Maxvorstädter  wissen nicht, wohin mit ihren Christbäumen

Oh Tannenbaum, wohin mit den Nadeln?

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Vor lauter Bäumen sieht man Schilder nicht mehr.

Maxvorstadt – Am 2. Februar verlassen auch die letzten Christbäume traditionell die Münchner Wohnungen – Damit bei der Entsorgung alles einwandfrei vonstatten geht, muss aber noch einiges getan werden

Gerhard Mittag (CSU), Mitglied des Bezirksausschusses Maxvorstadt.

Mit Mariä Lichtmess am Samstag, 2. Februar, kommt der Segen ins Haus und traditionell fliegt der Christbaum raus. Was in der Maxvorstadt gar nicht so einfach ist, findet Gerhard Mittag (CSU) vom Bezirksausschuss Maxvorstadt: „Im Viertel wohnen 55 000 Menschen, trotzdem gibt es schlicht keine Christbaumsammelstelle.“ Zudem würden nicht alle Bewohner ein Auto besitzen und von diesen könne man nicht erwarten, dass sie auf dem Fahrrad oder zu Fuß ihre Christbäume schleppen. Man müsste neue schaffen oder die momentanen „wilden“ Sammelstellen legalisieren, fordert Mittag.

Evi Thiermann, Sprecherin des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWM): „Das AWM ist natürlich bemüht, möglichst viele Stellen gleichmäßig zu verteilen.“ Die Platzsuche sei allerdings schwierig. Auf der Straße sei dies kaum möglich, da Menschen mit Rollator, Kinderwägen oder Rollstühlen den Platz auf dem Gehsteig brauchen. Es blieben Schulen und andere städtische Institutionen, um den Platz für die Entsorgungen zu stellen. 

Allerdings müsse auch dort die Verkehrsordnung eingehalten werden. „Außerdem sind die Bäume brandgefährlich“, betont Thiermann. Deshalb müsse immer extra ein Hausmeister ein Auge auf die Ablagestelle haben. Eine andere Möglichkeit sind Privatgrundbesitzer, die einen Teil ihres Grundes für die Nachbarschaft als Entsorgungsstelle anbieten. Das findet auf freiwilliger Basis statt und die Verantwortung dafür trägt der Besitzer: „Wir fragen möglichst viele an, aber niemand kommt auf uns zu“, beklagt Thiermann.

Daniel Schubert

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