KVR will Busse vom Max-Joseph-Platz verbannen

Kein Halt an der Oper

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Wer in naher Zukunft am Max-Joseph-Platz mit dem Bus kommend aussteigen möchte, muss sich auf Änderungen einstellen. Nach dem Willen des KVR sollen Busse nicht mehr direkt am Max-Joseph-Platz halten.

Er ist ein Herzstück Münchens: Auf der einen Seite die Oper und das Residenztheater, auf der anderen Seite die Residenz. Die Münchner lieben ihren Max-Joseph-Platz. Nur ein Piazza-Flair zum Flanieren, wie manche sich das wünschen, will nicht so recht aufkommen. Stehen hier doch häufig Busse, die Operngäste und Touristen abladen, und kurven Autos in die Tiefgarage. Seit mehr als zehn Jahren erweist es sich als schwierig, ein geeignetes Konzept zu finden, den Platz zu entwickeln und mit dem Rad- und Autoverkehr umzugehen. Nun will ein Plan der Stadt zumindest die Busse vom Platz verbannen. Doch im Bezirks­ausschuss Altstadt-Lehel gibt es Bedenken.

Nach den Vorschlägen des Kreisverwaltungsreferats (KVR) soll der Max-Joseph-Platz für Busse gesperrt werden. Vielmehr sollen diese von der Maximilianstraße in die Alfons-Goppel-Straße abbiegen und dort hinter dem Nationaltheater Fahrgäste aussteigen lassen. Dort existieren bereits Halteplätze für Busse. Zudem wird überlegt, die Anfahrtszone für Busse am Karl-Scharnagl-Ring zu erweitern. Ziel ist es, den Verkehr auf dem Max-Joseph-Platz auf das nötige Maß zu reduzieren.

Der BA hat zwar dem Plan mit einer Gegenstimme von Stefan Blum (CSU) zugestimmt. Allerdings unter der Maßgabe, dass die Einhaltung des Konzepts für die Busse auch kontrolliert und gegebenenfalls sanktioniert werden soll. Gleichzeitig wurden Bedenken vorgebracht, weil die künftige Hauptverkehrsroute der Radfahrer vom Odeonsplatz zum Oberanger über die Alfons-Goppel-Straße führen soll. Es gibt Zweifel, ob Fahrradfahrer und Busse aneinander vorbeikommen. „Wenn dann dort die Busse stehen – wie soll das funktionieren?“, fragt Wolfgang Püschel (SPD), stellvertretender BA-Vorsitzender. Das KVR teilt die Bedenken nicht. Die Situation in der Alfons-Goppel-Straße sei nicht neu. Auch heute begegneten sich dort Busse und Radfahrer, heißt es.

Püschel geht es aber um noch mehr: „Was wir brauchen, ist ein Gesamtkonzept und keine Detaillösungen“, sagt er. Dazu gehört für ihn auch eine Lösung für die Einfahrt zur Tiefgarage. Hier gebe es zwar die Idee, Ein- und Ausfahrt rechts und links der Trambahngleise auf der Maximilianstraße anzusiedeln. Da käme man sich aber mit der zweiten künftigen Fahrradroute durch die Innenstadt in die Quere, die vom Odeonsplatz über die Residenzstraße – die Maximilianstraße überquerend – und den Hofgraben weiter in die Sparkassenstraße führen soll, merkt Püschel an. „Wo sollen da die Radfahrer hin?“, fragt er. Daniela Bode

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