Gefahr aus der Parkstadt?

Hereinspaziert ins Schwabinger Geisterhaus

Heruntergekommen und verlassen liegt es da: das Gebäude an der Herbert-Bayer-Straße 3.
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Heruntergekommen und verlassen liegt es da: das Gebäude an der Herbert-Bayer-Straße 3.

Schwabing - Heruntergekommen und verlassen liegt es da: das Gebäude an der Herbert-Bayer-Straße 3 - zwar gibt es bereits Pläne für das Grundstück - die Umsetzung lässt jedoch auf sich warten

Seit mehreren Jahren steht das Gebäude an der Herbert-Bayer-Straße 3 nun schon leer und verkommt zunehmend. Inzwischen steht fest, was daraus werden soll: Hier entsteht geförderter Wohnungsbau mit Kindertagesstätte sowie Räumlichkeiten für ein Familienzentrum mit Kindertreff. Doch solange wollen sich einige nicht gedulden. Deshalb hat Stadträtin und Bezirksausschuss-Mitglied Dorothea Wiepcke (CSU) nun einen Stadtrats-Antrag gestellt, in dem sie fordert, dass das Gelände bis zu seinem Abbruch ordentlich gesichert wird.

Um dem Vandalismus auf dem Gelände entgegenzuwirken, hat Stadträtin und Bezirksausschuss-Mitglied Dorothea Wiepcke (CSU) nun einen Stadtrats-Antrag gestellt, in dem sie fordert, dass das Gelände bis zu seinem Abbruch ordentlich gesichert wird.

Wiepcke möchte sich als Patin für einen Antrag, der im Kinder- und Jugendforum gestellt wurde, zur Verfügung stellen. „Die Kinder wollten, dass mit dem Geisterhaus, wie sie es nennen, etwas sinnvolles passiert“, sagt die 36-Jährige. „Das wird ja auch der Fall sein, aber bis dahin muss es eine Lösung für die Sicherheit geben. Das Gelände ist viel zu leicht zugänglich!“

Im Bezirksausschuss ist der ehemalige Gartenbaubetriebshof der Stadt schon lange Thema. Bürger hatten sich beschwert, dass auf dem Gelände nachts Jugendliche randalieren würden und es besonders für Kinder gefährlich sei (Hallo berichtete). Direkt hinter dem Gebäude befindet sich das Vorläuferprojekt zum Familienzentrum, das aktuell noch in Containern untergebracht ist, und ein Spielplatz. 

Einen, den das besonders ärgert, ist Anwohner Andreas Dvorak. Der Informatiker war wegen des Geisterhauses auch schon beim Bezirksausschuss. „Ich finde es einfach unmöglich, dass sich da so lange nichts tut. Schon 2011 wurde uns mitgeteilt, dass da ein Familienzentrum hinkommt und nun haben die noch nicht einmal mit dem Abriss begonnen“, schimpft Dvorak.

Das sogenannte Geisterhaus scheint für jeden – wenn auch verboten – einfach zugänglich. Vor allem Jugendliche sollen sich hier oft herumtreiben.

Die Stadt ist derweil ganz anderer Meinung. Das Gelände sei ausreichend gesichert. „Bei dem Gelände wird täglich nach dem Rechten gesehen“, versichert Bernd Plank, Sprecher des Kommunalreferats. Schlupflöcher im Maschendrahtzaun seien außerdem repariert worden und das Gebäude sei mit universellen Bauschlüsseln, die den Zugang für Unbefugte verhindern, versehen worden. „Der Abriss des Gebäudes soll im Herbst erfolgen“, sagt Plank. Laura Felbinger

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