Zukunft steht fest

Elisabethmarkt: Dachterassen und Liebe zum Detail – So soll der Neubau aussehen

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Nach einer langen, von Streit und hitzigen Diskussionen geprägten Planungsphase, wurde jetzt das Gesicht des neuen Elisabethmarkts vorgestellt.

Vom Traditionsort zum Diskussionsthema: Der geplante Abriss und Neubau des Elisabethmarktes sorgte für Furore im Viertel. Jetzt scheint endlich Einigkeit unter den Beteiligten zu herrschen.

Update: 11. Juli

Viel Protest gab es in Schwabing gegen den geplanten Abriss und Neubau des Elisabethmarkts (siehe unten). Nun scheinen die Bürger versöhnt – zumindest die im Februar bei einem Workshop zur Umgestaltung mitgemacht hatten. 

Architekt Rainer Hofmann des zuständigen Büros Bogevisch präsentierte diese Woche die neuen Pläne. „Dachterrassen, Kleinteiligkeit, Plätzchen und eine Anmutung, die nichts vom Bestand vermissen lässt – aber viel Neues bietet“, beschreibt der Planer den neuen Entwurf. 

„Die Bürger sahen ihre Ideen und Wünsche so detailliert dargestellt, dass sie einstimmig entschieden, genau so weiter zu machen“, erklärt Hofmann. 

Der über 20 Millionen Euro teure Umbau soll 2020 beginnen. Insgesamt soll es nur noch elf Stände geben, die meist zwei verschiedene Anbieter beherbergen, da sie zu allen Richtungen offen sind und so mehr Verkaufsfläche bieten.

Maren Kowitz

Erstmeldung: 6. Februar – Jetzt sind die Bürger gefragt!

Die Entwicklung des traditionsreichen Elisabethmarkts liegt vielen Münchnern am Herzen.

Vom Traditionsort zum Diskussionsthema: Die Stadt hat das neueste Konzept für den Umbau des Elisabethmarkts vorgestellt – Dieses beinhaltet aktive Bürgerbeteiligung...

Schwabing – Die Planungen zum Umbau und der Sanierung des Elisabethmarkts schreiten voran (Hallo berichtete). Nun sollen Bürger in einem Workshop die Zukunft des Markts mitgestalten, wie die Standl stehen und die Flächen aussehen sollen. Einen konkreten Einblick in die Entwicklungen bekamen die Schwabinger Lokalpolitiker in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Schwabing-West.

„Soweit ist alles gut durchdacht“, findet der BA-Vorsitzende Walter Klein. Der BA hat den Plänen zugestimmt. Geplant ist ein Interimsmarkt ab 2020 zwischen dem Elisabethplatz und der gegenüberliegenden Berufsschule für Fahrzeugtechnik. 15 Händler kommen in mit Holz verkleideten Containern unter. Im Moment ist der Elisabethmarkt noch in Betrieb. Für einen bereits leerstehenden Stand läuft momentan eine Ausschreibung des Kompetenzteams für Kultur- und Kreativwirtschaft zur nicht-kommerziellen Zwischennutzung.

Direkt neben dem Markt plant die Stadtsparkasse auf einem rund 5800 Quadratmeter großen Areal zwischen Nordend- und Arcisstraße zwei L-förmige Gebäude. Enthalten sollen diese: Büro- und Einzelhandelsflächen, Gastronomie, eine Kindertageseinrichtung bestehend aus drei Kindergarten- und drei Krippengruppen, 82 Mietwohnungen und ein Wohnheim mit 80 Apartments für Studenten und Auszubildende der Sparkasse.

Gastronomie und Läden sollen keine Konkurrenz zum Markt darstellen, sichert das Konzept-Papier zu. Lebens- und Genussmittel sollen nicht im Mittelpunkt des Sortiments stehen. Geplant ist außerdem der Bau einer Tiefgarage mit 50 Anwohner-Stellplätzen. Die Zufahrt ist an der Nordendstraße und die Ausfahrt an der Arcisstraße.

Laura Felbinger

So kann man sich beteiligen

Am Donnerstag, 7. Februar, findet um 19 Uhr im Gisela-Gymnasium, Arcisstraße 65, eine Informations-Veranstaltung zum Planungsstand des Elisabethmarkts statt. Die Veranstaltung richtet sich an die umliegenden Anwohner. Dabei erörtern Vertreter des Kommunalreferats den neuesten Planungsstand. Zudem werden Teilnehmer für einen die Woche darauf stattfindenden Workshop ausgewählt. Der Bürgerworkshop ist für Donnerstag, 14. Februar, geplant. Wer teilnehmen und seine Wünsche zur Gestaltung des Markts abgeben will, ist verpflichtet, zuvor die Informations-Veranstaltung zu besuchen.

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