„Schwabing endet nicht an der Münchner Freiheit“

Wird Münchens größtes Straßenfest noch größer?

+
Rund eine Viertelmillion Besucher lockte Münchens größtes Straßenfest im letzen Jahr an.

Schwabing – Jedes Jahr im Mai wird der Streckenabschnitt zwischen Odeonsplatz und Münchner Freiheit zum Erlebnis – Jetzt sollen Streetlife und Corso Leopold räumlich und zeitlich ausgedehnt werden

Rund eine Viertelmillion Besucher feierten im Mai laut Veranstalter beim Streetlife Festival und dem Corso Leopold auf der Leopold- und Ludwigstraße. Im nächsten Jahr könnte Münchens größtes Straßenfest noch mehr Menschen anlocken, denn die Veranstalter wollen das Spektakel sowohl räumlich als auch zeitlich ausdehnen.

Aktuell erstreckt sich das Streetlife-Festival vom Odeonsplatz bis zum Siegestor. Daran schließt sich das Corso Leopold bis zur Münchner Freiheit an. Im nächsten Jahr soll dort noch nicht Schluss sein: Für den 25. und 26. Mai planen die Veranstalter das Straßenfest bis zum Parzivalplatz zu erweitern. „Wir wollen das Schwabinger Tor anbinden. Schwabing endet nicht an der Münchner Freiheit“, sagt Ekkehard Pascoe, Vorsitzender des Vereins Corso Leopold und Grünen-Mitglied im Bezirksausschuss (BA) Schwabing-Freimann. 

In dem neuen Abschnitt will der Corso Leopold einen Schwerpunkt auf neue Formen der Mobilität legen. „Hier werden unter anderem Konzepte zur E-Mobilität präsentiert“, so Pascoe. Zudem sollen im Abschnitt von Münchner Freiheit bis Parzivalplatz 70 Jahre Grundgesetz gefeiert werden, denn am 23. Mai hat das Grundgesetz Geburtstag. Gleichzeitig beginnen die Europawahlen. Daher greift der Corso Leopold sowohl die Themen „Heimat Europa“ als auch „70 Jahre Grundgesetz“ auf. 

Zusätzlich fordern sowohl Corso Leopold als auch Streetlife eine Verlängerung der Aufbauzeiten von vier auf sieben Stunden. Die Fahrbahn wäre beim Aufbau bereits ab 9 Uhr, statt bisher ab 12 Uhr gesperrt. Offizieller Beginn wäre nach wie vor um 16 Uhr.

Der BA Schwabing-Freimann hat das neue Konzept befürwortet und die Stadt um Unterstützung gebeten. Der BA Maxvorstadt hat die Pläne hingegen abgelehnt mit der Begründung, dass das Straßenfest Gefahr laufe, immer kommerzieller zu werden. Das Kreisverwaltungsreferat „steht Veranstaltungen grundsätzlich positiv gegenüber und prüft derzeit die Umsetzbarkeit der räumlichen Ausdehnung und der früheren Aufbauzeit mit den Fachdienststellen, um gegebenenfalls den Stadtrat mit dieser Angelegenheit zu befassen“, sagt Sprecher Johannes Mayer.

Laura Felbinger

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

2 Tage Freibier und Pferdekutschen
2 Tage Freibier und Pferdekutschen
Mit Hallo und Löwenbräu beim Starkbierfest feiern
Mit Hallo und Löwenbräu beim Starkbierfest feiern
Grabsteine – sichtbare Andenken über den Tod hinaus
Grabsteine – sichtbare Andenken über den Tod hinaus

Kommentare