend hoch und wird durch diesen weiten und beschwerlichen Weg sicher nicht gesteigert werden“, monieren die beiden Vorsitzenden Christina Radinger und Herbert Flammensbeck.

Herbert Flammensbeck und Christina Radinger vom VdK Pasing „üben“ schonmal vor der VHS Pasing.

Sie schlagen deshalb das Alten- und Servicezentrum, die Volkshochschulen oder den Rathaussaal als Standorte für ein Impfzentrum in Pasing vor. Ähnlich sieht es der Bezirksausschuss Allach-Untermenzing, der – wie seine Kollegen aus Pasing, Aubing und Hadern – einstimmig ein Impfzentrum im Münchner Westen fordert.

Mobile Impfteams für eingeschränkte Senioren in München

Inzwischen hat OB Reiter zumindest angekündigt, dass mobilitätseingeschränkte Senioren von mobilen Teams geimpft werden sollen. Weil das allerdings noch dauern kann, fordert der Aubinger BA auf Antrag der CSU einen Fahrdienst für diese Personengruppe.

Die Grünen zeigten sich skeptisch und präferierten weiter eine dezentrale Lösung. Barbara Götz-Schubach (CSU) entgegnete: „Ein Impfzentrum vor Ort wäre wunderbar, aber das haben wir noch nicht. Viele Menschen haben aber jetzt schon Termine.“ Letztlich stimmte das Aubinger Gremium für den Fahrdienst als Zwischenlösung.

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Update, Freitag, 15. Januar, 16.25 Uhr:

Probleme bei Registrierung für Corona-Impfung

Eigentlich wollten sich Brigitte Aul und ihr Mann beide auf impfzentren.bayern für die Corona-Impfung registrieren. Doch das klappte nicht. Das Problem: Jede E-Mail-Adresse kann nur einmal für die Registrierung verwendet werden. „Das ist frustrierend. Mein Mann und ich haben eine gemeinsame E-Mail-Adresse“, kritisiert Aul.

Ein Sprecher des Bayerischen Gesundheitsministeriums erklärt: „Die Sicherheit der persönlichen Daten der Bürger hat einen hohen Stellenwert. Für die Erfassung von sensiblen Daten im Internet wird daher eine sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung benötigt. Das heißt, jeder Nutzer muss zwei unterschiedliche Faktoren der Erreichbarkeit zu seiner eindeutigen Identifizierung angeben.“ Einer sei die E-Mail-Adresse, die pro Person nur einmal verwendet werden könne. Der zweite sei eine Handynummer, die jedoch für mehrere Personen genutzt werden könne. 

Der Sprecher des Gesundheitsministeriums verweist darauf, dass bei Problemen auch eine Anmeldung per Telefon entweder unter der bundesweiten Nummer 116117 oder direkt beim regionalen Impfzentrum möglich sei. In München ist das die Nummer 089/90429-2222 . Allerdings sollen sich dort nur Münchner melden, die älter als 80 Jahre sind.

Beschwerdebrief an Staatsregierung

Auch Heinrich Eder, der bereits ein weiteres Impfzentrum im Münchner Westen gefordert hatte, kritisiert die Registrierung für die Corona-Impfung. Er lebe mit seiner Frau und seinem schwerbehinderten Sohn zusammen. „Wir sind drei Personen in einem Haushalt und wahrscheinlich in der gleichen Prioritätsgruppe.“ Dennoch könne er keinen gemeinsamen Impftermin vereinbaren. Weil das Impfzentrum in Riem so weit entfernt ist, würden bei drei einzelnen Terminen mehr als 1000 Euro Taxikosten entstehen.

In einen Schreiben an Bayerische Staatsregierung fordert er daher drei weitere Impfzentren 3 weitere Impfzentren verteilt über die Stadt. Außerdem: „Familien beziehungsweise Haushalte sollten gemeinsam vorgeladen werden, damit sich die Kosten und Risiken der Anfahrt reduzieren – im übrigen auch wegen der Ansteckungsgefahr in der Familie.“

Update, Donnerstag, 14. Januar, 18.05 Uhr:

München: Hotline für Corona-Impfung

Die Stadt München richtet ab Freitag, 15. Januar, ab 11 Uhr eine Impf-Hotline ein. Täglich von 8 bis 18 Uhr können sich unter unter Telefon 089/90429-2222 Münchner, die älter als 80 Jahre sind und keine Internetzugang oder keine eigene E-Mail-Adresse haben, für die Corona-Impfung registrieren.

