Münchner Tierärzte testen erfolgreich eine Therapie gegen Arthrose

Endlich wieder leben wie ein Hund

Die Therapie von Professor Meyer-Lindenberg schlägt an. Zur Freude von Aloha und Arnulf Meyer.
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Die Therapie von Professor Meyer-Lindenberg schlägt an. Zur Freude von Aloha und Arnulf Meyer.
Die Therapie von Professor Meyer-Lindenberg schlägt an. Zur Freude von Aloha und Arnulf Meyer.
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Die Therapie von Professor Meyer-Lindenberg schlägt an. Zur Freude von Aloha und Arnulf Meyer.
Auf Röntgenbildern analysieren die Ärzte den Zustand der betroffenen Gelenke.
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Auf Röntgenbildern analysieren die Ärzte den Zustand der betroffenen Gelenke.
Nach gründlichen Voruntersuchen wird entschieden, ob ein Hund für die Studie zugelassen werden kann.
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Nach gründlichen Voruntersuchen wird entschieden, ob ein Hund für die Studie zugelassen werden kann.
Nach gründlichen Voruntersuchen wird entschieden, ob ein Hund für die Studie zugelassen werden kann.
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Nach gründlichen Voruntersuchen wird entschieden, ob ein Hund für die Studie zugelassen werden kann.
Nach gründlichen Voruntersuchen wird entschieden, ob ein Hund für die Studie zugelassen werden kann.
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Nach gründlichen Voruntersuchen wird entschieden, ob ein Hund für die Studie zugelassen werden kann.
Zur ausführlichen Voruntersuchung gehört auch eine Ganganalyse auf dem Laufband mit speziellen Kameras und Sensoren.
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Zur ausführlichen Voruntersuchung gehört auch eine Ganganalyse auf dem Laufband mit speziellen Kameras und Sensoren.
Zur ausführlichen Voruntersuchung gehört auch eine Ganganalyse auf dem Laufband mit speziellen Kameras und Sensoren.
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Zur ausführlichen Voruntersuchung gehört auch eine Ganganalyse auf dem Laufband mit speziellen Kameras und Sensoren.

Maxvorstadt – Humpeln, ständige Gelenkschmerzen, täglich Schmerzmittel: Arthrose raubt Hunden die Freude am Leben – Jetzt haben Münchner Tierärzte erfolgreich eine neue Therapie entwickelt

Ausgelassen wie ein Welpe tobt Labradorhündin Aloha durch den Schnee. Noch vor kurzem undenkbar. Zwei Jahre lang musste die Zehnjährige täglich Schmerzmittel nehmen, humpelte stark. „Aloha hat Arthrose. Sie wirkte platt und unglücklich. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben“, gibt Halter Arnulf Meyer zu.

Dass sich der Zustand seines Lieblings drastisch verbessert hat, liegt an Ärzten der Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität. Sie befassen sich mit einer Studie zur Behandlung von Arthrose bei Hunden durch Stammzellenspende. „Die Hunde, die wir zur Studie zulassen, weisen Leiden an den großen Gelenken auf“, erklärt Professor Dr. Andrea Meyer-Lindenberg. Wichtig sei, dass die Hunde austherapiert sind und es trotz früherer Behandlungen keine Verbesserungen gibt. Nach gründlichen Voruntersuchen, die auch eine Ganganalyse auf einem Laufband beinhalten, wird entschieden, ob ein Hund für die Studie zugelassen werden kann.

Aloha hatte dieses Glück. Es folgte ein kleiner Eingriff, bei dem unter Narkose Fettgewebe entnommen wurde. Mittels Enzym werden die Stammzellen in einer Zentrifuge aus dem Gewebe extrahiert und anschließend in das erkrankte Gelenk injiziert. Die Voruntersuchungen und die Operation selbst dauern nicht lange. „Am Nachmittag konnte ich Aloha schon mit nach Hause nehmen“, erinnert sich Meyer.

Danach werden die tierischen Patienten in regelmäßigen Abständen nachuntersucht. Die Freude im Fall von Aloha und Herrchen Meyer war anschließend groß: Aloha ist von ihren Schmerzen befreit. Normalerweise kostet eine solche Behandlung 1500 Euro aufwärts. Im Rahmen der Studie sind die Behandlungen gesponsert – es fallen lediglich die Sachkosten in Höhe von etwa 250 Euro an.

Derzeit geht es darum, noch genauer bestimmen zu können, bei welchen konkreten Fällen die Behandlung wirkt. Der nächste Schritt ist dann zu testen, ob Arthrose auch vorgebeugt werden kann, indem bei Operationen verletzter Gelenke bereits prophylaktisch Stammzellen injiziert werden. Wann diese Studie beginnt, steht aber noch nicht fest.

Marie Graichen

Aktuell können Halter noch ausgewachsene Hunde ab einem Jahr und einem Gewicht ab zehn Kilo für die Studie anmelden. Infos unter Telefon 21 80 26 34 oder online unter www.chir.vetmed.uni-muenchen.de

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