München

Sperrzone für Bettel-Banden

KVR will härter durchgreifen: Rund um den Hauptbahnhof und in der Altstadt soll das organisierte Treiben ein Ende haben. Welche Konsequenzen auf die Profi-Bettler zukommen, lesen Sie hier.

Sperrbezirk für Bettel-Banden: In der Altstadt und um den Hauptbahnhof soll organisiertes Betteln verboten sein. Das teilte Wilfried Blume-Beyerle, Chef des Kreisverwaltungsreferates (KVR) mit. Der Grund: Immer mehr Münchner, Touristen und Geschäftsleute beschweren sich über die „organisierte Bettelei“, die in den vergangenen Jahre deutlich zugenommen habe. Deshalb sei es Zeit zu handeln, um Kriminalität zu verhindern. Schließlich seien  Passanten schon von Bettlern  – vornehmlich kommen sie aus Rumänien und der Slowakai –  körperlich attackiert worden, weil sie keinen Cent übrig hatten. Die Bettler selber sehen von dem erbettelten Geld übrigens nichts, da sie es an die Hintermänner abgeben müssen.  

Das KVR will mit einer Allgemeinverfügung gegen diese Machenschaften vorgehen. Das bedeutet:  Die Polizei kann einen Platzverweis erteilen, wenn nötig auch ein Bußgeld. Wenn auch das nicht hilft, droht eine Haftstrafe bis zu vier Wochen. Mit der Allgemeinverfügung, die am 12. August in Kraft tritt, will das KVR nicht gegen arme Menschen vorgehen. „Stilles Betteln“ soll auch weiterhin erlaubt sein. Ines Weinzierl

Das ist verboten:

• aggressives Betteln, wie beispielsweise durch Frauen, die Passanten eine Rose schenken wollen und anschließend Geld fordern

• Betteln mit Hundewelpen

• Betteln in Begleitung von Kindern oder durch Kinder

• Betteln durch Vortäuschen von nichtvorhandenen körperlichen Behinderungen oder Krankheiten 

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