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Bürger sehen Bebauungspläne der Stadtrats-SPD kritisch

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Auf dem Parkplatz am Dantebad gibt es bereits ein „Wohnen für alle“-Projekt. Jetzt wird geprüft, ob so etwas auch vor dem Ungererbad in Schwabing möglich ist.
Auf dem Parkplatz am Dantebad gibt es bereits ein „Wohnen für alle“-Projekt. Jetzt wird geprüft, ob so etwas auch vor dem Ungererbad in Schwabing möglich ist. © Schlaf

Schwabing - Wird auf dem Parkplatz am Ungererbad bald Wohnraum entstehen? Die SPD-Fraktion hat Bebauungspläne vorgeschlagen, doch von den Bürgern hagelt es Kritk

Kann auf dem Parkplatz am Ungererbad ein neues „Wohnen für alle“-Projekt entstehen? Das untersucht die Stadtverwaltung nach einem Antrag der SPD-Fraktion im Stadtrat. Diese fordert, dass in München vermehrt günstiger Wohnraum über Parkplätzen geschaffen wird. Sie schlägt fünf Flächen im gesamten Stadtgebiet vor, unter anderem den Parkplatz vor dem Ungererbad in der Traubestraße. In ihrem Antrag verweist die SPD auf das „Wohnen für alle“-Projekt am Dantebad. Dort hat die Wohnbaugesellschaft Gewofag über dem Parkplatz in kurzer Zeit ein fünfstöckiges Stelzengebäude in Holzbauweise errichten. Ebenerdig parken die Autos, oben gibt es rund 100 billige Wohnungen. 

Am Dantebad war das Projekt in der Nachbarschaft zunächst umstritten – und auch in Schwabing regt sich bereits Widerstand. In der Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Schwabing-Freimann beschwerte sich eine Bürgerin darüber. Außerdem haben sich weitere besorgte Anwohner an den BA-Vorsitzenden Werner Lederer-Piloty gewandt. Dieser steht dem Vorhaben grundsätzlich offener gegenüber. „So ein Projekt kann auch bereichernd sein und allen ist klar, dass München bezahlbare Wohnungen braucht“, sagt er. „Wir warten jetzt erst einmal ab, was das Planungsreferat sagt.“ 

Sollte der Standort geeignet sein, könnte er sich ein 50 bis 80 Meter langes Gebäude mit mindestens zwei Stockwerken vorstellen. „Schön wäre, wenn es Sonnenbalkone oder bodentiefe Fenster gäbe“, sagt Lederer-Piloty. Besonders wichtig wäre dem BA eine bunte Mischung der Mieter: Familien und Singles, verschiedene Altersgruppen und Bürger mit und ohne Migrationshintergrund sollten einziehen, so Lederer-Piloty. „Wichtig ist, dass keine Monostrukturen entstehen, zum Beispiel nur männliche Singles als Mieter“, sagt er. „Dann gibt es auch keine Probleme mit der Nachbarschaft. cla

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