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Das bewegt die Anwohner in Maxvorstadt

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Die Bürger wollen Feinstaubmessungen und Tempo 30, zum Beispiel in der Sandstraße.
Die Bürger wollen Feinstaubmessungen und Tempo 30, zum Beispiel in der Sandstraße. © Christina Denk

Maxvorstadt – Der ständig dichter werdende Verkehr im Zentrum war Hauptthema der Bürgerversammlung – Hallo hat die Fakten und erklärt, was die Anwohner noch bewegt

Tempo 30 – überall!

Es war das Thema Nummer Eins auf der Bürgerversammlung – der immer heftigere Verkehr in der Maxvorstadt und was man dagegen unternehmen könnte.

Über 160 Bürger leben auf einem Hektar Fläche in Schwabing und der Maxvorstadt. Damit sind das die am dichtesten bewohnten Stadtviertel der Landeshauptstadt. Mit Nachverdichtung und Bebauung der Freiflächen hat sich die Anzahl der Autos in diesem Bereich massiv gesteigert. Die Anwohner schimpfen über Raser, Dreck, Lärm. In sechs Anträgen forderten sie Tempo 30 – am besten überall – und ernteten ungeteilte Zustimmung.

Besonders eindringlich berichtet Hans Grüninger aus der Kreittmayrstraße: „An der Sandstraße Ecke Gabelsberger staut es sich regelmäßig. Ich fordere dringend eine Feinstaubmessung.“ Seine private Bilanz aus dem nahen Umfeld ist ernüchternd: „Zwei Nachbarn sind an Lungenerkrankungen gestorben, auch meine Frau hat häufig Atemwegsprobleme.“ Dass dort bald auch sauerstoffspendende Bäume dem Neubau zum Opfer fallen, sei „kontraproduktiv“.

Sandstraßen-Anwohner Karl-Heinz Schmidt, die Sprecher der Kindertagesstätte „Kleine Racker“ in der Zieblandstraße, Ilona Stübinger aus der Maßmannstraße oder Manuela Dresp, die seit 1994 in der Lothstraße lebt, hatten alle das selbe Thema: Verkehrsberuhigung, Tempo 30 oder eine Wandlung in eine Spielstraße. Gesche Hoffmann-Weiß (SPD), Mitglied im Bezirksausschuss Maxvorstadt, kennt die Problematik: „Mehr Bürger, mehr Autos.“ Ihr Traum vom ruhigen München? „Ein Boulevard Leopoldstraße, das wär’s.“

Schon jetzt hat München bereits fast 85 Prozent der Straßen mit den 30er-Schildern bestückt. Wenn es nach den Bürgern in der Maxvorstadt geht, soll das Tempolimit bald überall gelten.

Marie-Julie Hlawica

Hauptbahnhof ohne Uhr 

Es ist so weit: Die Bahnhofsuhr am Münchner Hauptbahnhof wird abgebaut, verschwindet für die nächsten zehn Jahre in Einzelteilen gut und sicher gelagert in der Versenkung des Ruppert Geiger Archivs in Solln.

Die Bahnhofs-Uhr und das Mosaik verschwinden bis 2028 im Ruppert Geiger Archiv.
Die Bahnhofs-Uhr und das Mosaik verschwinden bis 2028 im Ruppert Geiger Archiv. © Christina Denk

Weil die Umbaupläne der Deutschen Bahn Form annehmen und es mit der Zweiten Stammstrecke, mit Abriss und Neubau des Bahnhofsgebäudes weiter vorangeht, werden Uhr und das denkmalgeschützte bunte Künstler-Relief mindestens bis 2028 abgebaut. 

Erst nach der Inbetriebnahme der Zweiten Stammstrecke wird dann das vordere Bahnhofsgebäude, in das Uhr und Relief wieder eingefügt werden sollen, zur Innenstadt hin erneuert. Erst dann kommt die zwar nicht denkmalgeschützte, aber doch erhaltenswerte Uhr der 50er-Jahre an ihren angestammten Platz zurück. Ihr 15-Meter-Durchmesser-Zifferblatt und die markant-langen Zeigern, von denen ein einzelner gut 100 Kilo wiegt, werden dann wieder allen Reisenden die Zeit anzeigen. Auch das denkmalgeschützte Plattenmosaik des Künstlers Ruppert Geiger, das die Alpen nachbildet, wird dann wieder angebracht.

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