Die Polizei klärt auf.

Illegale Autorennen auf der Leopoldstraße?

+

Maxvorstadt/Schwabing: Auf der Leopoldstraße sind nachts zwei Sportwagen mit einem dritten Auto zusammengeprallt. Lag das an einem gefährlichen Spaß?

Zum Hintergrund: Zwei Autos sind hintereinander auf die Kreuzung Leopoldstraße/Martiusstraße zugerast. Vor der roten Ampel legte der Mercedes-Fahrer eine Vollbremsung hin. Der dahinter fahrende Audi krachte ungebremst auf den Mercedes. Durch den Zusammenprall wurde der Audi nach rechts abgelenkt und kollidierte mit einem an der Ampel wartenden VW. Nachdem die Polizei zunächst in die Richtung ermittelt hatte, gibt sie nun an, dass es sich bei dem Unfall um kein Autorennen gehandelt hat.

Die Annahme war jedoch keineswegs abwegig. Denn nicht nur der Unfallhergang legt die Vermutung nahe. Bei der Bürgerversammlung Maxvorstadt im Oktober wurden zwei Anträge gestellt, die eine bessere Kontrolle von Rasern fordern. Diese heizen den Antragstellern zufolge mit frisierten Motoren über den Altstadtring beziehungsweise vom Odeonsplatz zum Siegestor.

Der Polizei zufolge gab es in der Ludwig- und der Leopoldstraße in den letzten beiden Jahren sieben Fälle illegaler Autorennen, weshalb dieser Bereich schwerpunktmäßig überwacht wird. „Es ist darauf hinzuweisen, dass in München keine strukturierte Rennszene vorhanden ist“, sagt Benjamin Castro Tellez, Sprecher des Polizeipräsidiums München.

Eine weitere Erleichterung für die Bürger dürfte zudem sein, dass seit dem 13. Oktober ein neuer Straftatbestand in Kraft getreten ist. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten illegale Straßenrennen lediglich als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, nun kann sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren drohen.
laf

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Kommentare