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Gemeinschaftsgarten in der Parkstadt

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Die 24-jährige Physikerin Bianca Paulitsch hatte die Idee für einen Gemeinschaftsgarten mitten in der Parkstadt
Die 24-jährige Physikerin Bianca Paulitsch hatte die Idee für einen Gemeinschaftsgarten mitten in der Parkstadt © laf

Schwabing - Endlich ist Schluss mit der Enge auf dem Balkon: Dank einer 24-jährigen Physikerin wird künftig in der Parkstadt gegartelt

Schwabing - Eigenes Gemüse im Beet anbauen ist für viele Münchner eine schöne, aber nicht greifbare Vorstellung. Auf dem Balkon ist kein Platz, wer eine heiß begehrte Parzelle in einer Kleingartenanlage haben will, muss lange warten. Auch Bianca Paulitsch (24) aus der Parkstadt Schwabing hatte bisher zum Anbauen von Gemüse nur ihren kleinen Balkon. Doch dank ihrer Initiative gartelt die Physikerin nun mit 13 anderen Parteien im neuen Gemeinschaftsgarten auf der Grünfläche neben dem Familienzentrum Parkstadt Schwabing an der Wilhelm-Wagenfeld-Straße. 

„Die Idee kam mir als ich den Dokumentarfilm ‚10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?’ gesehen habe. Dort gab es die Idee, auf öffentlichen Grün­flächen Gemüse anzubauen“, erzählt Paulitsch. 

Sie wohnt in der Nähe des Familienzentrums, kennt daher die Rasenfläche sehr gut. Sie ist nicht öffentlich, sondern gehört dem Baureferat. Dieses stellt den Platz für den Gemeinschaftsgarten zur Verfügung. 

Für ihre Idee hat sich Paulitsch gemeinsam mit ihrer Kollegin Camille Beunèche an das Haus am Schuttberg, dem Träger des Familienzentrums, und die Kindertagesstätte Nikodemäuse gewandt. Die Hochbeete sind nun ein Gemeinschaftsprojekt. „Die Idee dahinter war, dass man auch mal lokales, saisonales Gemüse isst und die Kinder lernen, dass Tomaten nicht einfach nur aus dem Supermarkt kommen“, betont Paulitsch. 

Garteln im Grünen. Die Hochbeete bauten und gestalteten die mitwirkenden Schwabinger selbst.
Garteln im Grünen. Die Hochbeete bauten und gestalteten die mitwirkenden Schwabinger selbst. © laf

Die Beete sind inzwischen alle vergeben. Jede Partei hat ein halbes Beet, die Kindertagesstätte hat ein Hochbeet für sich. „Das Ganze ist noch ausbaufähig. Im nächsten Jahr könnten es noch mehr Beete werden“, sagt Christian Frings (37) aus Schwabing. Der Koch hat früher im eigenen Garten Gemüse angebaut. Inzwischen ist er umgezogen und freut sich, dank des Hochbeets wieder garteln zu können. 

Die Jahresmiete für ein halbes Beet beträgt 50 Euro. „Das Projekt soll sich im nächsten Jahr möglichst von selbst finanzieren“, sagt Paulitsch. Zusammen mit Beunèche hat sie sich bei mehreren Firmen um eine Förderung ihres Projekts bemüht, sodass die Beete über Spenden finanziert wurden. 

„Wir wollen auch noch Bienenstöcke organisieren. Und es wird ein Beet geben, in dem wir Projektmitglieder zusammen verschiedenes Gemüse anbauen. Wer vorbei kommt, darf sich einfach was nehmen“, sagt Paulitsch. Entsprechende Schilder würden darauf hinweisen, wo man als Passant ernten darf. 

Laura Felbinger

Mehr Infos zum Projekt gibt es unter stadtgemüse@hausamschuttberg.de.

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