Weibliche Hauptrolle zu vergeben

MÜNCHEN

Zwischenmenschliche Beziehungen beschäftigen ihn: „Freundschaften – ob zwischen Männern oder Frauen – funktionieren, wenn man sich kümmert, füreinander da ist“, ist Max Wiedemann überzeugt. Und das nicht nur, wenn alles gut läuft, sondern vor allem auch in schwierigen Phasen – der 32-Jährige nennt das „Zusammenhalten auch in Schlechtwetter-Zeiten“. Das macht für ihn die Bindung zwischen Menschen aus. Freundschaft – bei dem Schwabinger ein zentrales Thema. Sein bester Spezl ist Quirin Berg, mit dem er schon zur Schule ging und heute eine Produktionsfirma in München leitet – zusammen feierten sie bereits in jungen Jahren einen Mega-Erfolg: Für „Das Leben der Anderen“ bekamen die beiden Kumpel 2007 einen Oscar. Nach „Männerherzen“ beschäftigt sich auch Wiedemanns neuer Film „Friendship“, der jetzt in den Münchner Kinos anläuft, mit Kameradschaft und Solidarität: Urkomisch, wie zwei Ossis (Matthias Schweighöfer und Friedrich Mücke) Amerika erobern... Die Schauspieler und den Regisseur (im Fall von „Friendship“ Markus Goller) für einen Film zu suchen, gehöre zu seinen Aufgaben – auch wenn „meine Mutter bis heute nicht ganz verstanden hat, was genau ich als Produzent mache“, erklärt Wiedemann und lacht. Er vergleicht seinen Beruf mit dem Bau eines Gebäudes: „Wenn ich da was schaffen will, suche ich mir als Hausherr einen Architekten und Bauarbeiter.“ Genauso sei es als Produzent – nur dass es in seinem Geschäft schwieriger sei, die Hauptrollen zu vergeben, vor allem die weiblichen. Offenbar auch privat: Frauen spielen in Max Wiedemanns Leben „natürlich eine Rolle“, wie er sagt – aber wer die Hauptrolle an der Seite des Münchners bekommt, stehe momentan noch nicht fest. Ines Grabe Ai Weiwei: Sehr interessante Ausstellung, habe ich mir im Haus der Kunst angeschaut. Wenn man sie gesehen hat, weiß man auch, warum die vielen Kinder-Rucksäcke an dem alten Gebäude hängen... Bärlin: Diese Schreibweise hat sich fürmich eingebürgert. Bin sehr oft dort und drehe da viele Filme. Cafés sind für mich überlebensnotwendig. Jeden Morgen gehe ich zu einem Coffeeshop und kaufe mir einen leckeren Cappuccino. Das Leben der Anderen: Ich bin dankbar, dass ich mit meinem ersten Kinofilm soviel Erfolg haben durfte. Das hat mir viel Motivation gegeben. Essen: Dürfte ich mir eine Speisekarte aussuchen, würde ich eine italienische wählen. Pizza und Pasta gehen immer. Friendship heißt mein neuer Film. Zwei Ossis erobern Amerika – eine großartige Komödie. Glaube: Ich bete jeden Abend, gehe aber nicht regelmäßig in Gottesdienste. Meine Lieblingskirche ist St. Ursula am Kaiserplatz. Hochschule für Fernsehen und Film in München: Da habe ich studiert. Ich habe viele Kontakte geknüpft, Regisseure kennengelernt. I-phone: Ohne das Ding könnte ich nicht arbeiten. Es ist mein wichtigstes Arbeitsinstrument, ich telefoniere ständig. Jugendsünden: Wir haben uns auf Partys und Filmfestivals ohne Karten reingemogelt. Uns kann heute also keiner beschummeln, wir kennen alle Tricks. Knochenmarkspende: Einer meiner Mitarbeiter ist erkrankt, daraufhin habe ich mich typisieren lassen. Leo’s: Mein Fitnessstudio. Da gehe ich zweimal die Woche laufen. Männerherzen heißt mein Kinofilm von 2009, auf den ich besonders stolz bin, weil er viele Wahrheiten über das männliche Geschlecht enthält. Nobody knows anything – dieser Spruch ist so wahr in der Filmbranche. Als wir „Das Leben der Anderen“ fertig hatten, sagten viele, es würde ein Flop werden. Oscar für das Leben der Anderen, 2007: Eine absurde Zeit. Auf einmal in Hollywood dabei zu sein – das war schon verrückt. Produzent sein: Meine Mutter hat bis heute nicht ganz verstanden, was ich da genau mache. Quirin Berg ist mein längster und bester Freund. Es ist schön, eine Firma mit ihm zu haben. Roberto Benigni finde ich wunderbar. Sein Film „Das Leben ist schön“ hat mich sehr beeindruckt. Schwabing – da wohne und arbeite ich. Ich brauche dort kein Auto, kann alles zu Fuß erreichen. Mein Mikrokosmos in der großen Stadt. Touareg – mein Auto, ein sehr schönes. Da bringe ich viel unter, unter amderem im Winter mein Snowboard. Unwort des Jahres ist für mich „zeitnah“ – klingt so spießig. Wieso sagt keiner „sofort“? Viktualienmarkt: Ist für mich einer der schönsten Plätze Münchens. Ich gehe dort oft einkaufen. Womanizer: Frauen spielen in meinem Leben natürlich eine Rolle. Wer die Hauptrolle bekommt, steht noch nicht fest. X-mal habe ich schon versucht, mit dem Rauchen aufzuhören. Leider immer vergeblich. Young creatives ist ein Projekt, für das ich mich engagiere: Promis drehen mit Waisenkindern Filme. Zufriedenheit: Ich bin mit meinem Leben rundherum zufrieden. Man muss nur bewusst leben.

Auch interessant:

Meistgelesen

Nach Insolvenz von Alfons Schuhbeck: Fast alle Betriebe in München bleiben erhalten
München Mitte
Nach Insolvenz von Alfons Schuhbeck: Fast alle Betriebe in München bleiben erhalten
Nach Insolvenz von Alfons Schuhbeck: Fast alle Betriebe in München bleiben erhalten
Schnee: Ausfälle am Flughafen, Schulen geschlossen, Turnhallen dicht
München Mitte
Schnee: Ausfälle am Flughafen, Schulen geschlossen, Turnhallen dicht
Schnee: Ausfälle am Flughafen, Schulen geschlossen, Turnhallen dicht
Mann (20) stürzt beim Versuch, sein Handy zu retten, in die Tiefe
München Mitte
Mann (20) stürzt beim Versuch, sein Handy zu retten, in die Tiefe
Mann (20) stürzt beim Versuch, sein Handy zu retten, in die Tiefe
Zum Schulstart: 2.000 Rucksäcke für bedürftige Kinder aus München
München Mitte
Zum Schulstart: 2.000 Rucksäcke für bedürftige Kinder aus München
Zum Schulstart: 2.000 Rucksäcke für bedürftige Kinder aus München

Kommentare