Die „Modifizierte Alternative 5“ sieht keine ASZ-Haltestelle vor

Verkehrsführung im Museumsviertel: Kein Halt für Senioren?

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Bisher ist der Weg von der Bushaltestelle zum ASZ Maxvorstadt (Gebäude rechts im Bild) noch sehr kurz. Mit der „Modifizierten Alternative 5“ wird die Haltestelle aber vielleicht entfallen.

Maxvorstadt – Die neue Verkehrsführung im Viertel stellt das Alten- und Servicezentrum (ASZ) vor ein Problem – Hallo erklärt die Hintergründe

Seit über 40 Jahren bestehen Pläne für eine neue Verkehrsführung im Museumsviertel. Nun endlich wurde die sogenannte „Modifizierte Alternative 5“ vom Stadtrat beschlossen. Im Bezirksausschuss (BA) Maxvorstadt hat man die Pläne begrüßt. Doch nicht jeder ist glücklich. Im Alten- und Servicezentrum (ASZ) Maxvorstadt macht man sich Sorgen, denn „die Bushaltestelle vor dem ASZ fällt weg. Die nächste Haltestelle ist dann erst am Königsplatz und das ist ein unzumutbar langer Weg für die Senioren“, klagt Birgit Schmidt-Deckert, Sozialpädagogin im ASZ.

Felix Lang (SPD), Mitglied im Bezirksausschuss Maxvorstadt.

Die Pläne für die neue Verkehrsführung sehen vor, dass die Einbahnregelung für folgende Straßenabschnitte aufgehoben wird: Gabelsbergerstraße zwischen Arcis- und Türkenstraße, Theresienstraße zwischen Luisen- und Türkenstraße sowie Türkenstraße zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße. Zudem fallen im Gebiet 130 Parkplätze weg und die Busverbindungen werden der neuen Verkehrsführung angepasst.

Bisher biegt die Buslinie 58 vom Königsplatz kommend in die Gabelsbergerstraße ein und hält bei der Haltestelle „Technische Universität“ direkt vor dem ASZ. Künftig würde der Bus wegen der neuen Verkehrsführung aber weiter geradeaus auf der Luisenstraße fahren und die Bushaltestelle würde nutzlos.

Mit ihrer Sorge hat sich Schmidt-Deckert nun an Felix Lang (SPD) vom BA Maxvorstadt gewandt. Lang will sich dafür einsetzen, dass die Bushaltestelle bleibt. Er verweist darauf, dass die Haltestelle erst vor wenigen Jahren mit viel Aufwand barrierefrei sowie mit beleuchteter Wartehalle und elektronischer Anzeige ausgestattet worden sei. „Wenn das alles wieder ab- oder umgebaut werden muss, wäre das eine immense Geldverschwendung“, betont der Politiker.

Michael Solic, Sprecher der Stadtwerke, erklärt: „Da die Einbahnregelung in der Theresienstraße aufgehoben wird, soll der Bus in beiden Richtungen durch die Theresienstraße fahren.“ Davon verspricht sich die Stadt eine leichtere Auffindbarkeit der Haltestellen, „denn es ist für viele Fahrgäste schwer nachvollziehbar, wenn man für die Rückfahrt in einer anderen Straße einsteigen muss als man auf der Hinfahrt angekommen ist.“ Zudem werde der Umsteigeweg zur Tram an der Haltestelle „Pinakotheken“ deutlich verkürzt. Für die Haltestelle „Technische Universität“ sei bereits eine Ersatzhaltestelle vorgesehen: „Die derzeitige Planung sieht eine Haltestelle in der Luisenstraße nördlich der Kreuzung mit der Gabelsbergerstraße vor.“ Was die Bushaltestelle vor dem ASZ angeht, sind aber noch nicht alle Würfel gefallen. „Die MVG wird uns einen Termin anbieten, wo wir uns nochmal austauschen“, so Lang.

Laura Felbinger

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