Aktuell keinerlei Termine in München

Leere Spenderliegen

Erst die Grippe-, jetzt auch noch die Kälte-Welle: Vorrat an Blutkonserven sinkt.

Von einem Notstand möchte Christian Kohl (gr. Foto), Sprecher des Blutspendedienstes (BSD) des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), noch nicht sprechen. Aber viel fehlt eben auch nicht mehr: „Die Situation kann sich jetzt ganz schnell zuspitzen.“ Der Grund: Die aktuelle Kälteperiode und viele Grippekranke haben das Blutspendeaufkommen sinken lassen. Und die Prognosen sehen nicht gut aus: Laut Experten bleibe die Influenza-Situation angespannt und in der Faschingszeit sei die Spendenbereitschaft erfahrungsgemäß ebenfalls geringer, erklärt Kohl. 

Um bis zu 15 Prozent weniger Spender als geplant kommen derzeit auf die Termine. Aktuell liege der Puffer – also die Zeit, die komplett ohne neue Spenden überbrückt werden könnte – in Bayern bei vier bis fünf Tagen. Wenn das Spenderaufkommen so niedrig bleibt, könnte dieser Puffer aber auf ein bis zwei Tage sinken. „Und dann würden wir schon von einem Notstand sprechen“, sagt Kohl.

Das Kuriose: Die Münchner selbst können die Situation nur bedingt entschärfen. In den kommenden sechs Wochen gibt es im Stadtgebiet keinen einzigen Spendentermin des BRK. Diese gibt es nur im Umland – beispielsweise in Germering, Poing, Hallbergmoos oder Gauting (www.blutspendedienst.com/termine). Eine feste Anlaufstelle für Münchner Spender wie früher in der Dachauer Straße gibt es nicht mehr. „Daran arbeiten wir aktuell“, verspricht Kohl. Vielleicht schon ab März, so hofft er, soll es im Stadtgebiet wieder eine feste Einrichtung mit regelmäßigen Terminen geben – im Raum stehen ein bis zwei je Monat. Wo, ist noch ungewiss.
M. Litzlbauer

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