Der Wellenweg schreckt Fahrradfahrer ab

Ein Radweg ohne Radfahrer?

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Günter Tebelmann will, dass sich beim Radweg an der Berliner Straße endlich etwas tut.

Schwabing - „Der Weg ist gemeingefährlich. Da muss endlich was getan werden“ - Der Radweg gleicht mittlerweile mehr einem Wellenweg - Radfahrer nutzen deswegen häufig den Gehsteig

Der Radweg an der Berliner Straße gleicht einem Gewässer mit leichtem Seegang. Die Wurzeln der Pappelallee daneben haben die Pflastersteine hochgedrückt und dafür gesorgt, dass Radler inzwischen lieber den Fußweg nehmen. Günter Tebelmann (78) fordert daher eine Sanierung des Radwegs.

Das Fahrradfahrer den Radweg nutzen, ist mittlerweile eher ein seltenes Bild.

„Der Weg ist gemeingefährlich. Da muss endlich was getan werden“, betont Tebelmann. In der nächsten Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Schwabing-Freimann möchte der Schwabinger Rentner daher einen Antrag einreichen. Tebelmann ist bei jeder Sitzung vertreten, kümmert sich um den Schaukasten des BA und begleitet die Mitglieder zum Teil auf Termine. „Mir wurde auch schon nahegelegt, selbst Mitglied zu werden, aber ich möchte mich keiner Partei anschließen“, so Tebelmann.

„Der Fahrradweg an der Berliner Straße wird 2018 und 2019 punktuell saniert“, sagt Monika Großkopf, Sprecherin des Baureferats auf Anfrage. Eine Neuigkeit, die dem BA bisher nicht mitgeteilt wurde. „Davon ist uns nichts bekannt. Bereits vor drei Jahren gab es eine Ortsbesichtigung. Uns wurde daraufhin gesagt, dass der Radweg ganz zurückgebaut wird und die Radler auf die Straße müssen“, sagt Petra Piloty (SPD), Unterausschuss-Vorsitzende für Stadtplanung und Architektur. Ein zurückgebauter Radweg ergebe nach Pilotys Meinung auch mehr Sinn, denn dann hätten die Pappeln genügend Platz für ihre Wurzeln. „Außerdem frage ich mich, warum da lediglich punktuell saniert werden soll. Der komplette Radweg ist kaputt.“

Laura Felbinger

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