Ausziehen für Trikots

Schwabinger Handballerinnen verkaufen erotischen Kalender

Im Kalender lassen sie die Hüllen fallen – bis auf das nötigste. Einen Nippelblitzer sucht man hier vergeblich.
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Im Kalender lassen sie die Hüllen fallen – bis auf das nötigste. Einen Nippelblitzer sucht man hier vergeblich.
Im Kalender lassen sie die Hüllen fallen – bis auf das nötigste. Einen Nippelblitzer sucht man hier vergeblich.
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Im Kalender lassen sie die Hüllen fallen – bis auf das nötigste. Einen Nippelblitzer sucht man hier vergeblich.
Die Handballerinnen (v. li.): Lisa Meier, Tara Unkell, Verena Kindinger, Steffi Palme, Ariane Schumski und Jenny Piesker.
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Die Handballerinnen (v. li.): Lisa Meier, Tara Unkell, Verena Kindinger, Steffi Palme, Ariane Schumski und Jenny Piesker.

Schwabing: Die Handball-Damen des MTSV Schwabing zeigen in einem neuen Kalender viel nackte Haut. Dahinter steckt ein guter Grund. 

Sich ausziehen, um mehr anziehen zu dürfen – klingt unlogisch, ist aber der Grund, warum die Handball-Frauen des MTSV Schwabing nun für einen Kalender die Hüllen fallen lassen. „Wir wollen neue Trikots kaufen und Sponsoren auf uns aufmerksam machen“, sagt die Kalender-Fotografin Ariane Schumski (27). Im Amateursport an Geld zu kommen, sei schwer. Ihre Mannschaft spielt in der Bezirksklasse, ist also im Handball-Ligasystem weit unten.

„Nur wir wissen, wer zum Beispiel die Miss Juli 2018 ist“

Aufgenommen wurden die Bilder in einer Sporthalle in der Morawitzkystraße, wo die Mannschaft auch trainiert. Auf keinem der Bilder ist ein Gesicht zu erkennen, darauf hat Schumski geachtet. „Nur wir wissen, wer zum Beispiel die Miss Juli 2018 ist“, beteuert Mitspielerin Verena Kindinger (33). „Wir sind ein gutes Team und vertrauen einander, so dass die Identitäten geheim bleiben.“

Heuer kommt der zweite erotische Kalender der Sportlerinnen heraus. Über Jahre war die Idee in ihnen gereift bis ein paar Spielerinnen den Mut gefasst haben und sich für den Kalender 2016 erstmals in Unterwäsche gezeigt haben.

"Mein Sohn ist nicht so begeistert"

Kritik seitens des Vereins, von Freunden oder der Familie hätten sie keine bekommen, sagen die Sportlerinnen. „Nur mein Sohn ist nicht so begeistert“, gesteht Steffi Palme (48). „Im Kalender sind ästhetische Bilder, nichts Vulgäres“, betont Schumski. Zudem habe sie die abgebildeten Körper nicht am Computer retuschiert. „Wir sind mit unseren Körpern zufrieden. Dieses Selbstbewusstsein kommt durch den Sport“, erklärt Kindinger.

Laura Felbinger

Zu kaufen gibt es den Kalender für 15 Euro (zzgl. Versand) unter der E-Mail-Adresse kalender@mtsv-Schwabing.de. Außerdem verkaufen die Handball-Damen den Kalender bei ihren Spielen.

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