Kleintransporter rast in Personengruppe

Münchner Polizei untersucht Rockermilieu wegen dem Angriff auf eine Personengruppe mit einem Kleintransporter

Am Mittwoch ist in München ein Auto in eine Personengruppe gerast. Anschließend wurde auf die Verletzten eingeschlagen. Polizei mit ersten Festnahmen und weiteren Hintergründen zur Tat

  • München: Kleintransporter rast in Personengruppe
  • Tat ereignete sich im Münchner Norden
  • Polizei nimmt weitere Personen fest

München - In München sind am Mittwoch drei Menschen verletzt worden, als ein Auto in eine Personengruppe raste. Anschließend prügelten die Insassen auf die Opfer ein.

Polizei durchsucht Münchner Rockermilieu nach Attacke mit Kleintransporter

Update: 12. Juni, 14.02: Nach der Attacke von Mitgliedern einer Rockergang auf einen Mann auf offener Straße in München hat die Polizei fünf Häuser in der bayerischen Landeshauptstadt durchsucht. „Wir haben konkrete Tatverdächtige, nach denen wir suchen“, sagte der Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums, Marcus da Gloria Martins, am Freitag.

Nach Berichten Münchner Medien soll es sich bei der Angreifergruppe um Mitglieder der „Hells Angels“ handeln. Sie hatten demnach einen 45 Jahre alten Mann attackiert, der Verbindungen in die Türsteher-Szene und zu einer konkurrierenden Rockerbande hat.

Die Polizei bestätigte, dass sich die Ermittlungen auf das Rockermilieu konzentrieren, die Abteilung für Organisiertes Verbrechen ermittelt. Mindestens drei der nach derzeitigem Stand fünf Angreifer seien namentlich bekannt. Fünf zunächst festgenommene Männer seien inzwischen wieder auf freiem Fuß, sagte da Gloria Martins.

Am Mittwoch hatten die bislang nicht gefassten Täter den 45-Jährigen in der Nähe des Münchner Nordfriedhofs angegriffen - unter anderem mit einer zunächst nicht näher identifizierten Stichwaffe.

Als zwei Bekannte ihm zur Hilfe kommen wollten, näherte sich ein schwarzer Kleintransporter, der in die Gruppe und auf den am Boden liegenden 45-Jährigen zufuhr und mindestens einen der drei Männer berührte und verletzte. Danach stiegen die Insassen aus und gingen - gemeinsam mit den Tätern, die vorher schon den 45-Jährigen angegriffen hatten - wieder auf die Gruppe los.

Die drei angegriffenen Männer kamen ins Krankenhaus, sind dort inzwischen aber nicht mehr, wie da Gloria Martins sagte. Mindestens einer von ihnen habe sich selbst entlassen.

Auto fährt in Personengruppe: Polizei München gibt weitere Details bekannt

UPDATE 11. Juni, 12 Uhr: Im Laufe der Nacht haben die Ermittler der Münchner Polizei zahlreiche Vernehmungen durchgeführt und Spuren ausgewertet. Dadurch konkretisiert sich derzeit das Bild des Tatablaufes. 

In Ergänzung zu den ersten vorläufigen Ermittlungsergebnissen des gestrigen Tages wurde die Gruppe der geschädigten drei Personen offensichtlich an der Örtlichkeit von mehreren Personen zu Fuß auf dem Gehweg abgepasst und direkt körperlich angegangen. 

Dabei konzentrierten sich die Angriffe insbesondere auf einen 45- jährigen aus dem Landkreis München. Bei diesem Angriff kam, nach dem derzeitigen Ermittlungsstand, auch ein Stichwerkzeug zum Einsatz. 

München: Auto fährt in Personengruppe - Opfer auch zuvor schon körperlich angegangen

Nachdem die drei angegriffenen Personen zu Boden gegangen waren, entfernte sich die Gruppe der Angreifer, gleichzeitig näherte sich ein schwarzer Kleintransporter, der dann über den Gehweg auf die am Boden befindlichen Personen zufuhr. Es kam dann zu weiteren tätlichen Auseinandersetzungen durch Insassen des Kleintransporters, sowie Personen, die bereits zuvor gegen die drei Geschädigten vorgegangen sind. 

