Über 30 Fahrzeuge

MVG-Busse und Autos massiv beschädigt: Münchner Polizei schnappt mutmaßlichen Serientäter

Am Betriebshof der MVG München Ost wurden 30 Busse sowie weitere Pkw und Kleinbusse beschädigt.
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Am Betriebshof der MVG München Ost wurden 30 Busse sowie weitere Pkw und Kleinbusse beschädigt.
  • vonFranziska Boner
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Erhebliche Sachbeschädigungen an Fahrzeugen beschäftigte die Münchner Polizei seit Jahren. Jetzt haben die Beamten einen mutmaßlicher Täter in Untersuchungshaft gesteckt.

  • Ein mutmaßlicher Serientäter wurde nun von der Münchner Polizei festgenommen.
  • Über 30 Fahrzeuge soll er beschädigt haben.
  • Ein Sachschaden von mehreren Tausend Euro entstand.

München - Ein ermittelter mutmaßlicher Serientäter war in München als Busfahrer bis Ende 2017 tätig. Aufgrund Auseinandersetzungen mit Kollegen musste er sich vor Gericht verantworten, woraufhin er damals entlassen wurde.

Vermutlich aus Rache beschädigte der im dringenden Tatverdacht stehende 48-Jährige anschließend massiv den privaten Pkw eines ehemaligen Kollegen. Hier entstand ein Sachschaden von ca. 30.000 Euro.

Im Jahr 2020 wurden am Betriebshof der MVG München Ost 30 Busse sowie weitere Pkw und Kleinbusse beschädigt, wobei unter anderem Keilriemen durchtrennt und Reifen beschädigt wurden.

Der Schaden wurde bislang auf rund 35.000 Euro geschätzt. Teilweise musste die MVG den Fahrplan im MVV-Netz kurzfristig umstellen. In dem Zusammenhang wird auch eine weitere Serie aus dem Jahr 2019 im gleichen Betriebshof untersucht, wo ebenfalls mehrere Busse beschädigt wurden.

Ein weiteres Mal wurden Firmen und Kundenfahrzeuge beschädigt

Der mutmaßliche Täter fand Ende des Jahres 2020 eine Anstellung bei einem Abschleppunternehmen im Münchner Umland. Auch hier wurde dem 48-Jährigen nach Unregelmäßigkeiten gekündigt.

In der Folge kam es zu Beschädigungen von Firmen und Kundenfahrzeugen, wo unter anderem an einem Pkw die Radmuttern gelockert wurden. Ein Zusammenhang mit den vorangegangenen Verfahren wird derzeit geprüft.

Der Sachschaden hier beläuft sich auf mehrere tausend Euro. Zudem steht der 48-Jährige im Verdacht, den ehemaligen Arbeitgeber Drohungen zugestellt zu haben, in dem er beleidigt und mit dem Niederbrennen der Werkstatt drohte.

Gegen den 48-Jährigen wurden nun durch die Staatsanwaltschaft München I ein Haftbefehl sowie ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt. Diese Beschlüsse wurden am Mittwoch, 10.02.2021 von der Münchner Polizei vollzogen.

Hierbei wurde der 48-Jährige festgenommen und dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts München vorgeführt. Die gesamten Ermittlungen werden beim Kommissariat 26 geführt und dauern an.

Polizeipräsidium München/fb

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