„Therese“ weist in die Zukunft

Das Vorbild der Nachverdichtung

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Auf 6500 Quadratmeter im Innenhof der Theresienstraße 71 bis 73 sind acht neue Häuser entstanden.

Maxvorstadt – Versetzt und hell: Am Beispiel der Theresienstraße zeigt Stadtbaurätin Elisabeth Merk, wie sie sich künftige Bauprojekte wünscht

Wo bis 2016 die Produktionsstätten der Arri-Film residierten, sind jetzt acht Häuser entstanden – auf 6500 Quadratmeter im Innenhof der Theresienstraße 71 bis 73. Klingt eng, wurde aber beim Bauprojekt „Therese“ zukunftsweisend gelöst, findet Stadtbaurätin Elisabeth Merk. „Die Dynamik ist bemerkenswert, die guten Proportionen. So etwas fordern wir als Stadt ab sofort immer.“

Stadtbaurätin Elisabeth Merk. obt die Platzausnutzung des „Therese“.

Günstige Wohnungen sind es in den maximal fünfgeschossigen Häusern nicht, räumt Harald Meerße vom verantwortlichen Bauträger Instone Real Estate ein. Die Preise starteten bei 9000 Euro pro Quadratmeter – von den 117 Wohneinheiten ist nur noch eine Dachterrassenwohnungen für knapp fünf Millionen Euro frei. „Natürlich ist es schwer, so etwas im sozial geförderten Wohnungsbau umzusetzen“, sagt Merk. 

Helligkeit in dem dicht bebauten Innenhof garantieren geschwungene Balkongeländer, verschiedene Wohnebenen der einzelnen Häuser, das viele Tageslicht, das durch die diagonal angelegten Fassadenfluchten in alle Winkel des Hofes fällt. Dass das Pflaster der Feuerwehrzufahrten aus kleinen Natursteinen wie zufällig verlegt wurde, macht sich optisch gut und widersetzt sich der Versiegelung, findet Merk. 

Helligkeit in dem dicht bebauten Innenhof garantieren unter anderem geschwungene Balkongeländer.

Den Architekturwettbewerb hatte das Team von Palais Mai gewonnen, die Landschaftsarchitekten Grabner Huber Lipp haben sich Gedanken um das Grün drum herum gemacht: „Natursteine statt Beton, Bäume, Sträucher und begrünte Dachgärten waren uns wichtig.“

Das Gesamtbild macht Eindruck auf die Stadtbaurätin. „So würde ich mir Nachverdichtung öfter wünschen, mit viel Sorgfalt im Detail. Vielleicht kann man da noch was in Freiham II machen“, fragt sie ihre anwesenden Stadtplaner.

Marie-Julia Hlawica

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