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Stefan Schreieder ist der jüngste Professor der LMU

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Vor sechs Jahren war erst selbst noch Student - jetzt ist Stefan Schreieder mit 30 Professor an der LMU.
Vor sechs Jahren war erst selbst noch Student - jetzt ist Stefan Schreieder mit 30 Professor an der LMU. © mak

Immer mehr junge Münchner erobern Berufe, die eigentlich eher alte Hasen betreiben. Hallo hat mit den Neuen der Gastro, der Politik und der Lehre gesprochen

Nach seiner ersten Vorlesung als Mathematik-Professor an der LMU fragten ihn seine Studenten, ob er so alt sei wie sie. „Tatsächlich liegen ein paar Jahre dazwischen“, sagt Stefan Schreieder lachend. Mit 30 Jahren ist er der jüngste Professor der Ludwig-Maximilians-Universität – und auch bundesweit auffällig jung. Das Durchschnittsalter bei der Habilitation liegt bei über 40 Jahren.

Dabei absolvierte Schreieder seine Schulzeit in den üblichen 13 Jahren, machte 2007 Abitur und Zivildienst. „Als Schüler war ich mehr an Sport interessiert und ein ambitionierter Skifahrer – trotzdem haben mich mathematische Probleme schon früh fasziniert“, erklärt Schreieder, der im Landkreis Altötting aufgewachsen ist und an der LMU studiert hat. „Für mein Studium habe ich insgesamt nur drei statt gewöhnlich fünf Jahre gebraucht. Außerdem habe ich ab dem fünften Semester schon geforscht und dabei ganz gute Sachen herausgefunden.“ Anschließend ging er an die Elite-Uni Cambridge und promovierte in Princeton und Bonn.

„Die Stelle in München, die ich seit Oktober 2017 habe, ist meine Traumstelle – da habe ich auch viel Glück gehabt.“ Ansonsten habe er seine frühe Professur auch seinem mathematischen Talent und Fleiß zu verdanken. „Teilweise forsche ich nächtelang, da entwickle ich auch eine gewisse Besessenheit.“

Ob seine Jugend ihm hilft, andere junge Menschen für die Mathematik zu begeistern? „Ich finde auf jeden Fall leicht Zugang, weil ich mich selbst noch gut erinnern kann, wie es als Student war.“ Ist ja auch erst sechs Jahre her. Maren Kowitz

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