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Zwergerl in Gefahr

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Maxvorstadt - Angst um die Zwergerl: Die Kreuzung Augusten-/Görrestraße ist vielen Bewohnern der Maxvorstadt ein Ärgernis. Die meisten würden sogar sagen: Die Stelle ist gefährlich.

Die Stadtwerke haben im Sommer des vergangenen Jahres Fernwärme-Leitungen verlegt. Dabei wurden die Ampeln ab- aber nie wieder aufgebaut. Denn die Kreuzung befindet sich in einer Tempo-30-Zone, da kann man laut Straßenverkehrsordnung auf Ampeln verzichten. Dem zugrunde liegt natürlich die Annahme, dass sich jeder auch an die Tempo 30 hält. „Das tun aber die wenigsten“, sagt Patricia Schöne, die ein Kind in der nahen Einrichtung Takatukaland untergebracht hat und dort stellvertretende Vorsitzende ist.

Die Kreuzung liegt nicht nur auf dem Weg zur Kinderkrippe und zum Kindergarten, sondern auch auf dem Weg zur Schwindschule. Doch gerade für Schulkinder ist die Kreuzung sehr schwer einsehbar. Hält beispielsweise ein Bus an der Haltestelle, kann aus Kind-Perspektive die Gegenfahrbahn kaum eingesehen werden. Nun ließe sich leicht sagen, dann macht’s halt einen Zebrastreifen hin. Aber das wiederum geht nicht.

Zwischen Zebrastreifen und Bushaltestelle muss ein Mindestabstand gewahrt werden. Das ist an dieser Kreuzung nicht möglich. Und dadurch, dass die Görrestraße von zwei Buslinien frequentiert wird, ist die Strecke auch Vorfahrtsstraße. Heißt: Es muss dort gar kein Verkehrsteilnehmer anhalten. Im Bezirksausschuss Maxvorstadt haben die Eltern ihr Anliegen noch mal vorgetragen. Das Gremium hatte sich aber bereits damit befasst. BA-Chef Christian Krimpmann kann daher auch nur auf die bereits erwähnten Argumente der Stadt verweisen. „Unsere Möglichkeiten sind ausgeschöpft.“

Das Gremium müsse nun sehen, einen neuen Ansatz, eine neue Argumentationskette zu finden. „Das ist für uns natürlich auch unbefriedigend, wenn Bürger mit einem Anliegen zu uns kommen, und wir können nicht helfen.“ Für Patricia Schöne sind die Argumente der Stadt durchaus nachvollziehbar. Die besagte Kreuzung sei allerdings so groß und schwer einzusehen, dass die Maxvorstädterin auf eine Ausnahme hofft, die von allen getragen wird. „Es läge nahe, wenn man die Ampeln wieder aufbaut. Dass alles so bleibt, wie es ist, halte ich für untragbar.“ Dem Anliegen von Patricia Schöne haben sich mittlerweile die Erzieher des Takatukalands sowie die Elternbeiräte der Schwindschule und des Schwindkindergartens angeschlossen.

Sascha Karowski

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