Die besten Ausstellungen 2017

Lust auf Museum? Für jeden Typ ist etwas dabei

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Cate Blanchett als Clochard

Was ruft Cate Blanchett in die Welt, und wohin reiten Franz Marcs Pferde? Diese Ausstellungen warten demnächst in Münchens Museen - historisch oder modern, gemalt oder multimedial.

Taube mit Spionage-Kamera aus dem Ersten Weltkrieg

Cate Blanchett gewann zwei Oscars, sie war die Elbenkönigin Galadriel und hielt im realen Leben die Trauerrede bei der Beerdigung von Heath Ledger. Ihre Vielseitigkeit beweist sie auch in der Filminstallation „Manifesto“ von Julian Rosefeldt, die ab dem 16. Februar in der Villa Stuck zu sehen ist. Blanchett spricht historische Texte, die bis heute nichts an ihrer Aktualität verloren haben, in 13 parallel gezeigten Rollen: als Rockstar, Nachrichtensprecherin, oder als Clochard. Durch Kürzungen und Kombination von Texten verschiedener Autoren entstanden 13 poetische und überaus kraftvolle, politische Monologe; ein wütender Aufschrei einer jungen Generation.

Der "Turm der blauen Pferde" von Franz Marc

Nicht erst seit Edward Snowden ist staatliche Überwachung ein wieder sehr aktuelles Thema, dem sich das Münchner Stadtmuseum mit der Ausstellung „Bilder der Überwachung“ widmet (ab 24. März). Sowohl in einem kurzen historischen Abriss von öffentlicher Straßenbeleuchtung bis hin zu Spion-Tauben, die im 1. Weltkrieg eingesetzt wurden. Der Hauptteil der Ausstellung präsentiert dann zeitgenössische Arbeiten zum Thema aus den Bereichen Fotografie, Video, Malerei, Plakat und Installation.

Tina Turner, von Peter Lindbergh fotografiert

„Der Turm der blauen Pferde“ von Franz Marc hat eine unglaubliche Geschichte. Das Gemälde (1913) wird mehrfach fast zerstört, gerettet, wieder bewahrt und verschwindet nach dem Zweiten Weltkrieg spurlos. Wo ist der „Turm der blauen Pferde“ heute – als Gemälde, als Erinnerung, als ferner Zauber? Zeitgenössische Künstler suchen in der Pinakothek der Moderne ab dem 9. März Antworten. Ihre neuen Werke geben diesem besonderen Mysterium der Malerei eine neue Dimension.

Ohne seine ikonischen, meist schwarz-weißen Fotografien hätte es die „Supermodels“ vielleicht nie gegeben: Mit der multimedialen Show „From Fashion to Reality“ blickt die Kunsthalle München ab dem 13. April hinter die Werke von Peter Lindbergh. Nicht nur bei Tina Turner erzählte er mit seinen Bildern Geschichten. Gezeigt werden neben Fotos auch Filme sowie bisher unveröffentlichtes Material wie Storyboards, Requisiten, Polaroids und Kontakt-Abzüge.

Wenn die Lösung komplexer Probleme auf einen Sticker passt, hat der Populismus zugeschlagen. Kein neues Phänomen, wie die Ausstellung „Angezettelt“ im NS-Dokumentationszentrum ab dem 9. März beweist. Gezeigt werden antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute.

Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Bilder. Sie erreichten eine größere Öffentlichkeit als je zuvor. Die damals erfundenen Motive bestimmen bis heute, was wir als romantisch, als traurig oder als schön empfinden. Die Ausstellung „Bildschön – Ansichten des 19. Jahrhunderts“ im Lenbachhaus (ab 21. Februar) zeigt rund 80 beliebte, aber auch viele unbekannte Gemälde aus der eigenen Sammlung, verknüpft sie mit Texten, Fotografien, Film- und Hörbeispielen.

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