Künstlerhochhaus im Domagkpark?

Ein 59 Meter hoher Turm als Anbau für das Ateliergebäude?

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Das neue Hochhaus soll Platz für 100 Ateliers bieten.

Schwabing - Mehr Raum für künstlerisches Schaffen am Domagkpark: Wie? Lars Mentrup hat eine innovative Idee

Vor 25 Jahren entstand auf dem Gelände der Funkkaserne am Domagkpark die größte Künstler-Kolonie Europas. Als die Gegend zum Neubaugebiet wurde, mussten viele Künstler weichen. Doch der hohe Bedarf an Räumen blieb. Im Mai gab es etwa 270 Bewerbungen auf die 100 verbliebenen Ateliers. Diese befinden sich in einem u-förmigen Gebäude an der Margarete-Schütte-Lihotzky-Straße. Um den Künstlern wieder mehr Raum für ihr Schaffen zu geben, fordert der Bezirksausschuss (BA) Schwabing-Freimann nun einen Anbau.
Entstehen könnte der Turm am nördlichen Ende des u-förmigen Gebäudes.

soll, haben die BA-Mitglieder noch nicht festgelegt. Dem Antragsteller Lars Mentrup (SPD), selbst Künstler, schwebt aber bereits etwas konkretes vor: ein Turm mit etwa 100 weiteren Ateliers. „Städtebaulich würde sich das gut einfügen, denn das Hochhaus wäre auf einer Linie mit den Highlight-Towers und dem Osram-Turm“, sagt Mentrup. Der Vorsitzende des Vereins „Domagk Kunstunterstützung“ befindet sich derzeit wegen seiner Idee mit verschiedenen Stadträten im Gespräch – sowohl von der SPD als auch der CSU. Den Antrag im BA hat Mentrup gemeinsam mit Stadträtin Dorothea Wiepcke (CSU) gestellt. Die hatte zuvor im Stadtrat bereits eine Anfrage eingereicht, ob man auf dem Gelände des Städtischen Atelierhauses nachverdichten kann. „Die Idee mit dem Turm finde ich sehr charmant“, sagt Wiepcke.

Im BA wird der Vorschlag noch besprochen. Bis es so weit ist, will Mentrup weitere Details zu seiner Idee ausarbeiten. Er hat bereits mehrere Architekten mit ins Boot geholt, die die Kosten abschätzen sowie Skizzen und eine Visualisierung anfertigen. „Im Erdgeschoss könnte man einen Veranstaltungsaal und auf dem Dach zum Beispiel eine Rooftop-Bar einrichten“, sagt Mentrup. 15 Etagen soll das Hochhaus haben. Damit wäre es etwa 59 Meter hoch. Zum Vergleich: Die Highlight-Towers sind 126 und 113 Meter hoch. „Räume und Ateliers könnten unterschiedlich groß sein, um verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden“, so Mentrup.

„Der BA-Antrag für eine Nachverdichtung liegt uns vor. Grundsätzlich ist ein großer Bedarf an Ateliers gegeben“, sagt Martin Kunschak vom Kulturreferat. Die bauliche Machbarkeit prüft das Planungsreferat, sobald konkrete Pläne vorhanden sind. 

Laura Felbinger

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