Sowohl die Angreifer als auch die Insassen des schwarzen Kleintransporters entfernten sich dann, wie gestern bereits berichtet, mit mehreren Fahrzeugen. Die aktuellen Ermittlungen verdichten die Hinweise darauf, dass alle Personen gemeinsame Bezüge in das sogenannte Rockermilieu haben. 

Im Zuge intensiver Ermittlungsmaßnahmen wurden im Verlaufe der Nacht im Großraum München aufgrund entsprechender Hinweise bzw. Verdachtsmomente fünf Personen vorläufig festgenommen oder auf Polizeidienststellen gebracht. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Medieninformation sind von diesen Personen vier wieder entlassen worden. 

Die Ermittlung hinsichtlich einer möglichen Tatbeteiligung bzw. Zugehörigkeit zu entsprechenden Gruppierungen dauern an. Im Zuge der weitläufigen Fahndung konnte gegen 20:00 Uhr der schwarze Kleintransporter im Münchner Stadtteil Am Hart aufgefunden werden. Das Fahrzeug wurde zur Spurensicherung sichergestellt, abgeschleppt und wird derzeit untersucht. 

München: Polizei sucht weiterhin nach Zeugen

Die Ermittlungen werden durch das Kriminalfachdezernat 3 -Organisierte Kriminalität/ Rocker- geführt. Die weiteren Ermittlungen sind geprägt von intensiven Nachvernehmungen der Geschädigten sowie weiterer Auswertung der vorliegenden Zeugenaussagen, Hinweise und Spuren. 

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können oder zur Tatzeit Videoaufnahmen am Tatort gemacht haben, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

In München fährt Auto in Personengruppe: Polizei nimmt drei Personen fest

UPDATE 11. Juni, 8.15 Uhr: München - Ein Kleintransporter rast in München in eine Personengruppe auf dem Gehweg - wohl mit voller Absicht. Danach schlagen Fahrzeuginsassen auf die Passanten ein. 

Nach diesem Angriff am Mittwoch mit drei Verletzten fahndet die

Polizei

nach den Tätern - und bittet Zeugen um Hinweise. Drei Personen wurden festgenommen. Es werde nun „die Art der Tatbeteiligung“ geprüft, sagte ein Sprecher der Münchener Polizei am frühen Donnerstagmorgen.

Wie genau sie mit dem Vorfall in Zusammenhang stehen, ist noch nicht klar. Einzelheiten zu der Identität der Personen teilte die Polizei nicht mit. „Offensichtlich haben wir es mit einer äußerst brutalen Auseinandersetzung polizeibekannter Rockergruppen zu tun“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dem Sender „Antenne Bayern“ und „bild.de“.

In München fährt Auto in Personengruppe: Opfer sind im Krankenhaus, schweben aber nicht in Lebensgefahr

Die sechs Insassen des Fahrzeugs seien auf die angefahrene Gruppe losgegangen und hätten „gewaltsam auf sie eingewirkt“, teilte die Polizei nach dem Vorfall am Mittwochnachmittag mit. Drei Männer im Alter zwischen 42 und 56 Jahren wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht - schweben aber nicht in Lebensgefahr.

Ob die Verletzungen durch die Kollision mit dem Fahrzeug oder durch die nachfolgende Prügelei zustande kamen, war zunächst unklar. Nach Angaben von Zeugen sei bei dem Angriff auch ein Stichwerkzeug benutzt worden, hieß es.

