Von der Maxvorstadt zum Olympiapark

Münchner entwickelt Konzept für neuen Radschnellweg

Simon Herzog zeigt den Weg: Start an der Lothstraße...
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Simon Herzog zeigt den Weg: Start an der Lothstraße...
...entlang der Heßstraße...
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...entlang der Heßstraße...
... über die Schwere-Reiter-Straße, weiter zum Rosa-Luxemburg Platz, wo er abzweigt.
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... über die Schwere-Reiter-Straße, weiter zum Rosa-Luxemburg Platz, wo der Radweg abzweigt.
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Karte: So stellt sich Simon Herzog den Radweg vor.
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Karte: So stellt sich Simon Herzog den Radweg vor.

Maxvorstadt: Eine schnelle Radverbindung von der Maxvorstadt zum Olympiapark ist überfällig, findet Simon Herzog. Mit seinem Konzept stößt er auf großen Zuspruch. 

Ein Radschnellweg von der Maxvorstadt zum Olympiapark – das ist die Idee von Simon Herzog. Der 33-Jährige arbeitet als Wissenschaftler an der Technischen Universität, wo er sich auch mit nachhaltiger Mobilität befasst. „Der Radschnellweg hat mit der TU aber nichts zu tun, er war meine Idee. Ich kenne die Strecke und sehe da großes Potenzial für eine Radverbindung“, sagt Herzog.

Brücke über die Schwere-Reiter-Straße gefordert

Beginnen solle der neue Radlweg dort, wo die Lothstraße die Heßstraße kreuzt. Die Heßstraße würde ab hier zum Fahrradweg werden. Dort, wo die Heßstraße entlang einer ehemaligen Militärbahn führt, könne man den Radweg ausbauen. „Die Militärbahn ist 35 Meter breit. Dort wäre genügend Platz für einen fünf Meter breiten Radweg und vielleicht einen kleinen Park daneben“, sagt Herzog. An der Stelle, an der die Heßstraße auf die Schwere-Reiter-Straße trifft, sieht Herzogs Konzept eine Fahrrad- und Fußgängerbrücke vor. Nach der Brücke führt der Radweg weiter über die Emma-Ihrer-Straße zum Rosa-Luxemburg-Platz. Von dort aus zweigt der Weg ab und schafft eine gerade Verbindung in Richtung der Brücke über die Ackermannstraße.

Entlang der Strecke werden künftig viele Menschen leben 

„Entlang der vorgesehenen Strecke werden in Zukunft sehr viel mehr Menschen leben und arbeiten“, betont Herzog. Zum einen sei da am Leonrodplatz das geplante Kreativquartier. Auf dem 20 Hektar großen Areal zwischen Dachauer Straße und Heßstraße und nordöstlich der Heßstraße sollen mindestens 820 Wohnungen entstehen. Zum anderen sei in direkter Umgebung davon das Strafjustizgebäude, welches sich aktuell im Bau befindet. „Etwa 1300 Mitarbeiter werden dort arbeiten“, sagt Herzog. „Und dann gibt es da noch das Gebiet südlich des Olympiaparks, wo die Stadt 600 Wohnungen für ihre Bediensteten plant.“

CSU im Stadtrat ist begeistert 

Bei der CSU im Stadtrat rennt Herzog mit seinem Konzept offene Türen ein. Die Fraktion hat auf Herzogs Anregung nun einen Antrag für die neue Radverbindung gestellt. „Der Vorschlag zeigt eine attraktive Fahrradroute auf, die besonders für Berufspendler eine gute Alternative wäre“, sagt der Radverkehrsbeauftragte Florian Paul (36). Nun müsse die Idee weiter geprüft werden. Zunächst hätte jedoch ein Radschnellweg nach Garching als Pilotprojekt Vorrang, bis zu dessen Realisierung es noch bis zu vier Jahren dauern kann.

Laura Felbinger

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