Außerirdisch gute Ideen

Ufo für den Sattlerplatz: Was eine neue Genossenschaft in der Altstadt plant

Das „Syn City“-Stadtlabor zeigt Entwürfe junger Architekur-Studenten zum Sattlerplatz.
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Das „Syn City“-Stadtlabor zeigt Entwürfe junger Architekur-Studenten zum Sattlerplatz.
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Das „Syn City“-Stadtlabor zeigt Entwürfe junger Architekur-Studenten zum Sattlerplatz.
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Das „Syn City“-Stadtlabor zeigt Entwürfe junger Architekur-Studenten zum Sattlerplatz.
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Das „Syn City“-Stadtlabor zeigt Entwürfe junger Architekur-Studenten zum Sattlerplatz.
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Das „Syn City“-Stadtlabor zeigt Entwürfe junger Architekur-Studenten zum Sattlerplatz.
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Das „Syn City“-Stadtlabor zeigt Entwürfe junger Architekur-Studenten zum Sattlerplatz.
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Das „Syn City“-Stadtlabor zeigt Entwürfe junger Architekur-Studenten zum Sattlerplatz.
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Das „Syn City“-Stadtlabor zeigt Entwürfe junger Architekur-Studenten zum Sattlerplatz.

Maxvorstadt: Landet bald ein Ufo auf dem Sattlerplatz? Außerirdisch sieht die Idee von Architektur-Studenten auf jeden Fall aus . Nur einer von vielen Vorschlägen für das Areal am Färbergraben.

Es sieht auf den ersten Blick so aus, als wären Außerirdische auf dem Sattlerplatz, also dem Areal am Färbergraben gegenüber der Hofstatt, gelandet. Dabei soll es sich aber um ein Gebilde handeln, in dem gleichzeitig in Ateliers Kunst geschaffen und in Ausstellungen Kunst betrachtet werden kann.

Dies ist nur eine von vielen visionären Ideen, die 13 Architektur-Studenten an der Universität Innsbruck für den Sattlerplatz vorschweben. Zu sehen ist der Entwurf aktuell in der Werkschau des „Syn City“-Stadtlabors am Oscar-von-Miller-Ring 29. „Syn City“ ist ein Projekt von „Syntopik“, einer gerade erst gegründeten Genossenschaft.

„Syntopik“ kommt von Syntopie. „Syntopie bedeutet die Überwindung von Teilkulturen“, erklärt Hajo Bahner (59), Initiator der Genossenschaft. Ziel von Syntopik ist es, neue Konzepte für die städtebauliche Entwicklung in und um München hervorzubringen. Dafür möchten die 22 Gründungsmitglieder, bestehend aus Architekten, Juristen, Künstlern, Journalisten und Unternehmern, Kontakte zu bestehenden Initiativen knüpfen sowie Genossenschaften zu bestimmten Projekten gründen, welche dann alle unter dem Dach von Syntopik vereint werden.

Das Projekt „Syn City“ hat zwei Schwerpunkte. Einer davon befasst sich mit der künftigen Bebauung des Sattlerplatzes, der andere mit der Quartiersentwicklung in Obersendling, wo man auf dem Parkdeck der U-Bahn-Station Aidenbachstraße einen Marktplatz nach Vorbild der chinesischen Hutongs plant.

„Es gibt immer mehr und immer größere Städte. Dabei mangelt es an Freiräumen, die Menschen für das soziale Miteinander brauchen“, sagt Bahner. Da Städte aber immer dichter besiedelt werden, sei ein „radikales Umdenken“ notwendig. „Flächen müssen anders genutzt werden. Nutzungen müssen kombiniert und Kosten möglichst niedrig gehalten werden, um neue Freiräume zu schaffen“, erklärt der Stadtentwickler.

Der Sattlerplatz wäre ein Testfeld für ein urbanes Gebiet, wie es sich die Zukunftsvisionäre vorstellen. „Die einzige Vorgabe, die die Studenten hatten, war das Motto ‚Transitory City‘, also wandlungsfähige Stadt“, sagt Bahner. Dabei entwickelten die österreichischen Studenten Entwürfe, die sich zum Teil realistisch umsetzen ließen, und solche, die sehr „utopisch“ seien, wie etwa das besagte begehbare Kunstobjekt .

Ein Entwurf, den Bahner als „sehr stark“ bezeichnet, ist der von Patrick Bayer und Christoph Schlapak. Die beiden Studenten stellen sich einen Gebäudekomplex mit einzelnen Parzellen vor, die architektonisch individuell gestaltet werden. „Dieser Entwurf ließe sich mit den Vorgaben der Stadt vereinen“, so Bahner. Man hätte aber noch nach keinem konkreten Plan für den Sattlerplatz gesucht, sondern erst einmal möglichst viele experimentelle Ideen sammeln wollen, an denen man dann weiter arbeiten könne. So entwarf Konstantin Jauk beispielsweise einen öffentlichen Bücherturm und Dominik Wild mehrere Gebäude mit Dachgärten, die über Brücken miteinander verbunden sind.

Im Herbst will die Genossenschaft konkretere Ideen, was auf dem Sattlerplatz möglich wäre, an die Stadt herantragen. Die ist den Impulsen gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen und wartet auf konkretere Vorschläge. „Wir versuchen die Bürger so viel wie möglich in unsere Pläne miteinzubinden“, sagt Bahner. „Am aktivsten beteiligen kann man sich, indem man der Genossenschaft beitritt.“ laf

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