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Hilfe für „Neues Gabriel“

Gibt es noch Rettung für Münchens ältestes Kino?

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Die Eigentümer wollen das Gabriel-Gebäude verkaufen. Jetzt fordern Bürger und der Bezirksausschuss Maxvorstadt die Stadt auf, das Haus zu kaufen.

Maxvorstadt – Seit 1907 gibt es das „Neue Gabriel“-Kino in der Dachauer Straße – bald nicht mehr. Die Eigentümer wollen das Gebäude verkaufen. Das bringt einige Bürger auf eine Idee...

Es zählt zu den ältesten Filmtheatern der Welt, wurde 1907 in der Dachauer Straße eröffnet: Das Neue Gabriel Kino. Doch zum Jahresende soll Schluss sein mit Filmvorführungen – Besitzer Walter Büche, der das Lichtspielhaus mit Tochter Alexandra Gmell in vierter und fünfter Generation führt, will das gesamte Haus verkaufen – inklusive aller Wohnungen, die über dem Kino sind.

Dem will Gerhard Mittag (48), Mitglied im Bezirksausschuss Maxvorstadt, nicht tatenlos zusehen: „Allein der Gedanke, dass hier im Viertel noch eine weitere Spielhalle, der hundertste Friseur, Wettbüros oder noch ein Luxushotel entsteht, ist mir ein Graus.“ 

Für den gebürtigen Maxvorstädter Gerhard Mittag gehört das Gabriel-Kino seit Kindheit zum Viertel dazu.

Mit seinen Kollegen vom Bezirksausschuss 3 hat der gebürtige Maxvorstädter einen Plan entwickelt. Sie haben einstimmig und fraktionsübergreifend einen Antrag an die Stadt vorbereitet: „Das Neue Gabriel Kino muss erhalten bleiben, nicht nur zur kulturellen Nutzung, sondern auch als günstiger Wohnraum im Viertel.“ Ihr Wunsch wäre die Kino-Belegung etwa durch das nahe Luisengymnasium, für Fortbildungen oder eine Öffnung für Kunst, Kultur oder Stadtteilgruppen.

Einen prominenten Unterstützer hat Mittag bereits auf seiner Seite. Oberbürgermeister Dieter Reiter will sich der Sache annehmen, verspricht er Hallo: „Ich werde gerne persönlich mit den Eigentümern über einen möglichen Verkauf an die Stadt München verhandeln.“ 

Ob ein Angebot der Stadt für den Eigentümer interessant wäre, dazu wollte sich Walter Büche nicht öffentlich äußern. Ebenso wenig zu seinen Plänen mit dem Gebäude.

Laut SPD-Stadtratsfraktion gibt es bereits eine Initiative, die eine künftige Betreiberschaft im Genossenschaftsmodell anstrebt, um einen Weiterbetrieb mit künstlerischem Anspruch zu gewährleisten. Auch die Fraktion fordert den Kauf des Kinos, „um den Kulturort vor dem Aussterben in einem ohnehin von Gentrifizierungstendenzen betroffenen Stadtviertel zu bewahren.“

Zu allen politischen Vorstößen gibt es auch schon eine Unterschriftensammlung zur Rettung des Kinos: Bei Open Petition kann sich eintragen, wer die Erhaltung des Lichtspielhauses befürwortet. Mittag ist zuversichtlich: „Die ersten Schritte sind gemacht.“

Marie-Julie Hlawica

OB Reiter: Kino und Wohnungen erhalten

„Das Gabriel-Kino ist eines der ältesten Filmtheater der Welt und schon allein aus diesem Grund sollten wir alles versuchen, es genau dort auch als Kino zu erhalten. Ich werde dazu gerne persönlich mit den Eigentümern über einen möglichen Verkauf an die Stadt München verhandeln, um das gesamte Gebäude zu erwerben. So könnten wir gleichzeitig auch die Wohnungen zu bezahlbaren Mieten dort erhalten, was gerade für das Bahnhofsviertel ein wichtiges Signal für den Erhalt von Wohnungen wäre. Dafür setze ich mich gern ein.“

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