Der Plan für die Plastik-Planen

Update zur Sanierung am Viktualienmarkt

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Ein Sinnbild für München: der Viktualienmarkt und sein Biergarten.

Architekt stellt dem BA vor, wie die Sanierung am Viktualienmarkt weitergehen wird

Wie es aussieht, müssen sich weder die Münchner noch die Händler um den individuellen Charakter ihres geliebten Viktualienmarkts sorgen. Zumindest wenn man Boris Schwartz, Chef der Markthallen München, Glauben schenkt. Die Stadt wolle bei der Sanierung des Markts „behutsam, sanft und liebevoll“ vorgehen, erläuterte er dem Bezirksausschuss Altstadt-Lehel. Er stellte gemeinsam mit Architekt Rainer Hofmann von Bogevischs Büro das weitere Vorgehen bei der Erneuerung des Marktes vor.

Schwartz betonte, dass die Mängel an den Ständen bei laufendem Betrieb beseitigt würden. Während abschnittsweise saniert wird, würden den Händlern Verkaufsmodule zur Verfügung gestellt. Auf Nachfrage von Elke Fett, Sprecherin der Marktkaufleute, versicherte Schwartz zudem, dass die Händler, die vor der Sanierung am Markt waren, auch danach wieder einen unbefristeten Vertrag bekämen. Die BA-Mitglieder wollten noch mehr wissen: Ob die Plastik-Planen an den Ständen wegkämen, interessierte BA-Vorsitzenden Wolfgang Neumer. Carolin Heiter-Dieses (beide CSU) wollte wissen, wie die Individualität und die vorgeschriebene Ordnung an den Ständen künftig gehandhabt würden.

Architekt Hofmann betonte, dass es noch keine klare Lösung gebe und man sich noch in der Analysephase befinde. Laut Schwartz werden die Händler nach ihren Wünschen befragt. Zudem soll es ein Bürgergutachten geben (Hallo berichtete). An einem Info­stand sollen sich Interessierte über den Stand der Dinge informieren können. Fest steht: „Die Sanierung ist nötig“, sagt Hofmann. Doch habe er bei den Ständen unterschiedliche Zustände vorgefunden. Manche seien erheblich sanierungsbedürftig, bei manchen gehe es nur um einen neuen Seifenspender. Wie viel Individualität man zulasse, das müsse ausgehandelt werden.

Ein Blick Hofmanns in die Geschichte des Markts zeigte: Er hat schon verschiedene Phasen gesehen. So habe um 1930 eher Chaos geherrscht, von den 70ern bis zu den 90ern sei der Markt „extrem strukturiert“ gewesen, jetzt sei die Struktur wieder chaotisch. Daniela Bode

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