Gegen den Kahlschlag: Neue Initiative baut Druck auf Politik und Behörden auf

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Untermiet-Wahnsinn zur Wiesn: 850 Euro für neun Quadratmeter!?

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Grüne scheitern mit Antrag im BA

Autos statt Platz? – Hier fühlen sich Fußgänger und Radfahrer benachteiligt

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Im Ballungszentrum Maxvorstadt ist jeder Meter Straße hart umkämpft.

Eine emotionale Debatte: Die Verkehrssituation in der Maxvorstadt. Wie viel Streitpotenzial in dieser Auseinandersetzung steckt, zeigte sich bei der jüngsten BA-Sitzung. Das ganze Ausmaß...

Maxvorstadt – Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer, das wollte die Grünen-Fraktion im BA der Maxvorstadt mit zwei Anträgen erreichen. 

Für die Schelling- und die Türkenstraße sahen diese vor, dass Parkplätze abschnittsweise in Misch- und Bewohnerparkplätze umgewandelt werden – also Parkplätze, die entweder ganztags oder ab 18 Uhr nur von Anwohnern genutzt werden dürfen. In der Konsequenz könnten Schilder und Parkautomaten vom Bürgersteig entfernt werden. 

Auch mehr Radstellplätze auf Kosten von Parkplätze zu schaffen, stand zur Diskussion. Beide Anträge wurden trotz heftigen Protests der Grünen-Fraktion abgelehnt. „Wir leben schon im selben Viertel?“, fragte Martha Hipp (Grüne) ins Gremium. Dabei verwies sie immer wieder auf Fotos, welche deutlich zeigen sollen, dass zu wenig Platz zwischen abgestellten Rädern, Baustellen, Freischankflächen und Parkautomaten auf dem Bürgersteig sei. 

Doch Hans-Stefan Selikovsky (SPD) beendete die Diskussion: „Wollen sie Fahrer von Außerhalb aus der Maxvorstadt verbannen?“ Abstimmung: Antrag abgelehnt.

Wer tatsächlich eine offene Rechnung mit Autofahrern hatte, war die Verfasserin eines Bürgeranliegens. Die betroffene Anwohnerin schilderte dem BA in ihrem Schreiben „gefährliche Situationen“ für Radfahrer und forderte eine Veränderung des Verkehrskonzeptes. Sie berichtete von einer Situation in der Schellingstraße, bei der sie von einem vorbeifahrenden Auto geschnitten wurde und vom Fahrrad stürzte – ihren Nachbarn soll es ähnlich ergangen sein. 

Um die Situation zu verbessern, stellte sie sich einen gesonderten Radweg oder eine Tempo-30-Zone vor. Sie schlug allerdings auch vor, die Schellingstraße in eine Einbahnstraße umzuwandeln. Dass das nicht umsetzbar sei, darüber waren sich die Lokalpolitiker einig.

Daniel Schubert

Kommentar: Falsch abgebogen

Hallo-Mitarbeiter Daniel Schubert.

Die Grünen-Fraktion hat bereits Verkehrswende im Viertel gewittert – eine Vision die scheinbar nur parteiintern Anklang fand. Dabei ist kaum ein Viertel so gut an den ÖPNV angebunden: Tram, Bus, U-Bahn-Stationen, die Maxvorstadt hat alles und das an fast jeder Straßenecke. Am Ende siegen trotzdem die Autofahrer. Bedenkt man, dass der auskunftgebende Polizist zu Beginn der Sitzung eingestand: „Wenn wir alle Falsch­parker in der Maxvorstadt erwischen wollten, dann müssten wir 24 Stunden Knöllchen verteilen“ stellt sich die Frage, warum man immer noch Autofahrer über Rad- und Fußverkehr stellt.

Daniel Schubert

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