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Bürger fordern Verkehrsberuhigung und bessere Kennzeichnung in der City

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Eine dauerhafte Verkehrsberuhigung könne in den Augen vieler Bürger nur durch eine Tempo-30-Zone am Thomas-Wimmer-Ring erreicht werden.
Eine dauerhafte Verkehrsberuhigung könne in den Augen vieler Bürger nur durch eine Tempo-30-Zone am Thomas-Wimmer-Ring erreicht werden. © Estermair, laf

Altstadt-Lehel - Verkehrschaos und Parkplatzmangel im Zentrum ist vielen ein Dorn im Auge - Welche Verbesserungsvorschläge es gibt, weiß Hallo

Verkehrsberuhigung in der Innenstadt?

Eine Verkehrsberuhigung in der Innenstadt – das wünschen sich viele Bürger. In den Anträgen der Bürgerversammlung war die Rede von stärkeren Kontrollen und auch Tempo-30-Zonen. Ein Bürger forderte beispielsweise, dass auf der Maximilianstraße künftig nur noch Tempo 30 gelten soll. Diesen Antrag lehnten die Anwesenden ab. Dafür stimmte die Mehrheit dem Antrag von Student Julian Reff (24) zu, der fordert, dass der Thomas-Wimmer-Ring dauerhaft zur Tempo-30-Zone wird.

Julian Reff will Tempo 30 für den Thomas-Wimmer-Ring.
Julian Reff will Tempo 30 für den Thomas-Wimmer-Ring. © Estermair, laf

Aktuell besteht die Geschwindigkeitsbegrenzung für beide Fahrtrichtungen entlang des Thomas-Wimmer-Rings im gesamten Baustellenbereich. Doch: „Daran hält sich kaum jemand“, sagt Reff. „Die Strecke ist viel zu kurz, deshalb bremsen die meisten Fahrer gar nicht erst ab.“ Er selbst ist Anwohner und leidet unter dem Krach.

Auf Anfrage beim Kreisverwaltungsreferat gibt Sprecher Johannes Mayer jedoch an, dass die Geschwindigkeitsbeschränkung wieder aufgehoben wird. Eine dauerhafte Tempo-30-Zone sei nicht möglich, denn: „Der Thomas-Wimmer-Ring ist eine Hauptverkehrsstraße. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung würde die Leistungsfähigkeit einschränken und von den Verkehrsteilnehmern nicht akzeptiert werden.“

Wegen fehlender Kennzeichnung: Not bei Behindertenparkplätzen

Seit 2016 werden manche Behindertenparkplätze nicht mehr durch Piktogramme gekennzeichnet. Das Ergebnis dieser Veränderung geht manchen Bürgern gegen den Strich. „Meiner Nachbarin geht es nicht gut. Sie hat einen Behindertenparkplatz, aber der ist ständig zugeparkt. Jeden Tag muss sie mehrmals die Polizei rufen“, erzählt Elke Elzer (74), Hausfrau und ehemaliges Bezirksausschuss-Mitglied. 

Elke Elzer (74) ist ein ehemaliges Mitglied des Bezirksausschusses. Die schlechte Kennzeichnung der Behindertenparkplätze ist ihr aus privaten Gründen ein Dorn im Auge.
Elke Elzer (74) ist ein ehemaliges Mitglied des Bezirksausschusses. Die schlechte Kennzeichnung der Behindertenparkplätze ist ihr ein Dorn im Auge. © privat

Christian Weis, Dienststellenleiter der PI 11, berichtete in der Bürgerversammlung, dass dieses Jahr bisher bereits 1000 falsch geparkte Fahrzeuge abgeschleppt wurden. Fast ein Drittel davon, seien unerlaubt auf Behindertenparkplätzen gestanden. Elzers Meinung nach liegt der Grund beim fehlenden Rollstuhlzeichen auf dem Asphalt. „Früher hatte mein Mann diesen Parkplatz inne. Da war das Zeichen noch da und es gab fast nie Probleme!“ In der Bürgerversammlung hat sie deshalb einen Antrag gestellt, die Piktogramme wieder überall einzuführen, was bei den anwesenden Bürgern großen Zuspruch fand. 

Rollstuhl-Zeichen gibt es längst nicht mehr auf allen Behindertenparkplätzen.
Rollstuhl-Zeichen gibt es längst nicht mehr auf allen Behindertenparkplätzen. © Westermann

„Die dauerhafte Markierung ist aufwändig und unterliegt bei personenbezogenen Behindertenstellplätzen einem hohen Änderungsbedarf. Verlagert sich die Örtlichkeit durch Umzug oder Wegzug muss jedes Mal die Markierung abgefräst werden“, erklärt Johannes Mayer, Sprecher des Kreisverwaltungsreferats, die Entscheidung gegen die Piktogramme.  laf

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