Mehr Lebensqualität fürs Viertel

Stadtrat: Neuer Antrag  soll öffentliche Plätze verschönern – auch in der Stadtmitte

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Mit Pappeln wird das Siegestor noch vor 2021 grüner. Ähnlich könnte es am Bonner Platz und der Grünfläche Barer Ecke Nordstraße aussehen.

Ein frischen Ambiente, mehr Grün aber keine Kollisionen mit dem Stadtverkehr: Ein Antrag im Stadtrat soll für die Aufwertung öffentlicher Plätze fördern – auch in Schwabing und der Maxvorstadt.

Maxvorstadt/Schwabing – Der Bonner Platz und die Grünfläche Barer Straße Ecke Nord­endstraße sollen mehr Aufenthalts- und Lebensqualität bekommen. Das schlägt die SPD-Stadtratsfraktion mit einem Antrag zur Verschönerung von fünf Plätzen in München vor. Darunter sind auch der Loretto-, Europa- und Esperantoplatz. 

Fraktionsvorsitzender Alexander Reissl begründet die Wahl wie folgt: „Es muss ohne große verkehrlich Änderungen realisierbar sein. Und die für die Umgestaltung entstehende Baumasse sollte nicht zu groß werden.“ 

Eine wichtige Rolle spielen auch die Baukosten, die an diesen Plätzen günstiger ausfallen würden. Das Ziel sei, mit möglichst breiter Bürgerbeteiligung den Plätzen mehr Aufenthaltsqualität zu entlocken.

Verschönerungsmaßnahmen nehmen nach sieben Jahren Fahrt auf

Auch das Areal rund um die Barerstraße Ecke Schellingstraße soll aufgewertet werden.

Wie die Umsetzung des Antrages aussehen könnte, zeigt sich an vier momentanen Bauvorhaben. Denn ein ähnlicher Antrag wurde bereits 2012 gestellt und bewilligt. Nun, nach Bürgerbeteiligungsveranstaltungen, Folgeanträgen, Abstimmungen mit Bezirks­ausschüssen und Referaten, beginnen nach sieben Jahren für vier der fünf Plätze die Verschönerungsmaßnahmen. 

Die umfangreichen Unternehmungen kosten je nach Baustelle zwischen 830 000 und über fünf Millionen Euro. So soll das Siegestor mit einer Verbreiterung des Gehweges auf teils 18 Meter mehr Platz zum Flanieren bekommen, was auf Kosten der Fahrspuren um das Monument gehen wird. Diese sollen enger geführt werden. 

Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und sollen bis 2020 andauern. 

Kosten der einzelnen Projekte schwanken

Auf den breiten Bürgersteig werden Rundbänken aufgestellt. Auch der Willibaldplatz in Laim und der Kirchenvorplatz, Ubo- Ecke Altostraße, in Aubing sollen Baumbepflanzungen und mehr Aufenthaltsqualität auf Kosten von Parkplätzen und Fahrspuren bekommt.

Geht es nach dem Stadtrat, soll man auch am Bonner Platz künftig in frischer Atmosphäre flanieren können.

Tiefer in die Tasche wird für den St.-Pauls-Platz an der Theresienwiese gegriffen. Die neugotische Kirche mit geschätzten Ausblick auf das Oktoberfest bekommt einen großen Aufenthaltsraum für Märkte und wird gespickt mit Kirschbäumen. Letzteres Bauprojekt soll bis zum Sommer 2020 andauern, bei den anderen ist mit einer Fertigstellung noch in diesem Jahr zu rechnen.

Finale Entscheidung noch ausstehend

Ob es für die fünf genannten Plätze im aktuellen Antrag Verschönerungsmaßnahmen geben wird, zeigt sich frühestens in einem halben Jahr. So lange wird es voraussichtlich dauern, bis die Verwaltung den Antrag geprüft hat, sagt Pressesprecher der SPD-Fraktion Matthias Jörg. 

Nach Bewilligung sind Bürgerbeteiligungsveranstaltungen zur Umgestaltung der Plätze vorgesehen.

Daniel Schubert

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