Was wird 2019 neu im Viertel?

Schwabing: Die große Jahresvorschau der Bezirksausschuss-Chefs

+
So stellt sich der BA-Chef Werner Lederer-Piloty die umgestaltete Kreuzung Anni-Albers- und Lyonel-Feininger-Straße vor - als neue urbane Mitte.

Schwabing – Visionen werden real, denn im neuen Jahr verändert sich viel in Münchens Mitte: Werner Lederer-Piloty (SPD) verrät, was sich in Schwabing tut

Schwabing ist ein lebhaftes Viertel. „Noch stimmt die Mischung aus betucht und normal gestellt, aus echten und Lebenskünstlern“, findet Werner Lederer-Piloty (76, SPD), Vorsitzender des Bezirksausschusses Schwabing -Freimann. 

Bezirksausschuss-Vorsitzender Werner Lederer Piloty (SPD).

Damit sich weiterhin alle im Viertel wohlfühlen, muss die Aufenthaltsqualität stimmen. Lederer-Piloty stellt sich hier unter anderem eine Aufwertung derKreuzung Anni-Albers- und Lyonel-Feininger-Straße in der Parkstadt Schwabing vor, so dass das Neubaugebiet endlich ein urbanes Zentrum bekommt. In der Dezember-Sitzung des Bezirksausschusses präsentierte seine Frau Petra Piloty (SPD), Planungssprecherin des Projekts, dem Gremium die Pläne. Eine abgewandelte Straßenführung, Bäume und Sitzgelegenheiten sollen den vorhandenen gepflasterten Platz an der Kreuzung aufwerten. 

Ein weiterer Ort, der aufgehübscht werden soll, ist der Artur-Kutscher-Platz. Die 20 Schrägparker in der Mitte sollen Platz machen für Bäume und eine Wiesenfläche. „Es bleibt zu hoffen, dass die Umsetzung endlich 2019 erfolgt“, sagt Lederer-Piloty. 

Umgestaltungs-Pläne gibt es auch für Fläche rund um das Siegestor. Der Platz wird „von Autoabstellplätzen bereinigt und mit Pappelreihen nach historischem Vorbild neu gestaltet“, so Lederer-Piloty. Im Rahmen der 5,5 Millionen Euro teuren Umbauarbeiten fallen die Rechts-Abbiegespur stadtauswärts in die Schackstraße weg ebenso wie die Einfädelspur von der Akademie- in die Ludwigstraße.

Mehr Platz zum Wohnen und für die Kunst

Schwabing als besonders attraktives Viertel, unter anderem wegen des Englischen Gartens, zieht immer neue Bewohner an. Damit alle im Viertel Platz haben und sich eine Wohnung überhaupt leisten können, muss die Stadt laut Lederer-Piloty mit ihren eigenen Baugesellschaften „bauen, bauen, bauen – wie auf dem Domagkgelände, wo mehr als 1000 neue Wohnungen entstanden“, betont der Viertel-Chef. Viele Grundstücke im Neubaugebiet wurden an Bauherrngemeinschaften und Genossenschaften vergeben. 

Die moderne Grundschule am Bauhausplatz ist inzwischen fertiggestellt. „Es entsteht vor der Schule gerade der künstlerisch gestaltete Stadtplatz mit den drei Bs: Brunnen, Bäume, Bänke – drumherum Cafés, Restaurants und Läden“, sagt Lederer-Piloty. Im Osten des DomagkParks steht das Städtische Atelierhaus mit über 100 Künstlern. Der Bezirksausschuss setzt sich dafür ein, dass dort ein Kunst-Hochhaus mit weiteren 100 bezahlbaren Ateliers entsteht. 

Ein weiteres Neubaugebiet im Viertel ist das Schwabinger Tor. Dort sind die Gebäude sowie Außenräume inzwischen fertiggestellt. Zum Hotel Andaz sagt Lederer-Piloty: „Auch das noble Hotel mit öffentlich zugänglichem Schwimmbad und einer ‚Roof-Bar‘ wird im Frühjahr 2019 in Betrieb gehen. Dann wird – wenn die letzten Bäume gepflanzt sind – das neue ‚Stück Stadt‘ fertig sein.“

Laura Felbinger

Lesen Sie auch: Corso Leopold soll größer werden

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Hauptbahnhof: Vier Männer begeben sich auf einen seltsamen Spaziergang
Hauptbahnhof: Vier Männer begeben sich auf einen seltsamen Spaziergang
Catcalling: Verbale Übergriffe auf der Straße – ein Münchner Trio geht dagegen vor
Catcalling: Verbale Übergriffe auf der Straße – ein Münchner Trio geht dagegen vor
K2 Blade Night: Straßensperren und Busausfälle am Montag
K2 Blade Night: Straßensperren und Busausfälle am Montag

Kommentare