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Konzepte für die Schule der Zukunft

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Miriam Voß (rechts), Projektleiterin des „TUMlab“, zeigt Wolfgang Heckl (links), Generaldirektor Deutsches Museum, und TU-Präsident Wolfgang Herrmann (Mitte) einen Lego-Roboter, der autonom fahren kann.
Miriam Voß (rechts), Projektleiterin des „TUMlab“, zeigt Wolfgang Heckl (links), Generaldirektor Deutsches Museum, und TU-Präsident Wolfgang Herrmann (Mitte) einen Lego-Roboter, der autonom fahren kann. © laf

Maxvorstadt/Lehel – Das Thema Digitalisierung ist aktueller denn je: Deshalb lernen Lehramtsstudenten im neuen TUMlab-Forum, wie sie ihren Schülern das Programmieren beibringen

Gerade ist das Thema Digitalisierung an deutschen Schulen in aller Munde. Der Bund will ein Digitalpaket mit fünf Milliarden Euro unterstützen. Die Technische Universität München (TUM) und das Deutsche Museum leisten schon einmal ihren Teil. „Wir befinden uns in einem Zeitalter der Digitalisierung“, sagte Wolfgang Herrmann, Präsident der TUM, bei der Eröffnung des neuen „TUMlab-Forums“, einer Werkstatt an der Ludwigsbrücke. Dort entwickeln Lehramtsstudenten Konzepte, um Schülern praxisnah Technologien wie Robotik oder autonomes Fahren vermitteln zu können. „Auf dem Gebiet der Digitalisierung in der Lehrerbildung hat Deutschland Nachholbedarf“, sagte Wolfgang Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums, der dem Projekt Vorbildcharakter attestierte.

„Die Schüler haben ein Erfolgserlebnis und sehen direkt, was sie geschaffen haben“, sagt Informatikstudent Fabio Bove (25). Künftig können Studierende den Schülern Projekte näherbringen, die sie im TUMlab-Forum entwickelt haben – wie etwa die kleinen Lkw-Roboter, die automatisch im Konvoi fahren. „Die Lkw orientieren sich am vordersten. Sie werden von Sensoren gelenkt“, erklärt Bove.

Informatikstudent Fabio Bove mit Lkw-Robotern, die automatisch im Konvoi fahren.
Informatikstudent Fabio Bove mit Lkw-Robotern, die automatisch im Konvoi fahren. © laf

Im TUMlab-Forum lernen die Studierenden einfache Programmiersprachen und üben den Umgang mit Mikrocontrolern. Zudem arbeiten sie mit 3D-Druckern und Lasercuttern. Lehramtsstudentin Lea Fauser (23) sagt: „Mit den Robotern bringen wir den Schülern Programmieren bei.“ Der nächste Schritt sei, dass die Schüler das Gelernte auf eine reale Situation übertragen. „Sie lernen, wie komplex zum Beispiel autonomes Fahren ist. In der Realität ist eine Linie auf der Straße auch mal unterbrochen und es gibt unvorhersehbare Hindernisse“, so Fauser. Ihr selbstgebauter Roboter fährt gerade entlang einer Straße über den Tisch und hält vor einer Ente aus Lego.

Digitalisierung ist in vielen Bereichen relevant. Warum es auch für Chemiker wichtig ist, programmieren zu können, erklärt Elisabeth von der Esch, die in Chemie promoviert: „In der Wissenschaft ist die Genauigkeit besonders wichtig.“ Durch die Fähigkeit zum Programmieren könne sie Roboter genauso bauen, wie es ihr Experiment erfordert. Ein Pipettier-Roboter, den sie selbst entwickelt hat, verdünnt chemische Lösungen in Reagenzgläsern. Die Messergebnisse liefert er schnell und genau.

Laura Felbinger

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