Dauergesperrte Spielplätze: Wer an der Rattenplage schuld ist

Piktogramme gegen Ratten

1 von 7
Spielplatz an der Münchner Freiheit
2 von 7
Spielplatz an der Münchner Freiheit
3 von 7
Spielplatz an der Münchner Freiheit
4 von 7
Spielplatz an der Münchner Freiheit
5 von 7
Spielplatz an der Münchner Freiheit
6 von 7
Spielplatz an der Münchner Freiheit
7 von 7

Zahlreiche Spielplätze sind teils monatelang gesperrt. Ein BA-Mitglied fordert Aufklärungskampagne.

Die Rattenbekämpfung an Münchner Spielplätzen zieht sich hin. Teilweise seit Monaten sind insgesamt sechs im Innenstadtbereich gesperrt. Darunter auch so prominente wie der an der Münchner Freiheit. Schuld daran sind die Münchner selbst: Müll und Speisereste werden achtlos weggeworfen. „Selbst ein Apfelbutzen ist Nahrung für die Nager. Gleiches gilt für das Auslegen von Futter für Vögel. Meist füttert man damit die Ratten“, mahnt Alois Maderspacher vom Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU). Das Problem: Der Müll lockt die Nager nicht nur an, er macht eine Bekämpfung mittels Gift in Fressfallen auch extrem langwierig. Bis die Spielplätze wieder geöffnet werden können, werde es deshalb „schon noch eine Zeitlang dauern“, so der RGU-Sprecher.

Besonders schlimm ist die Müll-Problematik am Spielplatz an der Münchner Freiheit. Und das obwohl, wie das Baureferat auf Hallo-Nachfrage betont, die Mülleimer und Flächen in Sommermonaten „sogar mehrmals täglich“ geleert und gesäubert werden. Aufgrund der starken Frequentierung und direkt angrenzenden Imbissbuden und Kioske liegt hier dennoch viel Müll. Das moniert auch Dagmar Föst-Reich (kl. Foto). 

Die Sprecherin der FDP-Fraktion im Bezirks­ausschuss (BA) Schwabing ist selbst Mutter und nutzt den Spielplatz eigentlich gerne. „Aber es bleiben immer wieder ganze Schachteln mit Essensresten liegen.“ Sie stellt deshalb in der kommenden BA-Sitzung den Antrag, die Stadt möge im Umfeld der Münchner Freiheit eine Aufklärungskampagne zum Thema Rattenbekämpfung und Müllvermeidung durchführen. „Da die Anlagen auch von vielen Kleinkindern und nicht-deutschsprachigen Bürgern genutzt wird, wären Schilder mit Piktogrammen sehr sinnvoll“, betont die 33-Jährige. Marco Litzlbauer

Aktuell gesperrt sind die Spielplätze Bavariaring, Theresienwiese, Münchner Freiheit, Luisenstraße, Westpark und Botanischer Garten.

Auch interessant:

Meistgelesen

Hier können Sie die totale Mondfinsternis am 27. Juli beobachten
Hier können Sie die totale Mondfinsternis am 27. Juli beobachten
Diese drei Unfälle schocken München
Diese drei Unfälle schocken München

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.