Schwabing

Saalsperrung und Buh-Rufe bei Info-Veranstaltung über geplante Veränderungen in Schwabing

Als Kommunalreferent Axel Markwardt (vorne) im Gisela-Gymnasium die geplanten Veränderungen am Elisabethmarkt vorstellte, war der Andrang riesig. Bürger mussten weggeschickt werden.

Die Emotionen in Schwabing kochen hoch - vor allem beim Thema Elisabethmarkt.

Es ist das Thema, das die Emotionen der Schwabinger hochkochen lässt. Und das, was viele interessiert. Bei einer Info-Veranstaltung über die neuen Pläne am und um den Elisabethmarkt kamen jetzt so viele Bürger, dass die Feuerwehr zeitweise den Einlass stoppen musste – aus Sicherheitsgründen.

Die 200 Anwohner, die es in den Saal im Gisela-Gymnasium geschafft hatten, machten teilweise ihrem Unmut deutlich Luft. Kommunalreferent Axel Markwardt erntete Buh-Rufe und Pfiffe, als er die Machbarkeitsstudie vorstellte, die er am Donnerstag, 23. März, im Stadtrat verabschieden lassen will.

Grund dafür sind die verhärteten Fronten seitens der Stadt und einer Gruppe von Schwabingern, die mit einer 23 000 Unterschriften starken Petition den Erhalt des Marktes fordern (Hallo berichtete). Auch die Händler sind sich uneinig: Ungefähr 30 Prozent sind für den geplanten Abriss und Neubau.

Weil 2011 ein TÜV-Gutachten erhebliche Mängel bei Hygiene und Brandschutz an dem Traditionsmarkt am Elisabethplatz festgestellt hatte, plant die Stadt München den Umbau.

Da eine Sanierung im Bestand nicht möglich sei, soll der Markt – parallel zum Neubau des angrenzenden Mehrzweck-Gebäudes der Stadtsparkasse – erst abgerissen und dann bis 2022 wieder neu gebaut werden. „Das ist doch ein Schmarrn“, meint Petitions-Leiter Hubertus von Medinger im Plenum. Er und seine Mitstreiter plädieren für eine Sanierung im Bestand.

Neben der Angst, der Markt würde seinen Charakter verlieren, steht vor allem der Entwurf des zukünftig angrenzenden Gebäudes der Stadtsparkasse am Pranger. „Dieses Monsterwerk wird den ganzen Markt zerstören“, beschwert sich Anwohner Helmut Frischter.
Julia Langhof

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