Anwohner fordern Verbotsschilder für störende Dauercamper

Osterwaldstraße: Parken oder wohnen?

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Seit Jahren klagen Anwohner der Osterwaldstraße wie Horst Engler-Hamm über Dauerparker.

Schwabing – Parkplatzmangel in der Innenstadt ist ein alltägliches Phänomen. Doch in der Osterwaldstraße sind die verfügbaren Parkplätze durch Dauercamper belegt – Die Anwohner sind genervt

Den Anwohnern der Osterwaldstraße reicht es: Seit Jahren haben sie Probleme einen Parkplatz zu finden. „In den letzten fünf Jahren ist das hier unerträglich geworden! Ich muss oft weiter weg parken und ein paar Kilometer zu Fuß gehen“, sagt Horst Engler-Hamm (Freie Wähler) aus dem Bezirksausschuss (BA) Schwabing-Freimann. Die Internetseite www.camperonline.it verweist in Bezug auf freies Parken in München sogar auf die Osterwaldstraße.

Die Freien Wähler haben im BA nun einen Antrag eingereicht, dass Verkehrsschilder aufgestellt werden, die das Dauerparken und das Abstellen von Wohnwagen verbieten. „Wir haben den Antrag vertagt und werden uns die Situation im Frühjahr nochmal ansehen“, sagt der BA-Chef Werner Lederer-Piloty (SPD). Im Moment sei schließlich nicht die Jahreszeit für Campingausflüge. Vor ein paar Jahren hat der BA bereits beantragt, Verbotsschilder aufzustellen. Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) hat den Antrag aber abgelehnt. 

Auch diesmal könnte ein entsprechender Antrag auf Gegenwind stoßen. Das Problem: „Eine Beschilderung, die das dauerhafte Abstellen von Wohnwagen verbietet, ist in der Straßenverkehrsordnung nicht vorgesehen“, sagt KVR-Sprecher Johannes Mayer. Dort sei bereits festgelegt, dass Wohnwagen nicht dauerhaft abgestellt werden dürfen. Wohnwagen ohne Zugfahrzeug dürfen bis zu 14 Tage parken. „Das Problem bei der Überwachung liegt im Nachweis, dass ein solcher Anhänger tatsächlich länger als 14 Tage steht, ohne dass er zwischenzeitlich bewegt wurde.“

laf

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