Die Polizei teilte mit: „Nach den ersten vorläufigen Ermittlungen gab es eine Vorbeziehung zwischen den Tätern und den Verletzten, die auf einen Zusammenhang mit dem Rocker-Milieu hindeutet.“

Der Bereich um den Tatort wurde von zahlreichen Polizisten weiträumig abgesperrt, dazu wurde eine Großfahndung eingeleitet. Ein Hubschrauber kreiste über dem Stadtteil Schwabing-Freimann. „Die Fahndung läuft auf Hochtouren“, sagte ein Polizeisprecher. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach ersten Erkenntnissen nicht.

Innenminister Herrmann sagte weiter: „Es ist unerträglich, dass solche Bandenkriege auf offener Straße in München ausgetragen werden. ... Dass inzwischen bereits die ersten Tatbeteiligten festgenommen werden konnten, ist ein großartiger Erfolg unserer Polizei.“

Polizei München: Nachdem Auto in Personengruppe gerast ist, ist die Tatortarbeit beendet, Ermittlungen laufen weiter

UPDATE 10. Juni, 20.45 Uhr: Wie die Polizei München gerade auf ihrem Twitter-Account mitteilt, ist die direkte Tatortarbeit nun beendet. Die Ermittlungen, insbesondere die Fahndung nach den noch immer flüchtigen Tätern, laufe aber weiter.

Am Mittwoch-Nachmittag ist im Münchner Norden ein Auto in eine Personengruppe gerast. Anschließend verprügelte eine Gruppe von vermutlich sechs Personen - Insassen des Wagens - die Opfer auch noch.

Polizei München: Täter noch flüchtig - Hubschrauber über Schwabing

UPDATE 10. Juni, 19.35 Uhr: Die Täter waren bis zum Abend flüchtig. Der Bereich um den Tatort wurde von zahlreichen Polizisten weiträumig abgesperrt und eine Großfahndung eingeleitet. Ein Hubschrauber kreiste über dem Stadtteil Schwabing. „Die Fahndung läuft auf Hochtouren“, sagte ein Polizeisprecher.

Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach ersten Erkenntnissen nicht. „Es deutet einiges daraufhin, dass die Personen sich gekannt haben.“

Der unglaubliche Vorfall ereignete sich gegen 16 Uhr auf der Ungererstraße in der Nähe der Domagkstraße.  

Polizei München: Auto wurde vermutlich bewusst in Personengruppe gesteuert

Nach Angaben der Polizei München stiegen die Insassen des Autos nach dem Vorfall aus, prügelten auf die umstehenden Menschen ein und flohen dann. Täter und Opfer kannten sich offenbar. Nach vorläufigen Ermittlungen habe es eine "Vorbeziehung" zwischen den Beteiligten gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Abend der Nachrichtenagentur AFP. Die Polizei ermittelt demnach wegen eines möglichen Bezugs zumRocker-Milieu.

DieVerletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht. Einer der Verletzten wurde von dem Auto erfasst, ein weiterer habe Schnittwunden, sagte der Sprecher. 

Polizei München: Mehrere hundert Polizisten im Einsatz

Der Ort des Geschehens im Münchner Norden wurde weiträumig abgeriegelt. Mit mehr als hundert Polizisten in Schutzausrüstung und einem Hubschrauber wurde nach den Verdächtigen gefahndet. Für die Allgemeinheit bestehe "derzeit" keine Gefahr, hieß es von der Polizei.

Polizei/dpa/lit

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

Auch interessant:

Meistgelesen

Was passiert bei einem neuen Lockdown?
Was passiert bei einem neuen Lockdown?
Corona-Bürgertelefon in München nach knapp vier Monaten wird eingestellt
Corona-Bürgertelefon in München nach knapp vier Monaten wird eingestellt
Vergewaltigung an Ostfriedhof – Münchnerin wird mit Kopf gegen Friedhofsmauer geschlagen
Vergewaltigung an Ostfriedhof – Münchnerin wird mit Kopf gegen Friedhofsmauer geschlagen
Schein-Sicherheit? –Grundschüler stellen Warnhinweise für Autofahrer auf
Schein-Sicherheit? –Grundschüler stellen Warnhinweise für Autofahrer auf

Kommentare