Bayerns nachhaltigste Kleingartenanlage

Schwabings Kleingärtner sind heiß auf den Titel

Oase mitten in Schwabing: 124 kleine Gärten teilen sich eine Anlage und wollen gewinnen.
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Oase mitten in Schwabing: 124 kleine Gärten teilen sich eine Anlage und wollen gewinnen.
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Axel Pürkner, Vorsitzender des Kleingartenverbands München.
Oase mitten in Schwabing: 124 kleine Gärten teilen sich eine Anlage und wollen gewinnen.
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Nicola Meyer ist mit ihrer Tochter in jeder freien Minute beim Garteln. 
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Nicola Meyer ist mit ihrer Tochter in jeder freien Minute beim Garteln. 
Oase mitten in Schwabing: 124 kleine Gärten teilen sich eine Anlage und wollen gewinnen.
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Ingeborg und Ludwig Tischner lieben ihre „ruhige Oase mitten in der Stadt".
Oase mitten in Schwabing: 124 kleine Gärten teilen sich eine Anlage und wollen gewinnen.
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Fritz Hemmer (71) ist schon seit etwa 12 Jahren hier und fühlt sich pudelwohl.
Oase mitten in Schwabing: 124 kleine Gärten teilen sich eine Anlage und wollen gewinnen.
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Oase mitten in Schwabing: 124 kleine Gärten teilen sich eine Anlage und wollen gewinnen.

Schwabing: Kleingärtner nahe des Luitpoldparks wollen zu Deutschlands nachhaltigster Anlage gewählt werden.

Befindet sich Bayerns nachhaltigste Kleingartenanlage in Schwabing? Die Hobbygärtner der über 100 Jahre alten Kleingartenanlage Nord-West 06 in der Schleißheimer Straße 280b nahe des Luitpoldparks möchten sich diesen Titel sichern. Sie beteiligen sich beim Wettbewerb des Landesverbands Bayerischer Kleingärtner.

„Wenn wir gewinnen, können wir am Bundeswettbewerb teilnehmen“, erklärt Axel Pürkner, Vorsitzender des Kleingartenverbands München. Die Schwabinger müssten sich dafür gegen 123 Mitbewerber durchsetzen. Eine Jury war bereits vor Ort und hat die Anlage mit 124 Parzellen begutachtet. Die Mitglieder bewerten zum Beispiel die Gestaltung der Anlage und der Gärten, die ökologische Arbeit der Gärtner und die städtebauliche Funktion der Anlage. „Wir liegen in einem sehr dicht bebauten Gebiet“, erklärt Pürkner. „Da ist die Anlage besonders wichtig.“

2009 stand es noch ganz schlecht um die Anlage

Trotzdem war vor einigen Jahren nicht sicher, ob sie erhalten bleiben kann. Denn 2009 stellte man auf dem Gelände giftige Altlasten wie Schlacke fest. „Kleingartenanlagen wurden früher oft auf ehemaligen Gruben gebaut“, erklärt Pürkner. „Wenn dann intensiv gewerkelt wird, kann es sein, dass Schadstoffe nach oben kommen.“ Viele Gärtner waren besorgt, die Kleingartengemeinschaft drohte auseinander zu brechen. Doch dann griff die Stadt ein und ließ das komplette Areal sanieren. „Sie hat über eine Million Euro investiert“, sagt Pürkner. „So haben wir wirklich eine gute Lösung gefunden, es war eine tolle Geschichte.“ 

Einige Gärtner haben ihre Parzellen zwar wegen der Bauarbeiten aufgegeben, andere aber sind geblieben. „Ich bin hier aufgewachsen. Das ist der Garten meines Vaters“, sagt Ingeborg Tischner (80). Zusammen mit ihrem Mann Ludwig (89) kümmert sich die Neuhauserin liebevoll um den kleinen Garten. Außerdem sind neue Pächter hinzu gekommen, darunter auch sehr viele junge Familien. „Ich bin seit 2 Jahren hier. Ich finde, es ist ein schönes, tolerantes Miteinander hier“, sagt Friseurmeisterin Nicola Meyer. 

Die Kleingärtner engagieren sich sozial

Besonders stolz sind die Kleingärtner auch auf ihr soziales Engagement – ein weiteres Bewertungskriterium bei dem Wettbewerb. „Es gibt eine Gruppe für benachteiligte Kinder und Jugendliche“, berichtet Pürkner. Auch Menschen mit Handicap würden in das Gartenleben integriert. cla, laf

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