An der Münchner Freiheit

Schwabing: BA lehnt digitale Werbung ab

Wegen der spiegelnden Decken sieht man in der U-Bahn-Haltestelle Münchner Freiheit doppelt so viel Werbung wie eigentlich vorhanden ist.
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Optische Täuschung: Wegen der spiegelnden Decken sieht man in der U-Bahn-Haltestelle Münchner Freiheit doppelt so viel Werbung wie eigentlich vorhanden ist.

Schwabing: Der Bezirksausschuss sträubt sich gegen Videowerbung im U-Bahnhof an der Münchner Freiheit.

Im Zwischengeschoss des U-Bahnhofs Münchner Freiheit soll die Werbung modernisiert werden. Statt der Plakate will die Firma Ströer digitale Bildschirme mit Videos installieren. In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Bezirksausschuss (BA) Schwabing-Freimann über die digitale Werbung ab. Der Protest unter den Viertelpolitikern war groß. „Da kennt sich doch bald niemand mehr aus“, sagt Petra Piloty (SPD). In dem Bahnhof, dessen spiegelnde Decken die Werbung doppeln, seien bewegte Bilder besonders pro­blematisch. „Dann wird es noch schwerer, bei all der Werbung Fahrpläne oder Wegweiser zu finden.“ Die Vorlage der Stadtwerke wurde in der Sitzung einstimmig abgelehnt.

150 000 Euro für die Haltestelle Münchner Freiheit

Für die Aufrüstung mehrerer U-Bahn-Haltestellen bekommt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) insgesamt sechs Millionen Euro. „Diese Werbeeinnahmen sind wichtig. Sie dienen der Finanzierung des Betriebs“, sagt MVG-Sprecher Matthias Korte. „Für die Haltestelle Münchner Freiheit sind das 150 000 Euro. Das ist verhältnismäßig wenig dafür, dass der Bahnhof weiter verschandelt wird.“

Bereits 2010 hat der BA vehement gegen „die Verunstaltung des neugestalteten Bahnhofs“ durch Werbung protestiert. laf

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