Abstandhalter mit Stil

Ein „Corona-Hut“ für das Münchner Stadtmuseum

Der "Corona-Hut" von Nicki Marquart wird im Münchner Stadtmuseum als Gegenstand aus der Corona-Pandemie ausgestellt. Der Kopfschmuck hat eine Spannweite von 1,5 Metern

  • Das Münchner Stadtmuseum stellt einen "Corona-Hut" aus.
  • Der Kopfschmuck hat eine Spannweite von 1,5 Metern.
  • Das Museum stellt das Werk von Nicki Marquardt als Gegenstand der Corona-Pandemie aus.

Im Münchner Stadtmuseum können Besucher bald einen "Corona-Hut" bestaunen. Diesen hat das Museum von der Sammlung  Mode/Textilien/Kostümbibliothek erworben. 

Geschaffen hat dieses Prachtstück mit einer Krempe von 1,5 Metern Spannweite die Hutmacherin und Modisten-Meisterin Nicki Marquardt. Es besteht aus 2,5 Kilometern geflochtener Strohborte, wiegt vier Kilo und wurde in 100 Arbeitsstunden von Hand angefertigt.

Hutmacherin Nicki Marquardt und ihre Mitarbeiterin arbeiten am Corona-Hut

Die Philosophie dahinter ist laut Marquart: „Es gibt für jede Gelegenheit den richtigen Hut.“ So habe sie während des Lockdowns ein Exemplar geschaffen, das eindeutig signalisiere, dass Abstand gehalten werden müsse. 

Das Münchner Stadtmuseum bekommt einen "Corona-Hut"

Der „Corona-Hut“ ist vom 23. Juni bis 12. Juli in der Lounge des Museums zu sehen. Dessen Erwerb stelle einen großen Gewinn und eine gelungene Ergänzung der Sammlung dar, da er die Corona-Krise in München auf besondere Weise dokumentiere, hieß es.

Hutmacherin Nicki Marquardt und die Museumsdirektorin Dr. Frauke von der Haar präsentieren den Corona-Hut vor dem Münchner Stadtmuseum.

Das Stadtmuseum sammelt seit April als Gedächtnis der Stadt Gegenstände, die zeigen sollen, wie sich die Corona-Pandemie auf München und seine Bürger auswirkt habe und weiter auswirke. Die Einsendungen würden in digitaler Form in einem Schaufenster im Rosental präsentiert und ebenfalls auf der Internetseite unter www.muenchner-stadtmuseum.de.

Die Sammlung Mode/Textilien/Kostümbibliothek umfasst laut Mitteilung Kleidung und Accessoires aller Art. Die Spannbreite reicht von Alltagskluft bis zu Haute Couture, vom Anfang des 18. Jahrhunderts bis zur aktuellen Gegenwart. Der Bestand besteht derzeit aus rund 60.000 Objekten.

KNA/jh

Rubriklistenbild: © Münchner Stadtmuseum

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