1. hallo-muenchen-de
  2. München
  3. München Mitte

Sendlinger Tor-Baustelle: Jetzt wird’s laut

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Noch ist alles eine große Baugrube an der Blumenstraße, wo zwei Durchbrüche zur Ebene der U1/U2 entstehen. Projektleiter Christoph Schaller vor der Bohrwand.
Noch ist alles eine große Baugrube an der Blumenstraße, wo zwei Durchbrüche zur Ebene der U1/U2 entstehen. Projektleiter Christoph Schaller vor der Bohrwand. © laf

Altsadt - Die Baustelle am Sendlinger Tor geht in die nächste Phase - und für Fahrgäste wird es ungemütlich

Teilprojektleiter Ralph Bentrup wird mit seinem Team den Baugrund vereisen.
Teilprojektleiter Ralph Bentrup vereist mit seinem Team den Baugrund. © laf

Fahrgäste, die am Sendlinger Tor aus- oder umsteigen, müssen ab nächster Woche einiges an Lärm ertragen. „Der Geräuschpegel ist vergleichbar mit einem Rasenmäher in zehn Meter Entfernung“, sagt Teilprojektleiter Ralph Bentrup. 

Der Krach ist sowohl im U-Bahnhof als auch außen zu hören, denn ab Montag, 9. April, werden von der rund 25 Meter tiefen Baugrube an der Blumenstraße, wo ein neuer Ausgang entsteht, direkte Verbindungen zur Ebene der U-Bahnlinien U1 und U2 hergestellt. Außer der Geräusche bekommen Fahrgäste von der Maßnahme aber nichts mit. „Der Fahrgastbetrieb wird zu keiner Zeit beeinträchtigt“, sagt Matthias Korte, Sprecher der MVG.

Auf den Lärm werde man mit Aushängen hinweisen. An zwei Stellen bohren sich die Roboter durch: Es entsteht ein Durchbruch zum südlichen ende des Bahnsteigs der U1/U2 in Fahrtrichtung Frauenhoferstraße, der andere zum südlichen Ende der Seite in Fahrtrichtung Hauptbahnhof. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis August. Der neue Ausgang soll den überfrequentierten Zugang in der Bahnsteigmitte entlasten. Begonnen wird mit dem Durchgang am südlichen Ende von Gleis 1 Richtung Hauptbahnhof. Für jeden der zwei Durchbrüche sind rund 20 Tage in versetzten Blöcken vorgesehen, an denen rund um die Uhr gearbeitet wird. „Alles muss zügig an einem Stück passieren, weil sonst der Frost instabil werden könnte“, sagt Projektleiter Christoph Schaller. 

Für die Durchbrüche wird aktuell Grundwasser vereist, wodurch der Baugrund verfestigt und sicherer für die Arbeit ist. Im Herbst entstehen dann zwei Öffnungen in ähnlicher Vorgehensweise vom zweiten künftigen Ausgang zum nördlichen Ende der beiden U1/U2-Bahnsteige am Sendlinger Tor. Bis 2021 soll die Erweiterung und Modernisierung des U-Bahnhofes fertig sein. Gesamtkosten: 150 Millionen Euro.

Laura Felbinger

Auch interessant

Kommentare