Anwohner waren besorgt

Hohenzollernplatz: Grünes Licht für Nahversorgung – Netto bleibt

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Der Hohenzollernplatz – das Herz Schwabings. Supermarkt und Metzgerei sind ein fester Bestandteil davon.

Der Supermarkt am Hohenzollernplatz wird vorerst bleiben – Der Investor stellt jetzt in Hallo seine Pläne vor.

Schwabing – Gibt es bald keinen Supermarkt am Hohenzollernplatz mehr? Das fragten sich die Lokalpolitiker des BA Schwabing-West als sie erfuhren, dass das Gebäude am Hohenzollernplatz 7 zum Teil abgerissen und das komplette Erdgeschoss umgebaut werden soll. Der Discounter ist die erste Anlaufstelle für viele Anwohner, wenn es um die alltägliche Grundversorgung geht.

Investor beruhigt die Sorgen der Anwohner

Sicher war zum Zeitpunkt: Das Gebäude soll eine Tiefgarage und ein zusätzliches Stockwerk bekommen. Außerdem möchte man Lärm- und Geruchsproblemen durch einen Metzgereibetrieb Herr werden. Für das Erdgeschoss kündigte der Investor und Besitzer der Immobilie, Michael Fischbaum, ein Café an. Inwieweit dann noch Platz für den alltäglichen Einkauf bliebe: unsicher.

Auf Hallo-Nachfrage beruhigt Fischbaum die Sorgen der Anwohner: „Es muss weiterhin einen Supermarkt für die Masse der Anwohner geben, der deren alltägliche Einkaufs-Bedürfnisse befriedigend abdeckt.“ Das Wegfallen eines Supermarktes wäre auch für seinen Hotelbetrieb, der sich über den Discounter befindet, schlecht. Er möchte den „Netto“ noch mindestens bis Ende 2020 im Gebäude behalten. Ende des Jahres will er die Baupläne einreichen.

Bis zum Baubeginn kann es zwischen sechs und neun Monate dauern, sagt Fischbaum. Nach dem Umbau soll es weiterhin auch einen Supermarkt, neben einem angedachten Café geben: „Ich dachte an etwas Vergleichbares wie das Café Münchner Freiheit. Als Supermarkt habe ich mehrere mögliche Betreiber im Auge – von Netto über Basic oder auch einen Edeka. Käfer imponiert mir sehr, aber ich kann mich da zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht exakt festlegen.“

„Langfristig bestimmen der Markt und die Nachfrage, was sinnvoll ist“

Wenn es um Feinkost oder Discounter geht, sind sich die Lokalpolitiker einig, BA-Chef Walter Klein (SPD): „Wir werden uns für einen Discounter und zwar in derselben Größe oder sogar größer einsetzen. Es leben viele ältere und berufstätige Menschen im Viertel, die brauchen eine leicht erreichbare Einkaufsmöglichkeit.“

Während der geschätzten Umbauzeit von zwei Jahren wird das Erdgeschoss leerstehen. Langfristig möchte Fischbaum Flexibilität: „Im Moment nutzen viele Münchner noch Supermärkte, künftig wird sich der Einkauf von Lebensmitteln aber immer stärker auf das Internet verlagern. Langfristig bestimmen der Markt und die Nachfrage, was sinnvoll ist und was nicht.“ Der Investor wird sich in den kommenden Wochen mit dem BA besprechen. Das Ergebnis wird in der kommenden BA-Sitzung am Mittwoch, 3. Juli, bekanntgegeben. Daniel Schubert

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