Die Impfwilligen nennen dem Mitarbeiter an der Impf-Hotline ihre Daten wie vollständigen Namen, Geburtsdatum, Meldeadresse und Telefonnummer. Eine Mobiltelefonnummer ist günstig, da man dann auch den Impftermin per SMS erhält. Ist kein Mobiltelefon vorhanden, wird die Festnetznummer aufgenommen. Haben die Impfwilligen keine E-Mail-Adresse und keine Mobiltelefonnummer, wird die Benachrichtigung eines Impftermins schriftlich per Post übermittelt. Nach der Abfrage einiger Gesundheitsfragen ist die Registrierung abgeschlossen.

Sobald ein Impftermin für die registrierte Person verfügbar ist, wird dieser ihr per SMS oder Brief übermittelt. Da aktuell nicht genügend Impfstoff zur Verfügung steht, ist mit einer stationären Impfung der Über-80-Jährigen in der Messe München erst ab Ende Januar/Anfang Februar zu rechnen.

Die Hotline richtet sich nur an Über-80-Jährige. Alle anderen Münchner sollen sich über die Homepage impfzentren.bayern registrieren.

Update, Donnerstag, 14. Januar:

Auch der Stadtratsfraktion der CSU reicht ein einziges Impfzentrum für München nicht. Sie fordert in einem Antrag sogar drei weitere Standorte. Die Stadt soll weitere Impfzentren im Norden, Westen und Süden einrichten und zudem einen mobilen Impfbus ein setzen.

Es gebe zwar in der Messe München in Riem ein gut funktionierendes Impfzentrum, aber: „Die Lage im östlichen Teil der Stadt stellt gerade für die impfbereiten Bürger ein Problem durch den weiten Anfahrtsweg dar. Durch drei weitere, über das Stadtgebiet verteilte Impfzentren und mit dem Einsatz eines mobilen Angebots durch einen Impfbus kann die Strapaze und das erhöhte Gefährdungsrisiko, durch den teilweisen sehr langen Weg in den Münchner Osten, entfallen“, Alexander Reissl, Hans Theiss, Alexandra Gaßmann und Heike Kainz in ihrem Antrag.

München - 2900 Personen haben seit Ende Dezember in München eine erste Impfung gegen Covid-19 erhalten (Stand 7. Januar). Bisher erfolgten die Immunisierungen mithilfe mobiler Teams.

Ab Februar öffnet dann auch das Impfzentrum auf dem Messegelände in Riem. Hier können täglich bis zu 2000 Menschen geimpft werden, eine Erweiterung auf 8000 Impfungen wäre möglich. Ob eine einzige Einrichtung für die Millionen-­Stadt München aber ausreicht, sehen Bürger und Lokalpolitiker kritisch.

„Es ist für ältere Leute eine Zumutung, wenn sie beispielsweise von Pasing nach Riem fahren müssen – von der Ansteckungsgefahr in der U-Bahn ganz zu schweigen“, klagt der Pasinger Heinrich Eder (77). Insgesamt gibt es bisher in Bayern 99 Impfzentren. Dass die Landeshauptstadt nur eines davon eingerichtet hat, kritisiert Eder.

Heinrich Eder fordert neben dem Impfzentrum in Riem mindestens einen weiteren Standort in München.

Weil es noch an Impfstoff mangelt, wurde bisher in München vor allem in Pflegeeinrichtungen geimpft. Auch die Krankenhäuser hätten damit begonnen, ihr Personal auf Intensivstationen und in Notaufnahmen zu immunisieren. Zahlen hierzu sind dem Münchner Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) nicht bekannt.

An die circa 87 000 Münchner, die älter als 80 Jahre sind und daher als erstes geimpft werden sollen, hat die Stadt Anfang Januar ein Informationsschreiben versendet, in dem die Senioren um Geduld gebeten werden. Sobald ausreichend Impfstoff vorhanden sei, wird laut RGU erneut ein Schreiben mit konkreten Terminvorschlägen versendet.

Solange nur begrenzt Impfstoff zur Verfügung steht, wird bislang noch ausschließlich mit mobilen Impfteams in vollstationären Pflegeeinrichtungen (Bewohner*innen und Pflegepersonal) geimpft. Neben den Impfungen durch die städtischen Impfteams haben auch die Krankenhäuser damit begonnen, medizinisches Personal etwa auf Intensivstationen und in Notaufnahmen zu impfen. 

Impfstart in Riem?

Wann mit den Impfungen in der Messe Riem begonnen werden kann, hängt davon ab, wann ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht.

Nach jetzigem Stand ist laut Gesundheitsreferat mit einem Beginn der stationären Impfung der höchsten Prioritätsstufe (Über 80-jährige) in der Messe Riem frühestens Ende Januar / Anfang Februar zu rechnen. Ein früherer Impfstart wäre möglich, wenn mehr Impfdosen geliefert werden.

