20 Prozent mehr Corona-Impfstoff

Münchner Virologin fordert mehr Corona-Impfstoff aus Biontech-Konzentrat zu gewinnen

Symbolbild einer Spritze kurz vor einer Impfung.
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Können sechs statt fünf Dosen aus einer Ampulle Corona-Impfstoff von Biontech gewonnen werden? (Symbolbild).

Die Münchner Virologin Ulrike Protzer hat sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie dafür stark gemacht, den vorhandenen Impfstoff besser auszunutzen.

  • Kann man den Corona-Impfstoff besser nutzen?
  • Die Münchner Virologin Ulrike Protzer spricht sich dafür aus.
  • Wie mehr aus einer Impf-Dosis rausgeholt werden könnte.

Ulrike Protzer ist Virologin an der Technischen Universität München und spricht sich für eine bessere Nutzung des Corona-Impfstoffs aus:

„Was man vielleicht noch machen könnte: Man kann aus einer Ampulle dieses Impfstoffes nicht nur fünf, sondern sechs Dosen gewinnen. Das wären schon mal 20 Prozent mehr“, sagte die Professorin von der TUM am Samstag dem Bayerischen Rundfunk.

Die Münchner Virologin Ulrike Protzer von der Technischen Universität München.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte bereits vor einigen Tagen eine entsprechende Empfehlung an die Bundesländer geschickt. Bei sorgfältiger Vorgehensweise sei die Entnahme von sechs Dosen grundsätzlich möglich.

Sichergestellt sein muss demnach aber immer, dass die vorgeschriebene Menge von jeweils 0,3 Milliliter Impfstoff gespritzt wird. In dem Papier wird auch darauf hingewiesen, dass „unter keinen Umständen“ überschüssiger Impfstoff aus mehreren Durchstechflaschen zu einer Dosis vereint werden dürfe.

Mehr Corona-Impfstoff - Münchner Virologin über bessere Nutzung des Biontech-Konzentrats

Der Impfstoff des Herstellers Biontech wird als Konzentrat geliefert. Aus einer Konzentrat-Ampulle sollen fünf Impfstoff-Dosen gewonnen werden können, sie enthalten aber nach ersten Erfahrungen etwas mehr, was die Entnahme einer sechsten Dosis ermöglicht.

Einen Verzicht auf die zweite Impfung etwa drei Wochen nach der ersten hält die Virologin dagegen nicht für praktikabel. Ein solches Vorgehen müsste erst durch neue Studien gestützt werden und dann ein Zulassungsverfahren passieren. Entsprechende Überlegungen wurden zuletzt aus Großbritannien bekannt.

dpa/jh

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