Die Stadt arbeitet aktuell außerdem an einer Strategie für pflegebedürftige Ältere, die nicht ohne Weiteres eigenständig das Impfzentrum aufsuchen können, so das RGU. Im Landkreis München ist man hier bereits weiter (siehe unten).

Weiteres Impfzentrum für Münchner Westen?

Den Viertelpolitikern in Pasing-Obermenzing reichen die geplanten Maßnahmen der Landeshauptstadt nicht aus. Sie beantragen in einem Antrag aller Fraktionen im Bezirksausschuss ein zusätzliches Impfzentrum im Münchner Westen.

Initiatorin Alexandra Myhsok (Grüne) sagt: „Für Einwohner des Münchner Westens ist die lange Anfahrt ein Problem. Vor allem Senioren über 80 Jahre, die in den kommenden Wochen geimpft werden sollen, sind oft in ihrer Mobilität eingeschränkt. Der Transport mit dem ÖPNV birgt gerade für die Zielgruppe der älteren Menschen und vulnerablen Gruppen ein hohes Gesundheits- und Ansteckungsrisiko.“

Für Einwohner des Münchner Westens ist die lange Anfahrt ein Problem. Vor allem Senioren über 80 Jahre, die in den kommenden Wochen geimpft werden sollen, sind oft in ihrer Mobilität eingeschränkt. Der Transport mit dem ÖPNV birgt gerade für die Zielgruppe der älteren Menschen und vulnerablen Gruppen ein hohes Gesundheits- und Ansteckungsrisiko.

begründet Initiatorin Alexandra Myhsok den Antrag

Myhsok kann sich beispielsweise ein zusätzliches Impfzentrum im Kulturzentrum „Backstage“ am Hirschgarten, der Pasinger Fabrik oder der Alten Messe vorstellen. Auch der Bezirksausschuss Laim setzt sich für ein weitere Impfzentrum im Münchner Westen ein: „Auf ihre Eignung hin geprüft werden könnten z.B. die Pasinger Fabrik, das Backstage, die ehemalige Paketposthalle sowie Container oder ein Wies‘nzelt auf der Theresienwiese“, heißt es in einem Antrag aller Parteien. Die Aubinger Grünen wollen ebenfalls einen entsprechenden Antrag stellen. Doch das RGU teilt mit, es sei „nach jetzigem Planungsstand“ nur ein Impfzentrum für München vorgesehen, das in Riem eingerichtet wurde.

Für Entlastung sorgen könnte auch eine Kooperation mit dem Landkreis. Der plant gerade sein viertes Impfzentrum in Planegg. Wie in den drei bestehenden Zentren im Landkreis werden dort 350 Impfungen pro Tag stattfinden.

Obwohl die Gemeinde nur wenige Kilometer von der Stadtgrenze entfernt ist, werden die Münchner nicht profitieren. Da die Impfdosen anhand der Einwohnerzahl vergeben werden, „muss sich jeder in seiner Heimatkommune impfen lassen“, so Franziska Herr, Sprecherin des Landratsamtes.

Registersystem des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege

Seit dieser Woche ist ein Portal des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege online, auf dem man sich anmelden und auf eine Warteliste setzen lassen kann.

Die Terminvergabe soll entsprechend der vom Bund festgelegten Prioritäten, also streng nach Alter und Vorerkrankungen, erfolgen. Was sich einfach anhört, scheint noch nicht ganz ausgereift zu sein.

Als die Redaktion das Registriersystem unter www.impfzentren.bayern am Dienstagnachmittag aufzurufen versuchte, erschien stattdessen zeitweise die Fehlermeldung „502 Bad Gateway“. Kein Datenaustausch möglich.

Das sieht die Impfstrategie des Landkreises München vor

Im Landkreis wurden bisher 2400 Erstimpfungen durchgeführt. Dort gibt es Einrichtungen in Haar, Oberhaching und Unterschleißheim. Ein weiteres Impfzentrum soll voraussichtlich Anfang Februar in Planegg in Betrieb gehen.

Nach Auskunft des Landratsamtes wird das Zentrum für die Gemeinden Gräfelfing, Neuried, Planegg, Baierbrunn, Pullach und Schäftlarn zuständig sein.

Bürger, wie Heinrich Eder fordern neben dem Impfzentrum in Riem mindestens einen weiteren Standort in München.

Auch für Menschen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes kein Impfzentrum aufsuchen können, gibt es bereits konkrete Überlegungen:

„Personen, die ihre Wohnung nicht mehr verlassen können, sollen nach unserer derzeitigen Planung nach Abschluss der Impfungen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen von den mobilen Impfteams aufgesucht werden. Dies wird aber angesichts der nur langsam aufwachsenden Impfstoffverfügbarkeit noch einige Zeit dauern“, so Franziska Herr, Sprecherin des Landratsamtes.

soph/andy

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